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Bisher dachte ich immer Berlin wäre arm und sexy, aber Athen hat das deutlich übertroffen. Jedenfalls was das arm betrifft. Da ich viel reise fallen mir Unterschiede im Stadtblick wahrscheinlich schneller auf. Ich habe bisher in noch keiner Stadt oder in dessen Stadtkern soviel Obdachlose und Bettler gesehen. Alles wirkt irgendwie heruntergekommen. Der Verkehr ist eine Katastrophe und die meisten Straßen sind ungepflegt. Der Sparkurs der EU hat die Stadt fest im Griff.

Athen gilt als die Wiege der Demokratie, aber ihre Blütezeit ist vorbei. Angefangen hat die Besiedlung ca. 7500 v. Chr., damit ist dieses Fleckchen Erde eines der am längsten besiedelten Gebiete Europas. 1300 v. Chr. wurde dann mit einen Palast auf dem Hügel der Grundstein der Akropolis gelegt. Wobei Akropolis nichts anderes heißt als Burg oder befestigte Anlage. Also hat jede Stadt eine Akropolis, die Athener ist nur die berühmteste. Die Eroberung und Eingliederung des Stadtstaates durch das römische Reich ließen Athen weiter blühen und gedeihen und erst der Einfall der Slaven im 6 Jahrhundert besiegelte den Untergang der stolzen Geschichte. Danach kamen die Kreuzritter, die Franken, die Florentiner und schließlich die Osmanen die aus dem Erechtheion in der Akroplis eine Moschee machten. 1834 als Athen die Hauptstadt des neuen griechischen Reiches wurde, lebten gerade 4000 Menschen in der Metropole.

Heute ist Athen ein Zusammenschluss angrenzender Gemeinden zum Großraum Athen. der Innenstadt ist überschaubar und alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar. Für alles andere gibt es Bus und U-Bahn. In den letzten Jahren zogen vermehrt Chinesen in die Stadt so das westlich des Omonia Platzes ein kleines Chinatown entstand. Hier hatte ich ach meine AirBnB Wohnung mit Dachterrasse, natürlich bei einer Chinesin.

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Anfahrt nach Athen

Von Flughafen nach Athen

Per Bus vom Flughafen nach Athen

Eine der Möglichkeiten vom Flughafen in die Stadt zu kommen ist der Bus.
Die Linie X95 fährt direkt rechts vom Ausgang 4 in regelmäßigen Abständen in die Innenstadt. Endhaltestelle ist der Syntagma-Platz, der gleichzeitig den Mittelpunkt von Athen darstellt. Die Tickets gibt es wenn Du am Ausgang 4 den Flughafen verlässt und dich rechts hältst. Am ersten Kiosk gehst Du vorbei, der ist überfüllt und nimmst den Zweiten. Eine Tour kostet 6 EUR / Person und dauert ca. 50 Minuten.
Die Tickets werden berührungslos über den Entwerter im Bus gestrichen, dieser leuchtet grün auf und erzählt dir was.

Wer zum Hafen will durchläuft die gleiche Prozedur nur mit einem anderen Bus. Dem X96!

Mit der Metro vom Flughafen nach Athen

Bei meiner zweiten Reise bin ich dann auf die Metro gestoßen. Extra für die olympischen Spiele 2004 gebaut, verkehrt sie für 9 EUR vom Flughafen zum Monastiraki Platz, der auch ziemlich zentral liegt. Von hier uas ist alles in der Innenstadt fussläufig erreichbar. Athen ist aber auch nicht so groß. Fahrtzeit so um 1 Stunde.

Tessaloniki nach Athen

In meiner zweiten Reise nach Athen kam ich von Tessaloniki nach Athen. Hier gibt es drei Wege, so wie auch alle nach Rom führen, hast du die Qual der Wahl.

1. Mit dem Flugzeug von Tassaloniki (SKG) nach Athen (ATH)

2. Mit der Bahn von Tassaloniki Railway Station nach Athen Railway Station
Nach Athen fahren am Tag 5 Züge für ganze 43 EUR pro Person. Die Fahrtzeit variiert um wenige Minuten und beträgt rund 4 Stunden. Du kannst gerne versuchen online dein Ticket zu buchen, ich hab es nicht geschafft. Unter trainose.gr/en/ stellt die griechische Bahn eine furchtbare Online Maske zur Verfügung, die Seite hilft aber bei der Routenplanung und den Abfahrtszeiten. Nach Athen geht es um 6:27 / 9:15 / 12:15 / 15:15 / 18:15.
Mein Tipp: Hol Dir die Tickets am Schalter!

