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Sofia – die Hauptstadt von Bulgarien ist einer der ältesten besiedelten Orte in Europa. Erste Funde weisen auf das 6. Jahrtausend vor Christus hin. Die Bulgaren gehen aber sehr entspannt mit dem Erbe um, als in Sofia die U-Bahn gebaut wurde, fanden die Arbeiter die Reste des alten Straßensystems mit entsprechenden Anbauten, diese wurde freigelegt und die U-Bahn um mehrere 100 Meter verschoben. Jetzt können Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel quasi kostenlos durch ein Freilichtmuseum auf dem Weg in den Untergrund.

Unbedingt zu empfehlen ist die Sofia Free Walking Tour. In englischer Sprache täglich um 11 Uhr / 14.00 Uhr und 18 Uhr. Natürlich auch in Spanisch, wenn dir das mehr liegt, musst Du aber die Zeiten selber schauen. Hier erfährt du bspw., dass alle Religionen bzw. deren Häuser nur einen Steinwurf in der City auseinander liegen und die Bulgaren sehr stolz auf ihre Toleranz sind. Die Tour geht 2,5 Stunden quer durch die Innenstadt.

Informationen über Einreisebedingungen, Visum, Steckdosen, Geld abheben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung Bulgarien

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Empfehlungen

Anfahrt nach Sofia

Sofia – Anreise mit dem Flixbus aus Bukarest

Die Anfahrt nach Sofia gestaltete sich etwas schwieriger, da die Zeitspanne zu kurz war. Knappe 7h lassen einfach keine Bequemlichkeit aufkommen. Abfahrt um 23.30 war mir schon zu spät und Ankunft um 6.30 Uhr war einfach viel zu früh. Mein Apartment hatte auch keine 24h Rezeption (hatte ich total verpennt). Das bedeutet bis zum Check-in saß ich im Starbucks (das Einzige der um 07.30 Uhr in Sofia aufmacht) und schrieb ein paar Blogartikel. Das Apartment habe ich auch nicht verlinkt, weil es ein Fehlgriff war. Ich bin dann umgezogen.

Hostels und Hotels in Sofia

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Sofia - Hotel LION

Hotel Lion

Das 3 Sterne Hotel ist perfekt für einen kurzen Aufenthalt in der bulgarischen Hauptstadt. 24h Rezeption und keine 7 Gehminuten vom Busbahnhof. Der Empfang spricht fließend Englisch und nimmt bei frühem Erscheinen das Gepäck gerne an sich. Mein Zimmer hatte eine Badewanne und riesige Schränke im Flur. Alles sehr sauber und vor allem ruhig, obwohl direkt an der Hauptstraße gelegen. Gerne jederzeit wieder.

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Sehenswürdigkeiten in Sofia

Sofia - Löwenbrücke

Löwenbrücke

Direkt vor der Tür des Hotels LION findet sich auch gleich die bekannteste Brücke von Sofia. Als Überquerung des Wladaja Flusses übernimmt sie eine wichtige verkehrspolitische Funktion in der Nord-Südachse von Sofia. Mittlerweile ist die Löwenbrücke für den Autoverkehr gesperrt, der über Nebenbrücken im Kreis um das Kulturdenkmal herumgeführt wird. Die Laternen auf der Brücke sind Nachbildungen der originalen Gaslaterne, die hier im 19. Jahrhundert betrieben wurden.

Sofia - Synagoge

Sofioter Synagoge

Die 1909 eröffnete Synagoge von Sofia befindet sich in der Innenstadt im goldenen Dreieck, zwischen Moschee, katholischer und orthodoxer Kirche. Die Einwohner sind stolz auf ihre Toleranz gegenüber verschiedenen Religionen. Als Vorbild für das Bauwerk diente der Leopoldstädter Tempel in Wien. Die Synagoge ist ziemlich eingabst inmitten des umgebenden Wohnviertels, was sich historisch daraus ableitet, dass Juden am Sabbat nur höchsten 800 Schritten gehen dürfen. Da ergibt es Sinn, das Gotteshaus mittig im Wohnviertel zu platzieren.
Sofia - Banja Baschi Moschee

Banja-Baschi-Moschee

Die Bädermoschee, einst berühmt für ihrem Hammam ist die noch einzig aktive Moschee in Sofia. Von den über 100 Moscheen in der Stadt zu osmanischer Zeit fielen eine Menge dem Erdbeben 1858 zum Opfer, den Rest erledigte die sowjetische Diktatur, die auch die Banja-Baschi-Moschee während ihrer Herrschaft schloss. Erbaut 1566 war sie eine Spende des Efendi Kadı Seyfullah als Gedenken an seine verstorbene Frau. Während der Gebetszeiten ist für Ungläubige geschlossen, aber ansonsten freuen sich die Gläubigen dir ihr Gotteshaus zu zeigen.

