Erstellt 03.2020 – Last Update 04.2026
Kathmandu liegt in einer Talsohle des Himalaya, 1300 Meter über dem Meeresspiegel. Es ist schon merkwürdig, mit einem Flugzeug durch Wolken zu fliegen und beim Durchstoßen der Wolkendecke gleich den Boden erkennen zu können, weil die Bergkette um die Hauptstadt 3000–5000 Meter hoch ist. Der Anflug war, auch durch die Art der Wolkenbildung, einer der spektakulärsten meiner Reisen bisher.
Die Stadt an sich ist nicht besonders groß und gut zu Fuß zu erkunden. Ich persönlich bin die 4 Kilometer vom Flughafen zum Hotel gelaufen, nachdem mich nach indischer Manier ein Taxifahrer die ganze Zeit verfolgt und zugetextet hat. Der erste zeigte mir den Weg zum ATM und sagte, mein Hotel wäre extrem schlecht gelegen, obwohl es auf meinem Google Maps inmitten meiner eingezeichneten Sehenswürdigkeiten stand. Das fand ich erstmal ziemlich dreist. Der Zweite, der hinzukam, sagte dann im Vertrauen, der Andere wollte nur sein Hotel in einem anderen Viertel verkaufen. Er fährt mich aber für 900 NPR direkt in mein Hotel. 900 NPR = 7 EUR für 4 Kilometer Taxifahrt in einem Land, das 821 EUR Jahresdurchschnittsverdienst hat? Also wollte ich ein Taxi außerhalb des Flughafens suchen, was immer eine gute Idee ist. Daraus wurde dann ein Fußmarsch mit perfektem Lunch und SIM-Karten-Kauf. Kein Thema mit meinem 7 KG Gepäck.
Informationen über Visum, Einreisebedingungen, Steckdosen, Geld abheben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung Nepal
Ankunft in Kathmandu
Kathmandu – Anreise mit dem Flugzeug
Während die Reisen aus Europa nicht nur teuer, sondern auch beschwerlich sind, habe ich für unter 100 EUR einen Direktflug aus Bangkok ergattert. Billig Airline fliegen immer nur in ihrem Kontinent. Da Nepal noch zu Asien gehört, bringen Dich Thai Lion und Air Asia in etwas mehr als 3 Stunden sicher nach Kathmandu. Versuche mit Gepäck unter 7 kg zu reisen, dann entfällt für Dich nicht nur ein großer Kostenblock beim Ticket, sondern auch stundenlanges Anstehen am Gepäckband, was wohl in Kathmandu Standard sein soll.
Vom Flughafen Kathmandu (KTM) in die Stadt
Die schnellste und auch bequemste Art ist das Taxi. Lass Dich nicht anquatschen und abzocken, ich persönlich halte Taxifahrer in jedem Land für legale Betrüger. Der durchschnittliche Preis sollte bei 300 NPR liegen. Lass Dir auch nichts von außerhalb oder Berufsverkehr erzählen, das ist alles nicht Dein Problem.
Bequem durch die Stadt kommst Du mit der App TOOTLE! Mehr dazu unter Besonderheiten weiter unten.
OYO 297 Hotel Aayam
Das Hotel ist schwer zu finden und Taxen dürfen nicht in die engen Seitenstraßen. Also vorher aussteigen und stumpf dem Google Maps folgen, das funktioniert super. Das Personal im OYO 297 ist megafreundlich. Nachdem die Handtücher vergessen wurden, brachte mir der Concierge diese sofort aufs Zimmer und erkundigte sich dabei nach meinem Frühstückswunsch. Da ich nur einen Tee wollte, brachte er auch den 10 Minuten später persönlich in den dritten Stock auf mein Zimmer. Wichtig zu wissen: Das Warmwasser kann schon mal 6 Minuten dauern. Also einfach laufen lassen. Mehr Informationen bei Agoda.
Newa Home
Das Newa Home ist deutlich näher am Backpacker-Viertel Thamel gelegen. Die Preise und die Touristendichte sind hier deutlich höher als im OYO weiter südlich. Von hier aus ist es ein Katzensprung bis zum Affentempel (Swayambunath). Leider war der Service zwar nett, aber etwas enttäuschend. Erst bekam ich, trotz Buchung, ein Zimmer ohne eigenes Bad, dann gab es im Hotel keinen Kaffee. Wer auf der Dachterrasse einen trinken will, muss den im Kiosk selber kaufen und hochtragen. Bedauerlicherweise nicht ganz so schön wie auf den Bildern bei Agoda.