3. Mit dem Bus von Tassaloniki Railway Station  nach Athen
Ich persönlich habe den Bus genommen, da mir die Zeiten der Bahn nicht gepasst haben. Die Route ist vom Bahnhof Thessaloniki (Monastiriou Station) nach Athen (Pedion Areos) mit 6 Stunden Fahrtzeit inklusive einer Pause von 30 Minuten für den Fahrer. Die Abfahrten sind schon ab 07.00 Uhr oder 10.00 Uhr, danach stündlich glaube ich??? Der Preis für die Fahrt sind 36 EUR.

Hostels und Hotels in Athen

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AirBnB

Mein privates Domizil in der Nähe von ChinaTown war ein wenig wie ein CoLiving Haus. Eigene Appartments mit Bad, Arbeitsplatz und Kühlschrank , aber eine geteilte Dachterrasse und eine shared Kitchen. Mitten in der Innenstadt und fussläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten. Die Homis, meine Vermieter, Homer und Isabella, sind super professionell und immer erreichbar. Sehr empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten in Athen

Wachablösung vor dem Parlament

Wachablösung am Parlament ist eines der touristischen Highlights in der Stadt. Sonntags um 12.00 tanzen die Soldaten in den traditionellen Röckchen. Los geht es eigentlich schon um 11.30 Uhr. Da spaziert die Mahnwache vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten zur Belustigung auf und ab. Warum jetzt gerade sonntags, ist mir allerdings unklar, ich habe die gleiche Show auch montags um 10 Uhr beobachtet, nur ohne 150 Schaulustige.

Syntagma Platz

Gegenüber dem Parlament beginnt der Syntagma Platz. Wer mit dem Bus vom Flughafen kommt macht hier die erste Begenung mit Athen. Die Zubringer Busse vom und zum Flughafen fahren hier ab. Der Platz ist abends schön beleuchtet und die Wasserspiele wechseln die Farben. Im Winter befindet sich hier der Athener Weihnachtsmarkt.

Nationalgarten

Wer es eher gemütlich und langsamer mag, ist eingeladen durch den Nationalgarten zu spazieren. Bis 1923 war der Garten nur der königlichen Familie zugänglich, jetzt ist der Eintritt frei und die Pflege wird von einen Verein übernommen. Neben ein paar antiken Ruinen steht auf dem Gelände auch ein kleiner Zoo. Ein guter Ort um sich unter exotischen pflanzen ein wenig Kühlung in der sengenden Mittagshitze zu verschaffen. Hinter dem Garten findest du noch den Präsidentenpalast wo natürlich auch mit viel Tamtam eine Wachablösung stattfindet.

Olympiastadion

Eigentlich das Panathemaic Stadion! Ein absolutes gigantisches Bauwerk. Wurden hier doch 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit veranstaltet. Schon zu römischen Zeiten fanden hier die Wettkämpfe statt, was lag also näher an diesem historischen Ort wieder ein Stadion zu errichten. Die letzten olympischen Spiele wurden hier 2004 ausgetragen. Für 5 EUR kannst du auch das Ganze von Innen besichtigen und auf den Rängen spazieren gehen.

Hadrianstor

Der zu Ehren Kaiser Hadrians im Jahre 132 aufgestellte Hadriansbogen fristet ein sehr trübes Dasein. Trostlos, direkt an der Hauptstraße war er früher das Eingangstor zum Tempel des olympischen Zeus der auf Befehl des Kaisers nach Jahrhunderten fertiggestellt und geweiht wurde. Die Stadt Athen stiftete daraufhin diesem Ehrenbogen. Von der einen Seite hast du den perfekten Blick auf den Zeus Tempel, von der anderen Seite erscheint die Akropolis im Torbogen.

Areopagus – Hill

Es muss nicht immer auf der Akropolis sein. Auf dem Areopagus Hill genießen die Athener den Sonnenuntergang in Sichtweite ihres weltbekannten Hotspots. Der Berg ist in Sichtweite der Akropolis und kostenlos zu erreichen. Hier trifft man sich am Abend zum Rendezvous oder nur um mit Freunden um den Sonnenuntergang zu genießen. Frühes Erscheinen sichert die besten Plätze.

