Guantanamo

Guantanamo, eher bekannt aus den Nachrichten durch den Marines Stützpunkt und dem berüchtigtem Folter Gefängnis der Amerikaner, hat deutlich mehr zu bieten als diese Schlagzeilen.
Die Stadt ist schachbrettförmig angelegt was die Orientierung stark vereinfacht.
Es ist sehr sauber und die Gebäude sind nicht so zerfallen wie in Havanna.

Sehenswertes in Guantanamo

Guantanamo Naval Base

Wer die Hoffnung hat den Amerikaner mal in Guantanamo auf den Teller zu schauen, kann das gleich vergessen. Kuba hat die Basis hermetisch abgeriegelt und einen 2-3 km Sperrstreifen um die Gegend gezogen. Alle Straßen in die Militärzone enden an Kontrollposten, die den Weg verwehren. Außerhalb ist alles mit Stacheldraht eingezäunt. Da die Basis versteckt hinter Bergen liegt gibt es leider keine Möglichkeit einen Blick zu erhaschen.

Wohnen

Casas gibt es hier genügend wenn man eine der Hauptstraßen abfährt.
Wir wohnten im roten Haus an der Sol del Prado / Aguilera. Die Damen im Haus waren sehr lustig und das Zimmer mit Schminktisch ausgestattet.
Die Ausstattung insgesamt erinnerte mehr an neureiche Russen, mit Porzellan Hunden in Originalgröße und weißen Ledersofas. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren wir in einem Bordell ohne Notiz davon zu nehmen. Der „große Bruder“ bewachte auch für 2 CUC über Nacht das Auto vor der Tür.

Essen

„Don Pizza“ ist alles andere als gut, die Pizza ist mit Käse überzogen und die Krabben haben jeden Geschmack nach Meer verloren. Thunfisch geht gerade noch so. Lange Wartezeit bei mäßigem Geschmack. Preiswert aber nicht empfehlenswert.

Besonderheiten

In den Abendstunden findet im Parque Marti die große Zusammenkunft statt. Ganz Guantanamo lässt sich hier in bester Abendgarderobe sehen und feiert miteinander. Kinder laufen über den Platz und spielen ohne Streit und Geschrei. Die Erwachsenen genießen den Abend oder surfen im Internet. Junge Männer versuchen Frauen anzusprechen und zu beeindrucken. Schöne Atmosphäre! Wir saßen mittendrin und genossen das sehr gute Internet.