Reiseführer Wien

Die meisten Prachtbauten sind in Wien entlang der Ringstraße gebaut worden. Im Dezember 1857 verfügte Kaiser Franz Joseph I., das die Stadtmauer aufgrund der fehlenden militärischen Nutzung abgetragen werden und an ihrer Stelle repräsentative Regierungsgebäude entstehen sollen. Um diese Gebäude zu finanzieren wurden Teile der Baugrundstücke an die wohlhabenden Bürger der Stadt Wien verkauft. Diese Verkäufe spülten nicht nur Geld in die Staatskasse, sondern machte die Grundstücke zu einem begehrten Prestigeobjekt. Alle Käufer bauten sich hier ihre architektonischen Denkmäler, es entstanden dekadente Herrenhäuser und herrliche Paläste. Touristen können heute mit der Ring Bahn Tram von der Haltestelle Schwedenplatz einmal nonstop um die Ringstraße fahren. Die beliebte Hop On-Hop Off Bahn wurde 2009 eingestellt. Berühmte Gebäude an der Ringstraße sind das Burgtheater, das Parlament, die Votivkirche und die Universität.

Wien – Vom Flughafen in die City

Es gibt viele Wege nach Wien, einer davon ist die Fahrt mit der ÖBB. Der Fahrkartenschalter befindet sich direkt vor dem Zugang zu den Gleisen. Wer es eilig hat nimmt stattdessen für 21 EUR den CAT (Schnellzug) in die Stadt. Dieser fährt ohne Zwischenhalt als Expresszug bis in die Innenstadt durch. Für alle die entspannter reisen ist die Regionalbahn mit knappen 25 Minuten die perfekte Lösung. Für unschlagbare 3,99 EUR gibt es auf Gleis 1 die Optionen: Hauptbahnhof oder Wien Mitte. Also vorher mal checken welche Station näher am Reiseziel dran ist.

Wien – Anreise mit dem Bus

Für alle die nicht aus Deutschland kommen sondern eher durch die Welt jetten kann ich den Flixbus aus Bratislava sehr empfehlen. 60 Minuten Fahrtzeit und die Haltestelle ist gleich neben der U-Bahn U3.Alles sehr komfortabel und Bratislava ist eine Reise wert. Geht natürlich auch von Wien in Richtung Bratislava.

Sehenswürdigkeiten in Wien

Wiener Naschmarkt

Der Wiener Naschmarkt gehört zu den Sehenswürdigkeiten die in der Innenstadt angepriesen werden. In Wahrheit ist es eher eine Ansammlung von Fressbuden niedriger bis hoher Qualität die sich im Innenstadtbereich aneinanderreihen. Zwischen ein paar Asiaten haben sich vielen Osmanen angesiedelt, die Oliven und Käsesorten unterschiedlicher Qualität zur Verkostung anbieten. Zusätzlich zum kulinarischem Aspekt wird im hinteren Teil des Platzes jeden Samstag ein Trödelmarkt aufgebaut durch den man bummeln kann.

Votivkirche

Die Kirche befindet sich nahe der Universität auf der Ringstraße. Im Zeichen der Dankeskirchen wurde sie nach einen erfolglosen Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph I. am 18. Februar 1853, durch Bürger der Stadt Wien gespendet. der Bau des Heinrich Ferstel dauerte 23 Jahre bis zur Vollendung. In der Kirche befindet sich die älteste original erhaltene Orgel der Welt. Die Kirche selbst gilt als eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt.

Wiener Universität

Mit 94.000 Studenten und 9.700 Angestellten gehört sie zu den größten Universitäten in Europa und ist zur größten im deutschsprachigen Raum. So wie bei der Votivkirche war auch hier der Architekt Heinrich Ferstel federführend. Der Innenhof ist während der Öffnungszeiten ein guter Ort zum chillen. Unbedingt mal reingehen und das Flair, in einem Liegestuhl auf dem Rasen, auf sich wirken lassen.