Kathedrale Mariä Verkündigung

Die Kathedrale ist Sitz des Erzbischofs von Athen. Sie wurde nach der Revolution durch den ersten griechischen König Otto von Bayern gegründet, der 1842 den Grundstein für den Bau legte. Der Marmor der Kathedrale wurde von 72 zerstörten Kirchen zusammengetragen und  aufgearbeitet. Jeden Sonntag gibt es hier eine große Messe mit Chor und Orchester die dann auch nach draußen verlegt wird. Wer das alles live und aus der Entfernung mitbekommen möchte, trinkt Kaffee auf der Dachterrasse vom Hotel Ciel.

Monastiraki Platz

Der Name bedeutet „kleines Kloster“ und tatsächlich steht noch ein kleiner Überrest in Form einer Kirche davon auf dem Platz. Hier wird es sonntags morgens recht voll. Da das Innere sehr klein ist stehen die Menschen einfach vor der Kirche und plauschen miteinander. Am Ende des Platzes geht es in die U-Bahn, die direkt zum Flughafen fährt und dahinter beginnen die Sehenswürdigkeiten: die Hadrian Bibliothek und die Roman Agora. Noch einen Spaziergang wert ist der Monastiraki Flohmarkt der rechts neben der U-Bahn beginnt. Alte Dinge und moderner Touristen Schnickschnack lösen sich hier ab.

Souvlaki Kostas

Nach Aussagen der Locals das beste Souvlaki der Stadt. Kostas ist eine Institution in Athen seit 1946. Achtung bei Google Maps, der Laden ist umgezogen und befindet sich jetzt auf der Rückseite des Gebäudes. Souvlaki im Brot für 2 EUR. Am besten du bestellst zum Mitnehmen. Im Inneren gibt es keine Sitzplätze und die paar Tische vor der Tür sind immer voll. 

Dope Roasting Co.

Mein absolutes Lieblingscafe in Athen ist das Dope. Guter Kaffee und die Brioche sind der Knaller. Junges, szeniges Personal und eine Einrichtung die auf digitale Nomaden eingestellt ist. Singlesitzplätze zum Fenster und Steckdosen unter dem Tisch. Obwohl ich immer neues ausprobieren will, war ich jeden zweiten Tag im Dope. Wenn Du in Gruppen arbeiten willst, oben gibt es Tische die auf Teams zugeschnitten sind.

 

Zentrale Markthalle

Der Athener Zentralmarkt ist schon speziell und für Veganer bzw. Vegetarier nicht geeignet. Fleisch, Fisch und Gewürze. Ich habe selten so gutes Fleisch gesehen wie auf dem Zentralmarkt in Athen. In langen Spalieren stehen die Metzger am Rand und preisen ihre Ware an. Frisch durch den Wolf gedreht oder zerhackt alles wird vor deinen Augen zelebriert. Hier findest du ein breites Angebot und es erinnert ein wenig an einen Basar. Am besten die Kamera griffbereit halten und sich als Touri ausweisen, sonst wirst Du an jedem Stand auf griechisch angesprochen und in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Schönes Erlebnis für zwischendurch.

Diporto

Seit 1957 ist der Deal furchtbar einfach, keine Karte, keine Auswahl. Dimitri kocht und Du isst. Das „Restaurant“ befindet sich in einem Lagerkeller hinter der Markthalle. Wer es sich traut herabzusteigen, wird zwischen Weinfässern an einen einfachen Tisch platziert. Nach dem Setzen wird erstmal ein halber Laib Brot und eine Karaffe Wein auf den Tisch geknallt. Geredet wird nicht viel. Zu essen gab es Bohnensuppe und gegrillte Makrelen. Preis 14 EUR. Ein absolutes Erlebnis.

Omonia Platz

Der Platz der Einheit, wie die wörtliche Übersetzung heißt war der zentrale Platz in Athen. Er ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt der Stadt, hier kreuzen sich die U-Bahnlinien 2 und 3, was ihn zu einen der belebtensten Plätze im berufsverkehr macht.Nachts wird von den einheimischen der Platz gemieden, er gilt als Zone der Kriminellen und Prostituierten, die nachts aus den angrenzenden Viertel an den Platz kommen. Viele der neuen Immigraten leben illegal in den angrenzenden leerstehenden Häusern. Ich persönlich fand es nicht gefährlich, eher trostlos.