OYO 168 Divine Guest House
Gleich an der Ringstraße gelegen, kommst Du vom Hotel wirklich schnell in das Backpacker Viertel. Die Zimmer sind sauber, wenn auch sehr verstaubt und haben Fenster. Ein Umstand, den ich in Nepal zu schätzen gelernt habe. Ohne Fenster setzt sich nämlich der Wasserdampf aus der Dusche im Zimmer ab und es schimmelt ganz furchtbar. Bei meinen 7 Hotels, die ich nicht alle hier aufliste, war das öfter der Fall. Es gibt warmes Wasser und Frühstück auf der Dachterrasse. Leider war das Internet katastrophal. Eindrücke gibts bei Agoda.
Monkey Tempel Homestay
Beim zweiten Aufenthalt war ich Gast bei einer nepalesischen Familie – eine tolle Erfahrung. Mein Gastvater war Bergführer und Tourguide und nahm uns gleich unter seine Fittiche. Unser Zimmer war auf der obersten Etage mit Bad und großer Terrasse. Das Internet war superschnell, was ich nach meinem letzten Aufenthalt in Kathmandu sehr begrüße. Leider ist das Homestay etwas außerhalb, was den täglichen Fußmarsch in die Stadt verlangt, wenn Du Sehenswürdigkeiten einplanst oder shoppen willst. Wir kamen gerade aus Tibet und wollten nur chillen. Gute Restaurants und Coffeeshops sind fußläufig. Mehr Bilder bei Agoda,
SRK Service-Apartments
Nahe der City das beste Apartment von vielleicht 12 Versuchen, ein gutes Hotel zu finden. 10 Minuten Fußweg nach Thamel und doch ruhig und außerhalb der Touristen-Bubble. Die Zimmer sind inklusive Miniküche und großem Bad. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit megafreundlichen und vor allem serviceorientierten Angestellten. Neben dem Monkey-Homestay meine beste Erfahrung in der Stadt. Mehr bei Trip.com und Agoda.
Sehenswürdigkeiten in Kathmandu
Thamel
Avocado Café
Das Avocado Café ist ein beliebtes Restaurant, das sich ganz der Vielseitigkeit der Avocado verschrieben hat. Gegründet 2017, befindet sich die ursprüngliche Filiale im Stadtteil Baluwatar. Mittlerweile gibt es eine zweite Filiale im belebten Touristenviertel Thamel, die seit 2020 besteht. Auf der Speisekarte finden sich avocado-inspirierte Gerichte wie Salate, Wraps und Desserts sowie kontinentale, italienische, asiatische und lokale Küche. Besonders geschätzt wird die Atmosphäre: üppiges Grün und ein offener Essbereich sorgen für eine entspannte, einladende Stimmung. Zudem gibt es freitagabends und an besonderen Tagen Live-Musik,
Chhaya Einkaufszentrum
Wer es eher westlicher mag, ist hier in der Chhaya Mall gut aufgehoben. Sehr empfehlenswert ist das Himalaya Java Coffee. Ansonsten sind die Rolltreppen das Highlight in diesem Haus. Die ersten (und wie ich glaube die Einzigen) in Kathmandu. Zur Eröffnung kamen unzählige Schaulustige aus der Provinz, um stundenlang mit den sagenumwobenen Rolltreppen zu fahren. Hier lassen sich die Leute noch mit sowas unterhalten. Ansonsten residieren hier die üblichen Verdächtigen, wie in jedem gehobenen Kaufhaus der westlichen Welt. LAANGweilig.
Pumpernickel Bakery
Direkt gegenüber der Mandala Street gibt es nach meiner Meinung das beste Frühstück in Kathmandu. Das Pumpernickel beherrscht neben Croissants, auch Zimtschnecken, Sandwiches und Bauernfrühstück. Guter Kaffee, schneller WLAN und die klassische freundliche nepalesische Bedienung. Mein Unverständnis trifft immer wieder auf diese Backpacker, die 3 Wochen die Welt erforschen und vor Ort Starbucks und westliche Cafés ausprobieren. Wer allerdings lange auf frische Backwaren verzichten musste, findet sich hier im Himmel wieder.