Sofia - Zentrales Mineralbad

Zentrales Mineralbad Sofia

Das Museum für Geschichte von Sofia (eröffnet 2015) war ursprünglich ein Badehaus, das aus dem alten Hammam neben der Banja-Baschi-Moschee entstand. Die mineralhaltigen 46 Grad warmen Quellen unter der Oberfläche inspirierte die Osmanen schon früh zu einer Kur- und Badestelle neben der Moschee. Als diese zu klein wurde, errichtete die Stadtverwaltung 1913 nach dem Sieg gegen die Osmanen eine öffentliche Badeanstalt. Zeit und Witterung ließen dieses Gebäude im Laufe der Jahre zerfallen und der Sozialismus hatte nicht viel übrig für Wellness. So wurde die Badeanstalt aus baulichen Gründen 1986 geschlossen.

 

Sofia - Kathedrale Sankt Josef

Kathedrale St. Josef

Gebaut zwischen 2002 und 2006 ersetzt das heutige Gebäude die zerstörte Kirche, welche im Zweiten Weltkrieg durch ein Bombardement komplett zerstörte wurde. Auch in Friedenszeiten war es dann nicht möglich, im kommunistischen Bulgarien einen Wiederaufbau der Kirche zu beginnen. So erfolgte der Bau erst nach dem Sturz des Regimes. Ein kurzer Blick in die Kirche lohnt sich, Hauptattraktion ist das über 7 Meter hohe Kreuz über dem Altar. 

Sofia - Die heilige Sofia

Heilige Sofia

Die heilige Sofia, von vielen als Sinnbild von Sofia wahrgenommen, steht direkt am U-Bahnhof „Serdika“ am Platz der Unabhängigkeit. Die im Jahr 2000 errichtete Skulptur sollte als Beschützerin und Namensgeberin von Sofia eine zentrale Rolle spielen. Allerdings ist die Heilige nicht die Namensgeberin der Stadt. Sofia, die Hauptstadt Bulgariens wurde nach eine seine ältesten Kirchen, der Sophienkirche nahe der Alexander-Newski-Kathedrale benannt. Das mussten dann auch die Bürokraten entdecken als hunderte Beschwerdebrief von aufgebrachten Bürgern eintrafen. Genutzt hat es nicht. Schließlich war das Denkmal schon bezahlt.

Sofia - Kirche Sweta Petka

Saint Petka Kirche

Das kleine Gebäude, welches nur aus einem Raum besteht, wurde im 16. Jahrhundert das erste Mal erwähnt. Aufgebaut auf den Ruinen eines römischen Sakralbaus, finden sich in der Basilika Fresken ab dem 14. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Erstaunlicherweise wurde die Kirche während der Herrschaft der Türken im Osmanischen Reich, unter dem Schutz der Sattler Gilde, errichtet. Das Gebäude befindet sich deutlich mehrere Meter unter dem Straßenniveau vom heutigen Sofia und ist Teil der Ausgrabungsstätte an der Metrostation „Serdica“.

Sofia - Blick auf das Parlament

Parlament von Bulgarien

Das Gebäude wurde 1886 im Stil der Neo-Renaissance errichte und beherbergt auch seit dieser Zeit das Parlament bzw. die Nationalversammlung. Hier saß schon die Volkskammer der Republik Bulgarien als das Land noch unter sowjetischer Kontrolle stand. Interessant fand ich das Bulgarien eine Einkammersystem besitzt wie die Hälfte der souveränen Staaten der Welt. Damit werden Beschlüsse und Gesetze nicht wie in den USA durch Senat und Repräsentantenhaus blockiert und der Staat gelähmt.

Sofia - Rotunde des Heiligen Georg

Rotunde des heiligen Georg

Genau wie in Bukarest wurden auch hier die Kirchen von den Kommunisten versteckt. Das älteste Gebäude von Sofia, als Teil der ehemaligen römischen Garnison Serdica, steht umgeben vom ehemaligen Hotel Sheraton und dem Präsidentenpalast in dessen Innenhof. Der im 4. Jahrhundert errichtete Kuppelbau liegt deutlich tiefer als das heutige Sofia. Im Inneren befinden sich übereinanderliegende Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten, die teilweise freigelegt und restauriert wurden. Auch Bildnisse aus der Zeit der osmanischen Herrschaft zeugen von der Zweckentfremdung als Moschee.

Sofia -

Kathedrale Sweta Nedelja

Die Kathedrale ist Schauplatz eines der größten Attentate oder auch Terroranschläge in der Geschichte Europas. Ziel des Anschlags war die Eliminierung der gesamten politischen und militärischen Elite Bulgarien durch die Kommunisten. Bei der Trauerfeier für General Knnstantin Georgiew wurde in Anwesenheit der Trauergäste die Kuppel der Kathedrale gesprengt, die beim Herabstürzen 120 Menschen tötete und mehr als 500 Verletzte. Das höchste Ziel Zar Boris III. war zur Explosion der Bombe nicht anwesend.

