Santiago de Cuba

Die Hauptstadt der Einbahnstraßen ist ebenso quirlig wie Havanna.
Wer sich verfährt kann stundenlang geradeaus fahren bis wieder eine Avenida kommt die in seine Richtung führt. Großstädter sind hier gerne am Verzweifeln. Ansonsten finden sich die üblichen Schlepper wie in jeder großen Stadt in Kuba.
Die Architektur ist beeindruckend und deutlich mehr intakt als die der Hauptstadt, welche Santiago de Cuba bis 1607 war.

Sehenswertes in Santiago de Cuba

Playa Siboney
Der Hausstrand von Santiago ungefähr 14 Kilometer von der Innenstadt entfernt.
Playa Siboney ist allerdings ein Steinstrand und mit ziemlich hartnäckigen Schleppern besetzt. Wer nicht alle 10 Minuten noch Kokosnuss, Mojito, Massage oder Bier angesprochen werden will, sollte ihn meiden.

Parque Cespedes

In Santiago de Cuba spielt sich das Leben rund um den Plaza Cespedes ab. Hier befindet sich das Grande Hotel und hier gibt es für uns digitale Nomaden auch Internet. Wer in oder um die Stadt eine Tour buchen möchte ist bei Cuba Tours gleich um die Ecke willkommen. Allerdings treiben sich hier auch alle Schlepper und Taxifahrer rum. Der Platz ist außerdem bei körperlich eingeschränkten Bettlern sehr beliebt.

Barcadi Museum

Vorsicht mit dem Namen, Barcadi ist der Stifter des Museums, das hat nichts mit dem Inhalt zu tun (Den findet man im Museo del la Ron). Der Inhalt dieses Hauses spiegelt das normale Leben der Kubaner zu Zeiten Morres Bacardis wieder. Hier befindet sich auch die einzige ägyptische Mumie in Kuba. Geöffnet ist es in der Zeit von 09.00 – 17.00 Uhr. Eintritt 2 CUC.

Rum Museum

Viel mehr gehaltvoller Barcadi findet sich im Museo del la Ron. Hier gibt es neben einer kleinen Kostprobe des im Hafen gebrauten Santiago de Cuba Ron die Geschichte von Havanna Club und viele Exponate der Flaschen zu sehen.
Maschinen zu Herstellung und Destillation werden erklärt und die Abläufe dargestellt. Natürlich, wie in Kuba üblich, alles auf Spanisch.

Destilierie „Santiago de Cuba“

Die Destillerie liegt direkt im Hafengelände, allerdings lohnt sich der Besuch nur wenn man ein Foto von außen machen möchte. Direkt am Haupteingang findet man den üblichen Fabrikverkauf für Touristen mit dem Versprechen des besten Preises. Allerdings haben wir keinen Unterschied festgestellt.

Cuba Car

Da der Mieter für die regelmäßige Wartung seines Leihfahrzeuges zuständig ist, mussten wir im Zeitraum von 9500 km – 10500 km eine Wartung bei einer Cuba Car Station durchführen lassen. Alles andere hat Strafen zu Folge. Die Mietstation im Grande Hotel ist bemüht und spricht englisch.

Moncada Kaserne

Am 26. Juli dem großen Nationalfeiertag fing alles an. Fidel Castro und 116 Gefolgsleute stürmten einen Tag nach dem Karneval die Moncada Kaserne um Waffen für die Revolution zu erbeuten.
Allerdings ging alles schief. Der Anschlag wird nur als Erfolg verkauft.
Die drei Teams wurden schnell aufgeklärt und bekämpft, 35 Revolutionäre starben. Ein Teil wurde sofort verhaftet und hingerichtet. Fidel Castro und seine Gruppe wurden ein paar Tage später ebenfalls verhaftet. Mit der Hinrichtung tat man sich aber schwer, da die ersten Hinrichtungen schwere Verstimmungen in der Bevölkerung ausgelöst hatten und die Machthaber darauf Rücksicht nahmen. Fidel nutzte den Prozess um sich bekannt zu machen. Zu sehen sind Fotos toter Rebellen und Ausrüstungsgegenstände der Armee.
Die Kaserne ist jetzt eine Grundschule, nur der kleinste Teil ist für Touristen geöffnet.

Wohnen

Wohnen kann man in Santiago de Cuba sehr gut bei Tanto.
Das Casa Particulares ist allerdings schwer zu finden. Am besten man bewegt sich zum Parque Cespedes und fragt dann im fünf Sterne Hotel Casa Granda.
Die Adresse ist Ave. San Carlos No.262, an der Ecke San Pedro y Santo Tomas.
Oder wenn Ihr aus dem Hotel kommt, Treppe runter immer geradeaus. Links befindet sich Cuba Tours, rechts die Kathedrale. (Ich behaupte, entgegen der Visitenkarte, das Casa ist laut Google Maps: General Lacret / Rafael P. Salcedo.
Es sind vom Hotel ca. 6 Minuten zu Fuß entgegen der Einbahnstraße.

Essen

Casa Dachterrasse
Essen im Casa geht gar nicht. Der Familie von Tanto gehört auf dem Dach nebenan ein nobles Restaurant welches er gerne empfiehlt. Aber, lieber nicht! Zum ersten war nichts von der Karte da, zum zweiten waren die Nudeln die serviert wurden für den unverschämten Preis von 8 CUC total zerkocht. Am Abend darf man sich dann auch noch von den Moskitos pisacken lassen. Alternativen hab ich leider nicht, selber schauen und bei mir kommentieren.

Taberna Bucanero Mojito

Eine interessante Wirtschaft ist auch die Taberna Bucanero. Hier gibt es den witzigsten Barkeeper in Cuba und allerlei lustige Gestalten. Am Abend kommen dann noch die Schlepper und Prostituierten hinzu. Alles in allem eine bunte Mischung, da hört man alles um sein Geld loszuwerden, vom Kindergeburtstag über Zahnspange bis kranke Eltern.