Riga – Hauptstadt von Lettland

Riga ist nicht nur die Hauptstadt vom Lettland, sie ist mit 700.000 Einwohnern auch die größte aller Städte im Baltikum. Leider sind die Geburtenzahlen der Hansestadt seit Jahren rückläufig. So schrumpft die Stadt vom 900.000 Einwohnern 1990 auf die jetzige Größe. Die Gründung der Stadt ging während der Hansezeit auf deutsche Kaufleute zurück, die mit Riga einen der bedeutendsten Handelsplätze im Osten gründeten. So sprachen im Jahre 1867 auch 42,8 % der Bevölkerung deutsch.
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Rigas finden sich in der Altstadt und im Jugendstilviertel der Neustadt. Beides ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe.

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Anfahrt nach Riga

Riga verfügt, wie jede gute Hauptstadt, über einen internationalen Flughafen. Hauptnutzer ist die Airline AirBaltic. Diese fliegt von verschiedenen Orten in Deutschland die Stadt direkt an. Seit kurzem ist es dank RyanAir noch günstiger geworden der lettischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten.

Vom Flughafen nach Riga

Die günstigste Verbindung vom Flughafen in die Innenstadt von Riga ist mit dem Bus. Die Linie 22 fährt direkt am Ausgang. Tickets gibt es am Kiosk oder direkt beim Busfahrer. Die Tickets sind noch nicht entwertet und müssen im Bus gestempelt werden.

Hostels und Hotels in Riga

Leider kann ich persönlich keine Empfehlungen für die Stadt abgeben da ich nur mit 14 Stunden Aufenthalt hier war. also raus aus dem Bus und rein in den Bus. Deshalb hier die Links zu den beiden Portalen Agoda und Booking.com !

Sehenswürdigkeiten in Riga

Cat House (Kaķu māja)

Das Katzenhaus ist eine der Sehenswürdigkeiten in Riga. Die Geschichte hinter den Figuren auf dem Dachsims ist dazu noch lustig. Ein Kaufmann, dem die Aufnahme in die örtliche Gilde verweigert wurde, platzierte aus Protest die Katzen auf seinem Dach, die mit dem Hintern in Richtung der Gilde zeigten. Der Skandal in Riga war groß, aber der Kaufmann ließ von seinem demonstrativen Spott nicht ab, bis heute.

Geburtskathedrale

Die größte orthodoxe Kirche der baltischen Staaten wurde 1876 in Riga errichtet. Zu dieser Zeit gehörte Lettland schon zu Russland, so das Zar Alexander II. der Kirche 12 Glocken spendete. Da die Kirche ohne Glockenturm geplant wurde musste nachträglich Kuppeln für die Glocken gebaut werden. Als teuerstes Haus Rigas überstand die Kirche zwei Weltkriege , bis 1963 die Russen kamen und aus der Kirche ein Planetarium machten, als Haus des Wissens. Die Glocken wurden eingeschmolzen, das Kreuz abgesägt. Erst nach der Unabhängigkeit von Russland wurde die Kirche saniert und als Kathedrale wiedereingeweiht.

KGB Zentrale, Eck-Haus (Stura maja)

Die Zentrale des KGB in Lettland von den Einheimischen „The Corner House“ genannt ist ein unauffälliges Gebäude. Nichts deutet von außen auf seine  unmenschliche Geschichte hin. So bin ich auf der Suche nach dem Eckhaus auch mehrmals daran vorbei gelaufen. Das Innere hat es dann in sich. Neben Ausstellungstafeln und Objekten aus der Zeit sind die Verhörräume, die Zellen und die Hinrichtungskammer noch im Originalzustand. Auch die Aussenzellen für den Hofgang lassen sich besichtigen. Ziemlich krasser Scheixx. Für 10 EUR gibt es eine hervorragende Führung in englisch.

Lettische Nationaloper (Latvijas Nacionālā opera)

Das Oper war ursprünglich als deutsches Theater aufgebaut worden und befindet sich inmitten eines sehr schönen Parks der sich durch die Innenstadt zieht. Hier lässt es sich zur Mittagszeit gut chillen. Nicht weit von dem architektonisch beeindruckenden Bauwerk befinden sich noch die Laima Uhr und das Freiheitsdenkmal, an dem du dir die Wachablösung anschauen solltest.

Dom zu Riga (Rīgas Doms)

Heute als Gotteshaus der evangelischen-lutherischen Kirche genutzt, war seine Grundsteinlegung 1211 eigentlich der katholischen Kirche gewidmet. Die verschwand aber 1563, als sich der Großteil der lettischen Bürgerschaft dem lutherische Bekenntnis zu wandte. Die größte baltische Kirche ist durch die lange Bauzeiten und vielen Umbauten ein Stilmix der Epochen und wurde stark durch deutsche Handwerker geprägt, so kommt die Glocke aus Sachsen und die Orgel aus Ludwigsburg.

Alexander-Newski-Kirche

Ein schöner Blickfang ist die knallgelbe russisch-orthodoxe Kirche auf dem Weg zum „Eckhaus“. Benannt nach einen russischen Fürsten und Heerführer bauten die Russen in den besetzen Gebieten viele Kirchen mit diesem Namen, um der örtlichen Bevölkerung den orthodoxen Glauben näherzubringen. Der 1825 errichtete Rundbau aus Holz ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. 

Hochhaus der Akademie der Wissenschaften (Zinātņu akadēmijas augstceltne)

108 Meter thront dieses Gebäude, was ursprünglich den Bauern dienen sollte, über der Stadt Riga. Hier am Stadtrand sollten für die Bauern der russischen Enklave ein Kongresszentrum mit Hotel errichtet werden. Der Bau im Zuckerbäckerstil wurde 1958 auf Befehl Stalins erbaut und nach seinem Tod fertiggestellt. Sein Nachfolger Chruschtschow änderte den Plan und stiftete das Bauwerk, was gemeine Zungen als „Stalins Geburstagstorte“ bezeichnen, der Akademie der Wissenschaften. Der Bau hat große Ähnlichkeit mit dem Kulturpalast in Warschau und auch hier gibt es eine Aussichtsplattform die Du für 5,- EUR erkunden kannst.

Riga ist eine Stadt die den zweiten Weltkrieg sehr gut verkraftet hat. Die Altstadt ist praktisch unversehrt. Hier noch einige Sehenswürdigkeiten:

 

  • Busbahnhof (Rīgas Starptautiskā autoosta)
  • Central Market (Centraltirgus)
  • Petrikirche (Svētā Pētera baznīca)
  • Laima Clock
  • Fernsehturm (Rīgas radio un televīzijas tornis)
  • Freiheitsdenkmal (Brīvības piemineklis)
  • Deutsche Botschaft Riga