Stani

Direkt auf dem Weg ins Szeneviertel Exarchion liegt das Stani. Ein Klassiker griechischer Frühstückskultur. Hier gibt es Milchprodukte in jeder erdenklichen Weise. Unbedingt probieren musst du den Joghurt mit Honig und Walnüssen. Hier treffen sich auch die Einheimischen der älteren Generation um den Tag zu beginnen, zu rauchen und der Jugend hinterher zu schauen.

Lykavittos

Der Hausberg der Stadt ist zu Fuß gut zu erreichen. Der Weg windet sich nach ein paar Treppen mehrmals und gibt dann eine grandiose Aussicht auf die Akropolis frei. Ich persönlich würde nicht bis ganz nach oben gehen, da sich auf der viel zu kleinen Aussichtplattform die Leute nur drängeln. Der Blick 3 Meter darunter ist ebenso unglaublich und hier kommen nur selten Spaziergänger vorbei. Es soll auch eine Seilbahn nach oben führen, gesehen habe ich aber keine.

Akropolis Museum

Gegenüber dem Eingang der Akropolis hat sich auch das gleichnamige Museum angesiedelt. Ein paar Ruinen schön mit einem Glasboden überbaut, machen einen super modernen Eindruck. Ich hatte nur keinen Bock für 10 EUR noch mehr Steine zu sehen. Also ging ich ins hauseigene Cafe was eine derbe Enttäuschung ist. Die Kantine mit durchgesessenen Stühlen serviert nicht nur schlechten, teuren Kaffee, auch der Ausblick ist mies, der Service ebenso. Ansehen (wenn Du mehr Akropolis brauchst)  ja, pausieren im Cafe: auf keinen Fall!

Akropolis Kombi Ticket

Wenn Du eh vorhast länger in Athen (2-3 Tage) zu bleiben und alle Sightseeing Punkte abzugrasen, ist das Kombi Ticket eine sinnvolle Alternative zu den herkömmlichen Eintrittspreise, da sich diese schnell summieren können. Hier lohnt sich im Vorfeld zu recherchieren was du wirklich sehen willst und die Preise einfach zusammenrechnen. Das Ticket kostet 30 EUR und ist 5 Tage gültig, allerdings nur einmal pro Veranstaltungsort. Folgende Sehenswürdigkeiten sind enthalten:

Akroplis 20 EUR
Parthenon, Propyläen, Nike Tempel

Ancient Agora 10 EUR
Tempel des Hephaistos + Museum

Roman Agora 8 EUR
Turm der Winde

Hadrians Bibliothek 6 EUR
Antike Gebäudewand mit Säulen

Olympieion 8 EUR
Beindruckender Tempel des olympischen Zeus

Kerameikos 8 EUR
Friedhof der Antike + Museum

Lykeion 4 EUR
Schule des Aristoteles

Akropolis

Wahrzeichen von Athen und Weltkulturerbe. Um 8.00 Uhr geht es los, 8.03 Uhr stand ich am Eingang. Die perfekte Zeit um mit ein paar Frühaufstehern aufzusteigen. Die Akropolis ist ein Sammelbegriff für die Festung über der Stadt. In den Festungsmauern stehen verschiedene Tempel und Kultstätten. Zu den eher gut erhaltenen zählt das Parthenon, der Tempel womit alle die Akropolis verbinden, der Tempel der Athene und das Eingangstor (Propyläen) zum Plateau. Besser festes Schuhwerk tragen, da die Marmorsteine schon ziemlich abgenutzt sind.

Ancient Agora (Tempel des Hephaistos)

Der beeindruckendste Tempel in Athen ist dem Gott der Schmiede und Metallarbeiter geweiht. Der Tempel des Hephaistos ist kaum eingezäunt und bestens erhalten. Er liegt in der Ancient Agora auf einem kleinen Hügel. Erbaut 449 v. Chr. vom gleichen Bauherren wie auch das Parthenon auf der Akropolis, wurde der Tempel im 5 Jhd. eine Kirche, weshalb das Innenleben nicht mehr vorhanden ist. Ebenfalls beindruckend ist die vollständige rekonstruierte Stoa von Attalos, in dem ehemaligen Handelszentrum befindet sich das Museum. Die Agora diente den freien Bürgern von Athen als Handels- und Versammlungsort, sowie der Gerichtsbarkeit. Hier befand sich die Verwaltung der Stadt.