Sam’s Bar
Mitten in Thamel, im Obergeschoss gegenüber dem Hotel Mandap, findest Du Sams Bar. Sie gilt seit Jahrzehnten als legendäre Institution der Kathmander Nachtszene. Bereits seit den 1990er-Jahren geöffnet, hat die Bar über die Jahre unzählige Reisende, Trekker, Künstler und Einheimische kommen und gehen sehen. Charakteristisch sind die dunklen Holzinterieurs, das warme, gelbe Licht und die mit Botschaften von Reisenden aus aller Welt vollgekritzelten Wände. Serviert werden vor allem gut gezapfte, günstige Getränke – kaltes Everest- oder Gorkha-Bier sowie eine kurze, aber solide Cocktailkarte.
Himalayan Java Coffee – Mandala Street
Ein sehr gechilltes Arbeitsumfeld hat die Himalaya Java Café Kette. Exklusive in Kathmandu hat die Kette aktuell drei Filialen, die sehr unterschiedlich sind. Die beste Arbeitsatmosphäre hat die Filiale in der Mandala Street im Herzen von Thamel. Ein großer Tisch und viel Steckdosen machen, gepaart mit gutem Internet, es digitalen Nomaden leicht sich hier wohl zu fühlen. Die Filiale im Chhaya Einkaufszentrum ist deutlich gemütlicher und eher für ein Date oder Businessmeeting geeignet.
B.K.’s Place
Wer das B.K.’s Place nicht kennt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit daran vorbeigehen. Ohne Empfehlung hätte ich nicht da gegessen. Von außen ein wenig schäbig, aber die Portionen sind gut, die Palette sehr authentisch und der Geschmack bestens. P.S. Vermeide die Toilette.
Durbar Square
Garten der Träume
Der neoklassizistische Garten wurde in den 1920er-Jahren von Feldmarschall Kaiser Sher Shumsher Rana angelegt und war ursprünglich privaten Zwecken vorbehalten. Nach Jahren des Verfalls wurde die Anlage aufwendig restauriert und 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sechs elegante Pavillons, plätschernde Springbrunnen und gepflegte Blumenbeete prägen das Bild. Hohe Mauern schirmen den Garten vom Verkehrslärm ab und schaffen eine ruhige Atmosphäre, die stark mit dem geschäftigen Thamel-Viertel kontrastiert. Besucher können im schattigen Café entspannen, ein Buch lesen oder die Architektur bewundern.
Rani Pokhari (Königinnenteich)
Mitten im Herzen Kathmandus liegt der Rani Pokhari, ein künstlich angelegter Teich, den König Pratap Malla im Jahr 1670 erbauen ließ. Der Legende nach wollte er damit seine Königin trösten, die um den Tod ihres Sohnes trauerte. In der Mitte des Teichs steht ein kleiner Shiva-Tempel, der über eine Brücke erreichbar ist und traditionell nur einmal im Jahr, am Tag nach Tihar, für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Das Erdbeben von 2015 beschädigte den Tempel schwer, sodass er anschließend restauriert wurde – nicht ohne Kontroversen über den Einsatz moderner Materialien. Heute ist Rani Pokhari ein beliebter Ruhepunkt inmitten des Verkehrslärms,
Dharahara Tower
Der Dharahara-Turm, auch Bhimsen-Turm genannt, ist ein Wahrzeichen von Kathmandu. Der ursprüngliche Turm wurde 1832 im Mughal- und neoklassizistischen Stil errichtet und war 72 Meter hoch. Beim schweren Erdbeben im April 2015 stürzte der Großteil des Turms ein, wobei nur die Basis erhalten blieb. Nach fast neun Jahren Wiederaufbau wurde der neue Dharahara offiziell wiedereröffnet und verfügt nun über 22 Stockwerke. Die moderne Konstruktion bietet Aufzüge, ein Museum, unterirdische Parkplätze sowie eine Aussichtsplattform mit Panoramablick über das Kathmandu-Tal. Die Basis des Originalturms wurde als Mahnmal erhalten.
