Trinidad

Trinidad ist voller Touristen. Der Hype der in den Reiseführer gesetzt wird und die lokale Nähe zu Havanna, lassen die Touristen wie Horden über die Stadt hereinfallen. Ganze Busladungen von Tagesausflüglern werden aus Havanna „nur mal kurz“ angekarrt.
Die Straßen sind eng und in der damaligen Zeit nicht für Autos gebaut worden. Am besten man parkt zentral in der Stadt und geht zu Fuß.

Sehenswertes in Trinidad

Besondere Beachtung verdient das Kopfsteinpflaster in den Straßen der Stadt. Reich geworden durch die Sklaven und den Anbau von Zuckerrohr haben die Einwohner den Straßenbelag aus Boston kommen lassen. Ansonsten lohnt sich ein gemächlicher Spaziergang durch die Stadt um Architektur und verschieden Märkte zu genießen. Leider trifft man an jeder Ecke Schlepper, andere Touristen und Souvenirverkäufer was das Erlebnis deutlich schmälert.

Wohnen

Mit über 500 Casa Particulares ist Trinidad bestens für den Touristensturm gerüstet.
Da wir zu viert waren, brauchten wir sogar zwei Doppelzimmer. Etwas anstrengender, weil anspruchsvoller aber nach 8-10 mal klopfen und nachfragen hatten wir dann doch das perfekte Casa. Hier hat man Marketing verstanden, zum Abschied bekamen wir ein Freundschaftsarmband mit der kubanischen Flagge. So konnten wir jedem erzählen wo wir übernachtet haben.

Essen

Gegenüber unseres Casas gab es die Pizza von Jose. Eine Offenbarung in Kuba. Natürlich mussten wir, wie immer bei guten Dingen, fast eine Stunde warten. der Laden war total überfüllt. So holten wir „take away“ und aßen auf der Dachterrasse unserer Behausung.

Besonderheiten

Etwas außerhalb von Trinidad Richtung Osten findet sich noch für den Weiterreisenden das „Valle de los Ingenios“ das Tal der Zuckermühlen. In der Mitte der Ortschaft steht der Sklaventurm den man gegen eine geringe Gebühr besteigen kann. Hier gewinnt man, solange man schwindelfrei ist, einen wirklich guten Überblick über die Landschaft rund um Trinidad. Früher standen die Sklavenaufseher auf dem Turm und ließen ihre Blicke nach faulen oder flüchtenden Sklaven schweifen. Diese Zeiten sind jedoch ein Jahrhundert vorbei. Wer bis 10.30 Uhr im Tal ankommt kann mit dem Zug nach Trinidad und zurück fahren. Schöne Aussichten.