Roman Agora

Ähnlich der Ancient Agora war auch die römische Agora der Versammlungs- und Handelsplatz von Athen. Angelegt um 19 v. Chr., ersetzte er unter römische Herrschaft den alten Versammlungs – und Verwaltungsplatz. Von der einstigen Pracht ist leider nichts mehr übrig. Das interessanteste Gebäude auf dem Platz ist der Turm der Winde, der als eine der ersten bekannten Wetterstationen diente. Seine achteckige Form symbolisiert die 8 Himmelsrichtungen der Winde, deren Gottheit auf jeder Seite des Turmes abgebildet wurde. Der Turm ist perfekt von außerhalb der Umzäunung zu sehen. Die Eintrittskarte bietet hier keinen Mehrwert, ist aber im Akropolis Package enthalten. Ansonsten 8 EUR / pro Person.

Hadrians Bibliothek

Von der Bibliothek und den umgebenden Gebäuden ist heute nicht mehr erhalten. Die von Kaiser Hadrian gestiftete Bibliothek soll dreistöckig gewesen sein und mehr als 20..000 Schriftrollen gefasst haben. Aber das war 132 n. Chr.. Einzig die Außenmauer mit den Säulen steht noch in der Gegend rum, der Rest ist Vorstellungskraft und ein paar Mauerreste, die den Grundriss längs vergangener Tage aufzeigen. Da die Kultstätte tiefer liegt als die umliegenden Straßen und nur eingezäunt ist, kannst Du auch auf das Ticket verzichten und das Geschehen von oben genießen. 

Olympieion

Der Tempel des olympischen Zeus wurde schon im 6 Jhd. v. Chr. begonnen, aber wie bei allen großen Bauprojekten ewig später fertig. Man kennt das ja vom Flughafen Berlin. Und wieder war es Kaiser Hadrian, der neben der Bibliothek auch im Jahr 132 den Tempel endlich fertigstellte und auch weihte. Die Überreste sind heute immer noch beeindruckend. Allerdings ist die Umgebung so weiträumig abgesperrt (und nur von einer Seite begehbar) das sich der Eintritt nicht lohnt. Der beste Betrachtungswinkel ist außerhalb des Zaunes vom Hadriansstor. Bei näherem Hinsehen sind die Sockel in Plastikfolie gewickelt und auch sonst trüben Ausgrabungsarbeiten den Blick.

Kerameikos

Eigentlich ein Stadtteil von Athen, heißt Kerameikos auch der bedeutendste antike Friedhof. Früher außerhalb der Stadtmauern hat ihn das Wachstum der Stadt eingeholt. Leider gibt es hier nicht zu sehen. Während ich Friedhöfe echt spannend finde wie den Cementerio Cristóbal Colón in Havanna und den Chinese Cemetery in Manila, auf dem Villen mit Klimaanlagen für die Toten stehen, sind auf dem Kerameikos nur Steinhaufen und Trümmerfelder. Das Foto ist mit das einzige anschauliche Grab. Wer allerdings Tiere mag, kann hier jede Menge Landschildkröten und Katzen fotografieren.

Lykeion

Das Lyzeum oder Gymnasium wie es im deutschen Sprachraum heißt, war in Athen der Ort an dem die Knaben unterrichtet wurden. Hier wandelten die Philosophen, in dem Fall Aristoteles, mit ihren Schülern im Park umher und ließen die Gedanken schweifen. Die Philosophenschule des Aristoteles besteht heute nur noch einem gepflegten Hain und ein paar unleserlichen, abgenutzten Tafeln. Nichts was man gesehen haben muss, für mich reine Zeitverschwendung.

Auf dem Gelände befindet sich zusätzlich ein Museum in dem chinesische Plastiken ausgestellt sind. Als ich überlegte ob ich mir dafür die Zeit nehme, wollte schon jemand 8 EUR extra Eintritt haben. Also nein, leichte Entscheidung.

weitere Highlights in Athen

Casino
Auch das Casino von Athen hat einen besonderen Ort gefunden. In 1000 Metern Höhe vor der Stadt.

Brunch im Ciel
Im Hotel Ciel gibt es Brunch auf der Dachterrasse mit direktem Blick auf die Kathedrale.

Szeneviertel Exarchion
Junge Leute, bunte Kneipen und jede Menge kunstvolle Graffiti.