Snowman Coffee
Das Snowman Café ist eine echte Institution der Kathmander Café-Szene. 1965 vom heute 74-jährigen Ram Prasad Manandhar gegründet, war das Café in den 1960er- und 70er-Jahren ein zentraler Treffpunkt der Hippie-Ära.. Selbst berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit sollen hier verkehrt haben. Berühmt ist das Snowman vor allem für seine Kuchen: Neben der legendären Schokoladentorte gibt es auch Schoko-Bananen-Kuchen und Kaffeekuchen, alles täglich frisch gebacken. Bis zu 600 Tassen Kaffee und Tee schenkt das Café täglich aus. Die Atmosphäre ist bewusst nostalgisch und leicht verblichen – mit interessanter Wandkunst, gemütlich am Fenster sitzend beobachtet man das quirlige Treiben der Straße.
Freak Street
Direkt am Durbar Square liegt die alte verlassene Straße an der sich Travel Agencies und Souvenirläden aneinander reihen. Früher bekannt durch die Cannabis-Läden, sammelt sich hier die westlichen Touristen, um legal Drogen zu konsumieren. Diese Kultur wurde auf Druck der USA ausgemerzt und die Hippies nach Indien abgeschoben. Seitdem fristet die Freak Street ein eher bescheidenes Dasein einstigen Weltruhms.
Kumari Gar
Hier wohnt die Kindgöttin. Nach Newari Glauben wird nach Ausscheiden der alten Göttin ein Mädchen gesucht, das 32 Schönheitsideale aufweist und keine Emotionen in Stresssituationen zeigt. Dieses Mädchen gilt als Inkarnation der hinduistischen Göttin Durga und kann zu Segnungen besucht werden. Sobald das Mädchen blutet, durch einen Unfall oder spätestens mit der ersten Periode endet der Götterstatus und sie kehrt in das Haus ihrer Eltern zurück. Wer Glück hat, kann im Innenhof, an einem der Fenster, einen Blick auf die „lebende Göttin“ erhaschen, das fotografieren ist aber streng verboten.
Gaddi Baithak Palace
Ganz in Weiß und eine der Hauptattraktionen des Durbar Square ist der königliche Palast, der 1908 von Premierminister Chandra Shumsher in Auftrag gegeben wurde. Hier wurden seitdem die nepalesischen Könige gekrönt und hohe Würdenträger aus aller Welt empfangen. Seit 2007 ist Nepal keine Monarchie mehr und damit entfällt auch die Aufgabe des Palastes, der beim Erdbeben 2015 schwer zerstört wurde. Aufwändige Restaurierungsarbeiten lassen ihn aber seit 2018 wieder in altem Glanz erstrahlen.
Mahadev Parvati Temple
Der im Newar-Stil erbaute Tempel ist rechteckig und geht stark in die Breite. Das könnte an dem Fundament liegen, welches deutlich älter als der Tempel selbst ist. Gewidmet ist der Tempel der Göttin Durga und neun ihrer Erscheinungsformen. Ich war leider noch nicht im Inneren, um mir die verschiedenen Göttinnen anzuschauen. Im Moment umschließt den Tempel ein Maschendrahtzaun. Besonders schön und auch von außen zu sehen, ist das Götterpaar, das als weiß gestrichene Holzfiguren im oberen Fenster, das bunte Treiben auf der Straße beobachtet.
Taleju Bhawani Temple
Das mit Abstand höchste Gebäude auf dem Durbar Square ist der Taleju Tempel. Etwas abseits hinter er roten Mauer, die von zwei Steinfiguren bewacht wird, ist auch er für die breite Öffentlichkeit nicht zugänglich. Seine Pforten sollen sich wohl einmal jährlich öffnen, allerdings konnte mir niemand sagen, wann genau. Durch die Mauer und die vielen auf dem Durbar Square stehen den Tempel ist es fast unmöglich ein vernünftiges Bild von der Anlage zu bekommen. Mein Tipp, runter vom Platz und auf der Rückseite in ein kleines Café namens Taleju View. Nach ewigen Treppen kannst Du von der Dachterrasse einen fantastischen Blick über den Tempel genießen.