Wiener Rathaus

Direkt gegenüber dem Burgtheater befindet sich das neue Rathaus. Neu deswegen, da im Zuge der Eingemeindung zahlreicher Vorstädte das alte Rathaus zu klein wurde und dann an der Ringstraße ein Neues gebaut werden musste. Im Park vor dem Rathaus lässt es sich gut entspannen. Viele Wiener lesen hier am frühen Morgen ihre Tageszeitung. Bei allen meinen Besuchen war der direkte Blick auf die Rathausfront immer durch Aufbauarbeiten für Stadtfeste oder Konzerte versperrt, was hier wohl eher Alltag ist.

Burgtheater

„Die Burg“ stellt sich als eine der bedeutendsten Bühnen in ganz Europa dar. Das Theater ist nicht nur das zweitälteste in Europa, sondern auch das größte deutschsprachige Sprechtheater der Welt. Es wurde 1888 am heutigen Standort am Universitätsring neu errichtet. 1945 brannte es infolge des Krieges komplett aus. Das Theater ist nach Budget und Anzahl der Mitarbeiter das reichste sowie umfangreichste Repertoirtheater der Welt.

Parlament

Das Parlamentsgebäude wurde nach einem Entwurf von Theophil von Hansen in 1874-1883 errichtet. Das frühe neoklassizistische Bauwerk orientiert sich an der antiken griechischen Architektur. Heute beherbergt es den Sitz beider Kammern, den Bundesrat der Republik und den Nationalrat. Seit Juli 2017 wird das Gebäude generalsaniert, daher sitzen die Kammern, Bundesrat und der Nationalrat aktuell im Übergangsparlament der Wiener Hofburg.

Übergangsparlament

Das Parlament ist eine einzige Dauerbaustelle. In den drei aufeinanderfolgenden Jahren gab es jeweils Bauzäune und Absperrungen. So sind auch alle Politiker ausgezogen um woanders Schrecken und Unheil zu vollbringen. Ähnlich wie bei Big Brother hat es die Politik in Österreich in Container verschlagen. Zwei von diesen Hightech Gebilden stehen auf dem Heldenplatz und lassen sich von den Touristen bestaunen. Der Letzte versteckt sich in der Hofburg im Innenhof der Nationalbibliothek.

Karlskirche

Die Denkmalgeschütze römisch-katholische Kirche wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet und befindet sich an der Südseite des Karlsplatzes. Sie gilt als eines der Wiener Wahrzeichen und wird auch oft als eines der bedeutendsten barocken Kirchenbauwerke nördlich der Alpen bezeichnet. Die Kirche wurde durch Kaiser Karl VI nach Karl Barromäus benannt, welcher während der Pestepedemie als Heiliger galt. Er schwor bereits ein Jahr vor dem Ende der Säuche (in 1714) den Bau sowie die Benennung der Kirche. 
MEIN TIPP: ein besonderes Highlight ist eine kurze Pause am Brunnen vor der Kirche – am besten mit den berühmten Käsekrainern (Käse-wurst)

MuseumsQuartier

Ein Museums-Areal mit der längsten Barrockfassade in Österreich. Im Haupt-und Eingangsgebäude wurden ursprünglich die Hofausstellungen der Kaiser erreichtet. Auf dem Gelände befinden sich mehrere Gebäude mit unterschiedlichen Ausstellungen und Angeboten von neuen Medien über Architektur, Kunst, Musik, Mode, Tanz und Theater, Literatur bis hin zu bildender und darstellender Kunst.

Dialog im Dunkeln

Coffee Pirates

Theseustempel

Der Tempel ist eine verkleinerte Nachbildung des Athener Theseions und wurde 1819-1823 im Wiener Volksgarten errichtet. Er wurde ausschließlich für die Unterbringung der von Antonio Canova geschaffenen Theseusskulptur gebaut. Canova selbst wirkte sogar am Bau des Tempels mit. Die Skulptur steht seit 1890 im Kunsthistorischen Museum. Der Tempel selbst wird nun für temporäre Ausstellungen aller Art verwendet. 

