Die Ruinen von Persepolis

Schiras und Persepolis

Ankunft ist Schiras ist je nach Verkehrslage mit dem Zug aus Teheran oder mit dem Bus aus Yazd. Wer weiter nach Buschehr möchte, dem sei gesagt dass es zwei Busbahnhöfe gibt. Ankunft aus Yazd erfolgt in einem anderen Busbahnhof als die Abfahrt nach Buschehr. Leider hab ich nicht mehr in Gedächtnis welcher Bahnhof welcher war. Die freundlichen Menschen vor Ort können da aber bestens Auskunft geben. Der Busbahnhof unserer Ankunft hatte eine bewachte Gepäckabgabe, bei der man sein Gepäck zurücklassen kann um unbeschwert Persepolis zu besichtigen.

Mit dem Taxi nach Persepolis

Der Ort Persepolis liegt ca. eine Autostunde von Schiras entfernt. Gleich auf dem Busbahnhof werden Touristen von Taxifahrern darauf angesprochen.
Wir hatten einen diese Fahrer im Coffee Shop auf dem Busbahnhof kennengelernt.
Fahrrad, so stellte sich der Herr vor (wörtlich: „Ich heiße wie Bicycle auf Deutsch“) sprach gutes Englisch und beantwortete uns verschiedene Fragen zu vielen Dingen. So erfuhren wir das unserer Weiterfahrt nach Buschehr von einem anderen Busbahnhof geht und wir die Tickets dort kaufen müssten. Zum Anderen, das wir unser Gepäck auch beim Ticketschalter in Persepolis abgeben können.

Schließlich handelten wir uns für den Persepolis Trip von 60 EUR auf 40 EUR runter. Mit der Option zuerst zum anderen Busbahnhof zu fahren und dann Persepolis Hin- und Rücktour plus Wartezeit. Ich persönlich denke, dass der Trip auch für 20 EUR bzw. 30 EUR möglich gewesen wäre. Aber der Komfort und die guten Englischkenntnisse waren seinen Preis wert. Wenn ihr Farrad buchen wollt, ruft ihn an: +98 933 239 3070

Die alte Hauptstadt Persiens

Persepolis ist griechisch und bedeutet „Hauptstadt der Perser“. Der Ort an sich ist klein und sehr überschaubar. Daneben gibt es noch Nebenkriegsschauplätze, die etwas außerhalb liegen. Pasargadae die alte Hauptstadt ist einer davon, wenn man 50 Kilometer weiter fahren möchte.

Ähnlich wie bei der Akropolis bestehen die Sehenswürdigkeiten aus einzelnen Säulen die wild in der Gegend rumstehen. Den Rest muss die Vorstellungskraft erledigen.
Wer Zeit und Muße hat, tief in die Geschichte einzusteigen, dem sei ein Guide empfohlen.
Diesen gibt es in Englisch, aber auch in Deutsch. Das Deutsch was ich vereinzelt bei vorbeiwandernden Reisegruppen gehört habe war sehr gut.
Allerdings zieht sich dann die Tour auf locker 2-3 Stunden. Der Guide erklärt uns wirklich jedes Wandrelief und dessen Bedeutung in jeder Einzelheit. Kosten belaufen sich auf 500.000 IRR.

Persepolis besteht in der Hauptsache aus einer aufgeschütteten Ebene von 15 ha. Hier standen, man beachte die Vergangenheitsform, drei große Paläste um die Herrschaft der Achämeniden zu veranschaulichen. Der Palast der Soldaten, die Halle des Volkes und die Schatzkammer. Alles wurde von Alexander dem Großen 330 v.Chr. bei seinem Eroberungsfeldzug niedergebrannt. Die Legende erzählt dass er allein 7500 vollbeladene Kamele brauchte um die Schatzkammer zu plündern.

Hoch über dem Plateau ist noch ein Königsgrab zu besichtigen. Im Moment bin ich aber überfragt, wer darin beerdigt wurde. Mit einem steilen Aufstieg kommt man bis an den Eingang. Von hier aus hat man dann einen fantastischen Ausblick über das gesamte Plateau und seine Ausläufer.