Ason Market
Der Asan Market, auch Asan Tole genannt, ist einer der ältesten und lebendigsten Marktplätze. Der sechseckige Platz liegt an der Kreuzung wichtiger Handelsrouten, die einst von Kathmandu über Tibet nach Indien führten, und ist bis heute ein zentraler Verkehrs- und Handelsknotenpunkt der Altstadt. Hier reihen sich enge Gassen voller Gewürzhändler, Textilläden, Gemüsestände und kleiner Garküchen aneinander – ein wahres Sinnesfeuerwerk aus Farben, Gerüchen und Geräuschen. Umgeben ist der Platz von historischen Tempeln, darunter der Annapurna-Tempel, der der Göttin des Überflusses gewidmet ist.
Rund um den Affentempel
KTM Skate Park
Der erste Skate Park in Nepal wurde vom Besitzer des Hamro Skate Stores aufgemacht, um die Kids in einer sicheren Umgebung das Skaten zu ermöglichen. Wer schon in den Straßen von Kathmandu unterwegs war, weiß wovon ich rede. Hier haben es schon Fußgänger schwer durchzukommen, vom Straßenbelag mal ganz zu schweigen.
Amideva Buddha Park
Im Gegensatz zum Tempelkomplex ist der Buddha Park auf der westlichen Seite des Tempelberges erst 2003 entstanden. Hier empfangen dich auch gleich drei Buddha Statuen. In der Mitte befindet sich der jetzige Buddha, der mit 20 Meter Höhe auch gleich der Größte in ganz Nepal ist. Links und rechts davon sitzen der zukünftige Buddha und Guru Rinpoche, ein buddhistischer Lehrer. Der Park ist nicht besonders groß, aber sehenswert. Von hier lässt es sich auch großartig zum Affentempel emporsteigen.
Swayambunath (Affentempel)
Die Tempelanlage etwas außerhalb der Innenstadt gehört zu den ältesten Tempelkomplexen der Welt. Der Aufstieg der 365 Stufen kann etwas länger dauern. Herzstück der Anlage ist die große Stupa mit den aufgemalten Augen, die über das Kathmandu Tal wacht. Hier ist das Café in einem der Nebengebäude zu empfehlen. Mein Highlight war der Pool, der von Mönchen gepflegt ausschließlich den Affen zur Verfügung steht. Die Zahl der Affen, weswegen der Tempel den touristischen Namen hat, hielt sich während meines Aufenthalts in Grenzen.
National Museum
Von außen eher als Kaserne anzusehen, öffnet sich das Museum nach der Kasse in einen wunderschönen Innenhof. Hier stehen mehrere sehr fotogene Gebäude für die sich die Fotolizenz, welche 100 NPR extra kostet, schon lohnt. Die Exponate sind sehr aufschlussreich, geben sie doch Einblick in den Alltag, die Tierwelt und die Religionen im Kathmandu Tal. Plane ruhig 2 Stunden für die verschiedenen Ausstellungen ein.
Military Museum
Anders als das National Museum war das Military Museum, was genau gegenüber ist, ein totaler Reinfall. Vor der Tür stehen ein paar englische Exponate aus lang vergangener Zeit. Geschütze, Panzerwagen, ein Flugzeug und ein Rolls Royce. Im Inneren wurde es noch langweiliger, es sei den du willst, in eine Galerie. Hier gibt es unzählige Gemälde vergangener Schlachten und Heldentaten, sowie eine riesige Sammlung von Porträts alter Generäle und Herrscher rund um das Himalaya-Tal. Die ausgestellten Handfeuerwaffen und Säbel erinnerten eher an einen Kellerfund, als eine kulturhistorisch aufbereitete Sammlung.
Pashupatinath-Tempel
Der Tempel am Ufer des heiligen Bagmati-Flusses zählt zu den bedeutendsten Hindu-Heiligtümern der Welt und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Er ist Shiva in seiner Form als Pashupati, dem „Herrn der Tiere“, gewidmet. Die genaue Gründungszeit ist unklar, doch der heutige Pagodenbau mit vergoldetem Dach stammt größtenteils aus dem 17. Jahrhundert. Nicht-Hindus dürfen den inneren Tempelbezirk nicht betreten, können die weitläufige Anlage aber von der gegenüberliegenden Flussseite aus beobachten. Besonders eindrücklich sind die Verbrennungsghats, an denen rund um die Uhr Kremationen stattfinden – ein unmittelbarer Einblick in den Hindu-Umgang mit Tod und Vergänglichkeit.