Sofia - Justizpalast

Justizpalast

Der Justizpalast wurde 1940, knappe 50 Jahre nach der Unabhängigkeit Bulgariens fertiggestellt und beherbergt alle Gerichte der Hauptstadt. Diese waren vorher in privaten Räumlichkeiten über ganz Sofia verteilt. Der Bau verzögerte sich mehrmals, da der Standort aus privaten Gründen (Immobilienbesitzer wollten das Gebäude in ihrer Nähe wegen der Aufwertung der Gegend haben) immer wieder wechselte. Ebenso waren die Vermieter der bisherigen Räumlichkeiten nicht über den Wegfall der Miete begeistert. Der Baustil des öffentlich zugänglichen Gebäudes wurde später noch bei der Nationalbank und dem Parlament kopiert.

Sofia - Nationaltheater

Nationaltheater „Iwan Wasow“

Das Nationaltheater, eingebettet in einen grandiosen Park, ist einfach schon anzusehen. Hierhin gegen die Locals um sich abends zu entspannen. Das Theater, welches in den letzten 100 Jahren 4x umbenannt wurde, hatte eine schwierige Vergangenheit. 1906 erbaut, brannte es schon 1923 aus und fiel knapp zwei Jahrzehnte später der Bombardierung Sofias zum Opfer. Nach mehreren Erweiterungen und Renovierungen erstrahlt es jetzt seit 2007 in neuem Glanz.

Sofia - Kirche Sveti Nikolay Mirlikiiski

Russische Kirche „Sveti Nikolay Mirlikiiski“

Nach dem russisch-osmanischen Krieg wurde die Kirche 1907 auf den Trümmern der zerstörten Saray-Moschee erreichtet. Benannt wurde sie nach Nikolas von Myra dem Schutzheiligen des damaligen Zaren Nikolaus II., der auch die Glocken für die Türme spendete. Offiziell wurde die Kirche für die russische Botschaft, die sich gleich daneben befand und die russisch-orthodoxen Gläubigen von Sofia gebaut. Erbauer war kein Geringerer als Alexander Smirnow, nein nicht der Wodka, sondern der Erbauer der Alexander-Newski-Kathedrale. Die Kirche untersteht dem russischen Patriarchen in Moskau.

Sofia - Sophienkirche

Sophienkirche

Die Namensgeberin der Stadt ist eine der ältesten Kirchen in Europa und die zweitälteste der Stadt. Der Ursprung geht bis in das 311 n. Chr. zurück. Der heutige Bau erfolgte in 6. Jahrhundert auf Befehl des römischen Kaisers Justinian. Wie alle Kirchen war die Sophienkirche während der Osmanen herrschaft eine Moschee, allerdings fielen die eigens errichteten Minarette einem Erdbeben zu Opfer. Highlight ist das unterirdische Museum. Unter der Kirche liegt ein Friedhof, auf dem die Reichen und Schönen vor 1000 Jahren begraben wurden. Die 20-minütige Führung zeigt die Totenstadt für Gruppen bis max. 8 Personen.

Sofia - Alexander Newski Kathedrale

Alexander-Newski-Kathedrale

Benannt nach dem Nationalheiligen und Namenspatron von Zar Aleander II. wurde die Kathedrale errichten, um an die 200.00 russischen Soldaten zu gedenken, die im osmanischen Krieg zur Befreiung Bulgariens gefallen sind. Gebaut 1904-1912, ist sie der Sitz des bulgarischen Patriarchen. Ich kam mitten in der Nacht in Sofia an und war um 06.30 Uhr in der Kirche. Die Stimmung ist mystisch und das Licht sensationell beim Betrachten der riesigen Kuppel. Der gigantische Raum ist voller Mosaike und Schnitzereien. Ein wahrhaftes Erlebnis. Wichtig: In Bulgarien existieren keine Eintrittgelder für Kirchen, auch hier wollte mir jemand ein Ticket andrehen.

Sofia - Kulturpalast

Nationaler Palast der Kultur (NDK)

Der Kulturpalast meint das Thema Kultur wirklich ernst. Die Multifunktionshalle beherbergt neben Museen, Veranstaltungs-, Opern- und Ballettsälen auch Ausstellungshallen, Seminar-, Konzert – und Konferenzräume. 2005 als besten Kulturzentrum der Welt ausgezeichnet, wurde der Bau schon 1985, zum 1300-jährigen Bestehen Bulgariens, abgeschlossen. Vorausplanend hatten die Bauherren das Gebäude noch tiefer ausheben lassen als die vorgesehenen 3 Tiefgeschosse, falls es mal die Metro bis hierhin schaffen sollte. Und tatsächlich wurde 2012 die Metro Station eröffnet.

mehr Highlights in Sofia

  • Boulevard „Vitosha“
  • Bistro „Little Things“
  • Stadtteil „Tsar Shishman“
  • Happy Bar & Grill Rakovski
  • Zentralmarkthalle Sofia
  • Frauenmarkt – Zhenski Pazar
  • Socialist Art Museum
  • National Museum of Anthropology
  • Nationales Museum der Militärgeschichte
  • St. Nicholas the Wonderworker Church

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