Banjul – Hauptstadt von Gambia

Banjul – die Hauptstadt von Gambia gleicht mehr einem Dorf, als allem anderen. An der Mündung des Gambia Flusses, auf einer Sandbank gelegen, ist dem Wachstum eine natürliche Grenze gesetzt, die es nicht überschreiten kann. Serekunda, die Ortschaft die vor den Toren der Hauptstadt wächst und gedeiht, ist deutlich bunter, quirliger und größer.

Da ich ständig Erfahrungen bezüglich Bettelei und Napping machen musste, ist jetzt mein favorisiertes Verkehrsmittel das Fahrrad. Mit ihm kommst Du super auf den gut ausgebauten Straßen am Atlantik entlang Richtung Süden. Schau Dir in Ruhe nachstehenden Punkte an. Für längere Touren und Märkte nimm Dir einen Taxifahrer für den ganzen Tag (4-5 Stunden) der begleitet Dich und hält Dir die Nepper vom Leib. 

Vom Flughafen Banjul (BJL) zum Hotel

Reisebus

Da ich diesmal pauschal gebucht hatte, entfiel die eigene Anfahrt zum Hotel komplett. Bei dem Angebot war der Transfer schon mit inbegriffen. Allerdings kostet Dich diese „Pauschal-Transfer-Nummer“ deutlich mehr Zeit. Erst wartest Du das alle Ihren riesigen Schrankkoffer von Gepäckband hieven, dann das alle den Bus finden und zu guter Letzt hast Du wahrscheinlich das Glück, das bei der Rundfahrt Dein Hotel das Letzte ist, was angefahren wird. Shit happens!

Taxi

Vom Flughafen in Dein Hotel geht bequem mit dem Taxi. Allerdings sind die Taxipreise Verhandlungssache. Rechne mit einer Pauschale von ca. 400 GMD pro 10 Kilometer. Damit liegst Du gut im Lot.

Hostels und Hotels in Banjul und Umgebung

Empfehlungen lesen oder alle bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

African Village

Das Hotel ist ein typisches Pauschalangebot für deutsche Touristen. Man ist hier unter sich und spricht deutsch. Das Personal ist bemüht, leider passen Preis und Qualität nicht überein. Durch die Abgeschiedenheit des Hotels sammeln sich alle Nepper und Schlepper vor der Tür, so dass jeder Ausflug mit einem Spießrutenlauf beginnt. Mein Fahrrad bekam ich über die Rezeption von einem Angestellten für 150 GMD den halben Tag. Wobei bei dem einen Rezeptionisten der halbe Tag 6 Stunden hatte, während der nächste mir sagte ein halber Tag hat 4 Stunden. Standards sind nicht für Afrika. Mehr Informationen bei Agoda.

Senegambia Hotel

Deutlich südlicher, in der Ortschaft Kololi liegt die Anlage vom Senegambia Hotel. Laut den Rezessionen im Internet hat die Anlage in den letzten Jahren stark nachgelassen. Bei Preise um die 5000 GMD, was fast 90 Euro sind, hab ich mir vor Ort auch besseres vorgestellt. Weder die Zimmer noch der Service oder die Gäste gefielen mir. Das ganze erinnerte stark an die guten alten Zeiten. Einziger Punkt das Hotel zu besuchen ist die täglich stattfindende Geierfütterung auf einer Wiese hinter dem Pool. Mehr Informationen wie immer auf Agoda.

Atlantic Hotel

Das erste Haus am Platze in der Hauptstadt von Gambia ist das Atlantic Hotel. Während mein Taxifahrer draußen bei seinen Kollegen bleiben musste, konnte ich aufgrund meiner Hautfarbe, ungestört durch das Hotel schlendern, ohne angesprochen zu werden. Das Personal des Atlantic ist sichtlich bemüht, wobei auch hier der Unterschied von 4 Sterne und 105 USD pro Nacht und der Service, was Qualität der Ausstattung und Ambiente anging, deutlich Lücken aufwiesen. Bei allen Servicedienstleistungen in Gambia fiel mir generell auf, das hier gerne „deutsche Preise“ genommen werden, der Anspruch der Dienstleistung aber deutlich hinter dem Gewohnten zurückfällt. Ein kleines Beispiel wäre der Preis von 96 USD für ein Zimmer im Hilton in Podgorica (Montenegro), welches als 5 Sterne Hotel in keinster Weise mit dem Atlantic vergleichbar ist. Bilder und mehr Impressionen (vom Atlantic, nicht vom Hilton) auf Booking.com und  Agoda.