Volksgarten

Alles was heute Park ist, war früher in erster Linie eine Festungsanlage. Der heutige Park hat eine lange Militärische Vergangenheit, bevor er ca 1821 zum Privatpark für Erzherzöge umfunktioniert wurde. 1823 eröffnete man feierlich (auf vorherigem Anraten der Hofgartenverwaltung) den ersten öffentlich zugänglichen Park in Hofbesitz. Die Wege wurden streng geometrisch angeordnet, um die Besucher besser überwachen zu können.

Wiener Staatsoper

Errichtet wurde die Oper im Jahr 1869 nach nur 8 Jahren Bauzeit. Im selben Jahr wurde das Opernhaus mit der Premiere von Don Juan – Don Giovanni von Mozart unter Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth eröffnet.  Die Wiener Staatsoper beherbergt nicht nur eines der Weltweit bekanntesten Ensembles (Wiener Philharmoniker) , sondern ist auch Veranstaltungsort des berühmten Wiener Opernballs. 

Alte Ambulanz (Uni Campus Wien)

Condomi Museum

Foltermuseum

Das Foltermuseum ist der kleine Eingang hinter dem großen Haus des Meeres. Kaum zu erkennen und tief unter der Erde in einem alten Bunker versteckt. Das Museum an sich ist schon etwas in die Jahre gekommen und verträgt etwas Aufarbeitung. Interessant ist die Zusammenarbeit mit Amnesty International und die Veranschaulichung der Gegenwart von Folter in der heutigen Zeit. Der aus meiner Sicht interessanteste Raum ist Guantanamo und der amerikanischen Naval Base in Kuba gewidmet. Hier wird ganz genau erklärt was sich dort in den letzten Jahren abspielt und wie Amerikaner internationales Recht im Zeichen der Freiheit beugen. Dauer ca. 1,5 Stunden, Eintritt 6 Euro.

Hotel Sacher

Hier gibt es den wohl bekanntesten Kuchen der Stadt – die Sacher-Torte. Das Hotel liegt hinter der Wiener Staatsoper und ist einem Renaissace-Palast nachempfunden. Der Eigentümer Eduard Sacher eröffnete sein Hotel mit Restaurant im Jahr 1876. Das Hotel war erster Anlaufpunkt für diskrete Gespräche unter Politikern oder einem Essen vor der Oper. Noch heute kannst du die Torte für einen satten Preis von 7,50€ dort genießen wo auch schon Staatsoberhäupter speisten.

Café Central

Das Café Central ist ein Kaffeehaus im toskanischen neorenaissancestil und wurde 1876 von den Gebrüdern Pach eröffnet. Einst war es Treffpunkt für große Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Athur Schnitzler oder Siegmund Freud. Damals lagen hier 250 Zeitungen in 22 Schpachen aus, heute ist es ein gutbürgerliches Kaffeehaus welches Manschen aus der ganzer Welt anzieht und mit seinem alt literarischem Charm verzaubert.

Berliner Döner

People with Caffein

Wien hat noch mehr zu bieten als ich an den paar Tagen geschafft habe zu sehen. Hier noch weitere Ideen für einen entspannten Ausflug in der Stadt:
  • Prater
  • Wiener Riesenrad
  • Scholarium
  • Stephandom
  • Schloss Belvedere
  • Schloss Schönbrunn
  • Yppenmarkt
  • Mariahilfer Straße
  • Vienna International Centre
  • Hundertwasserhaus
  • Donau Trampolin
  • Donau Turm
  • Schlosspark
  • Zoo Schönbrunn
  • Globen Museum
  • Josephinum
  • Time Travel: Zeitreise durch Österreich
  • Museum der Illusionen
  • Prunksaal der Nationalbibliothek
  • Irrgarten in Schönbrunn
  • Technische Museum
  • Millennium Tower