Bodnath Stupa
Größte buddhistische Stupa der Welt.
Die Bodnath Stupa (auch Boudhanath genannt) zählt zu den eindrucksvollsten spirituellen Wahrzeichen Kathmandus. Das gewaltige weiße Bauwerk mit seiner goldenen Spitze und den allgegenwärtigen Buddha-Augen, die in alle vier Himmelsrichtungen blicken, liegt im Osten der Stadt und bildet das Zentrum der tibetisch-buddhistischen Gemeinschaft Nepals.
Schon von Weitem sieht man die bunten Gebetsfahnen im Wind flattern, während unzählige Pilger und Mönche die Stupa im Uhrzeigersinn umrunden – ein Ritual, das als Kora bekannt ist. Wer selbst mitgehen möchte, sollte sich dieser Bewegungsrichtung anschließen, da sie religiöse Bedeutung hat. Rund um den Platz reihen sich Teehäuser, Restaurants mit Dachterrasse und kleine Läden mit Räucherstäbchen, Klangschalen und tibetischem Kunsthandwerk aneinander.
Besonders stimmungsvoll wird es am späten Nachmittag, wenn das goldene Licht die weiße Fassade der Stupa in warme Farben taucht und sich Mönche in roten Roben unter den Pilgern mischen. Nach dem verheerenden Erdbeben 2015 wurde die Stupa aufwendig restauriert und erstrahlt seitdem wieder in vollem Glanz.
Besonderheiten in Kathmandu
inDrive APP
inDrive ist eine internationale Mitfahr-App, die seit 2022 in Nepal aktiv ist und seit dem Start Dienste in Kathmandu anbot und sich rasch auf Pokhara und Bharatpur/Chitwan ausweitete. Offiziell in Nepal registriert wurde das Unternehmen 2024, mit Diensten in Kathmandu, Pokhara und Dharan. Die App ermöglicht neben klassischen Taxifahrten auch Motorrad-, Liefer- und Überlandfahrten. Ursprünglich bekannt für ihr provisionsfreies Modell und Preisverhandlung zwischen Fahrer und Fahrgast, verlangt inDrive inzwischen 10 Prozent Provision von den Fahrern pro Fahrt. Als Zahlungspartner fungiert IME, was sichere und unkomplizierte Bezahlvorgänge ermöglicht. 2025 eröffnete inDrive zudem ein eigenes Büro in Kathmandu zur Unterstützung der Fahrer-Community.
Hunde im Dunkeln
Straßenhunde sind in Kathmandu Alltag. An jeder Ecke sitzen, kauern oder schlafen die Tiere in aller Seelenruhe. Anders als in Deutschland gibt es hier keine übergroße Neugierde oder Interesse an Vorbeigehenden. Das änderst sich jedoch schlagartig sobald die Straßen leerer werden. Dann ist die Stadt in der Hand der Rudel. Diese Verteidigen ihr Revier gegen jeden Eindringling. Nicht besonders schön an jeder Einfahrt von wilden Hunden angeknurrt oder angebellt zu werden. so habe ich mir in Kathmandu angewöhnt nach 22.00 Uhr ein Taxi oder Motorrad zu rufen, um mich bis vor die Haustür fahren zu lassen.
Bedeutung der Wimpelfarben
Die klassischen Fotomotive in Nepal, Bhutan und Tibet sind die bunten Wimpel die an jeder Stupa oder jedem Straßenzug im Wind wehen. Dabei sind die Farben nicht zufällig gewählt sondern sie symbolisieren die fünf Elemente. So steht die Farbe blau für den Himmel, die Farbe grün für das Wasser, weiß für den Wind, Rot für das Feuer und gelb für die Erde.
mehr Highlights in Kathmandu
- Basantapur Tower *
- Dharahara Tower *
- Jamacho Gumba
- Ason Bazar
- Ranipokhari *
- Nepal Organic Coffee
- Maju Dega *
- Mahankaal Temple
- Natural Museum
- Ghanta Ghar
- Mandala Street
- Kamang Kudap Restaurant




























