Saranda – Badeort der Albaner

Albanien gehört zu den ärmsten Wirtschaftsregionen in Europa. Wenn Albaner Urlaub machen, dann im eigenen Land. Die bevorzugte Stadt dafür ist Saranda, hier treffen sich die Wohlhabenden zum Sommerurlaub. Touristisch voll erschlossen, ist die Innenstadt wie in jeder anderen Metropole am Meer, Cafés und überteuerte Restaurants. Zum Glück setzt hier schon die Geoarbitrage ein, sodass teuer hier für uns nicht so schmerzhaft ist. Gerichte um die 7 – 9 Euro sind für Westeuropäer zu verkraften.

In seiner Nähe zu Korfu sind auch Griechen gern gesehene Gäste. Die Fähre benötigt schlappe 110 Minuten für die Überfahrt und schon genießt Du italienisches Flair. Neben vielen historisches Stätten sind die Strände wesentlich besser als auf der griechischen Insel. Mehr Sand, weniger Stein.

Von Korfu nach Saranda

Fährhafen von Saranda

Der schnellste Weg nach Saranda ist die Fähre von der griechischen Insel Korfu. Mit nur 18 EUR ist das Ticket günstig und schon hat Du die Landenge zwischen den beiden Ländern hinter Dir. Da die meisten Reisenden Albaner sind, ist die Abfertigung auf der albanischen Seite blitzschnell erledigt. Der Fährterminal steht unweit der Uferpromenade. Mach Dich nur die ersten Meter auf die üblichen Nepper, Schlepper und Bauernfänger gefasst.

Hostels und Hotels in Saranda

Empfehlungen lesen oder alle bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

Hotel Qurku

Sehr zufrieden war ich mit dem Hotel Qurku. Es befindet sich oberhalb der Promenade, in der Nähe der Synagoge. Der Standort ist die perfekte Mischung aus: „schnell zur Promenade und gut außerhalb der Touristen.“ Das beste war die Gastgeberin, da sie kein englisch sprach, rief sie kurzehand ihren Sohn an. Als wir den auf englisch fragten, ob es dann einen Wäscheservice gebe und was der kostet, war die Antwort:“ Kein Problem, gebt die Wäsche meiner Mutter, die wäscht eure Klamotten, ist im Zimmerpreis enthalten!“ Das Gesicht der Mutter sagte was anderes!!! Buchen könnt ihr bei Agoda oder Booking.com

Sehenswürdigkeiten in und um Saranda

Restaurant Summer

Gleich bei der Ankunft am Fährhafen, fragten wir in einer netten Autovermietung nach den Preisen und zusätzlich nach einer Restaurantempfehlung. Das Summer Time ist ein typischer Touristenspot. Mitten auf der Uferpromenade mit Blick auf den Hafen, ist das Essen hier trotzdem gut und günstig. Das liegt aber am allgemeinen Preisgefälle in Albanien. Zum Ankommen aber eine gute Wahl.

Gremo

Wer Süsses mag, ist in der Patisserie Gremo richtig. Hier arbeitet die ganze Familie für das leibliche Wohl der Kunden. Wir verirrten uns aufgrund unserer Hotelnähe dorthin. Nach dem ersten 2 Teilchen, kamen wir noch am selben Abend wieder und kauften für knapp 5 Euro den halben Laden. Umfasstbar günstig und lecker. Jedenmal bediente uns ein anderes Familienmitglied. Bei der großen Auswahl unsicher, durften wir immer wieder kosten. Bei einem längeren Aufenthalt wäre dieser Laden meiner Figur abträglich, sooo lecker.

Bunker in der Innenstadt

Albanien gilt als das Land der tausend Bunker. Mit dem Gedanken als Erwartungshaltung wurde ich bitter enttäuscht. Es stehen ein paar alte Bunker im Gelände rum, aber nicht in diesem Ausmaß wie ich es im Grenzgebiet Albanien zum Kosovo erlebte hatte. Wer einen solchen Bunker inspizieren möchte kann dazu in das Museum in der Hauptstadt Tirana gehen.

Blue Eye

Etwas außerhalb von Saranda und mehr im Landesinneren befindet sich das Naturschauspiel des „Blue Eyes“. Am besten und bequemsten ist die Anfahrt mit dem Auto. Bei dem Blue Eye handelt es sich um eine unterirdisch sprudelnde Quelle, die in einen Fluss übergeht. Das Wasser ist durch Mineralien in einem strahlenden blau gefärbt, das sich auch auf den Fluss ausbreitet und meilenweit zu sehen ist. Das faszinierende sind die ebenfalls blau gefärbten Schmetterlinge die überall um Dich herum flattern. Um den Touristen und Reisebusse zu entgehen, bietet sich der frühe Morgen zum Besuch an. Achtung: An der Zufahrtstrasse wird Eintritt fällig. Leider weiß ich nicht mehr wieviel, waren aber Peanuts.

Lori Beach

Unterhalb von Saranda befindet sich das Naturgebiet um Ksamil. Hier gibt es die weißen Sandstrände hinter denen die meisten Urlauber her sind. Leider ist der Bereich russisch okkupiert. Der erste Strand ist der Lori Beach, an dem sich auch das dazugehörige Strandcafe mit guten Wifi befindet. Bevorzugt von russischen Familien, ist der Strand relativ voll und laut. Liegen und Schirme stehen kostenfrei zur Verfügung. Alle paar Stunden kommt ein motivierter Mitarbeiter an den Strand und harkt den angespülten Seetang weg. Wirklich nice.

The Last Bay

Je weiter Du der Uferzone nach Süden folgst um so leerer und verlassener wird der Strand. Und mit verlassen ist nicht das angenehme leere und romantische, sondern eher das zerstörte und aufgegebene „Verlassen“ gemeint. Viele leere Resorts mit verwitterten Stühlen und kaputten Bootsstegen liegen auf dem südlichen Weg, sogenannte Lost Places. Fast am Ende findet sich die Last Bay Bar, eine kleine Bucht an der sich kaum jemand verirrt. Nette Betreiber, leerer Strand, kühle Getränke.

Busbahnhof in den Norden (Tirana)

Sieht nicht danach aus, aber der Ticketschalter für die Überlandbusse nach Norden befindet sich hinter der alten Synagoge. Die Busse, manchmal als solche nicht zu erkennen, stehen quasi vor der Tür. Einfach eine viertel Stunde vor Abfahrt einen der Fahrer fragen, die wissen alle Bescheid und bringen Dich zum richtigen Gefährt. Manchmal auf nur ein MiniVan.