Ngala Lodge

Mein klarer Favorit wenn es um Service und Ausstattung geht, ist die Ngala Lodge in Fajara. Das alte Kolonialhaus mit seinem weiträumigen Gelände ist liebevoll mit Skulpturen und und anderen Kunstgegenständen ausgestattet. Kleine Sitzpavillons und Gartenhäuser laden sowohl im Garten, als auch an der Küste zum Cocktail ein. Hier war ich gerne zum Arbeiten in einer der Sitzecken, die flächendeckend mit gutem Internet und Steckdosen ausgestattet sind. Durch die Anschaffung einer teuren Siebträgermaschine ist auch ein Latte Macchiato keine Herausforderung. Besonders erwähnenswert ist noch die handgemachte Ginger Limonade. Das Preis – Leistungsverhältnis fand ich hier am besten, den Service auch. Einblicke  bei Agoda oder Booking.com.

Sehenswürdigkeiten in und um Banjul

Arch 22

Banjul als Hauptstadt liegt auf einer Insel, so das es nur eine Straße, den Independence Drive in die Stadt gibt. Der Ortseingang wird vom Triumphbogen,  dem Arch 22 überspannt. In Erinnerung an die  friedlichen Revolution vom 22. Juli 1994 ließ die Regierung dieses Gebäude erreichten und weihte es 2 Jahre später am 22. Juli 1996 zum 2. Gedenktag der Revolution ein.

Der Bogen ist begehbar und wird von einer Familie, die auf den Treppenstufen sitzt, verwaltet. Eintrittskosten sind 100 GMD. Der Eingang befindet sich auf der linken  Seite stadteinwärts und führt mehrere Etagen in die Höhe. Die obersten Etage endet in einem Museumsraum der über die Vergangenheit, den Niedergang, die Auferstehung und die Gegenwart und Zukunft von Gambia berichtet. Von hier aus geht es noch eine Treppe höher, auf beiden Seiten, auf die Balkone die einen guten Überblick über die Hauptstadt ermöglichen. Das Dorf rechts der Hauptstraße ist die komplette Hauptstadt Banjul. Beim Rausgehen aus dem Triumphbogen nimm den selben Weg, den Du auch rein gekommen bist. Auf der gegenüberliegenden Seite riecht der Aufgang ziemlich muffig und hat auch keine Beleuchtung. Diese Treppen führen auf der rechten Seite des Bogens bis an die Ausgangstür, die allerdings verschlossen ist. Also kannst Du dann die komplette Strecke bei Affenhitze und hoher Luftfeuchtigkeit im dunkeln nochmal zurücklegen. Viel Spaß.

Albert Market

Der große Wochenmarkt in der Mitte von Banjul, ist benannt nach dem Gatten der Königin von England, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Hier gibt es alles zu kaufen was Westafrika zu bieten hat. Neben Erdnüssen, Fussballschuhen und Fisch gibt es allerdings nichts was mein Herz begehrte.

National Assembly (Nationalversammlung)

Da Demokratie eher eine neue Erfahrung für Gambia ist, wurde die Nationalversammlung 2014cin ein neues Gebäude verlegt. Das new National Assembly findet sich außerhalb der Stadt auf der rechten Seite vor dem Arch 22.

 

State House (Sitz des Präsidenten)

Das Regierungsgebäude in der Nähe des Atlantic Hotels dient dem Regierungschef als Amts- und Wohnsitz. Fotografieren ist auch hier (wie bei militärischen Einrichtungen) keine gute Idee. Die Frontseite ist zum Albert Markt ausgerichtet. das Gebäude wurde 1824 errichtet und ist eines der ersten Häuser in der Stadt. Vor dem Präsidenten diente es den Gouverneuren der englischen Kolonialmacht als Hauptquartier. 

Bakau

Cape Point

Kachikally – Streicheln der heiligen Krokodile

Das heilige Krokodilbecken von Kaschikally ist am Ende einer Straße in Bakau. Google Maps weist Dir den Weg relativ einfach dorthin. Allerdings würde ich als Frau oder schüchterne Person nicht alleine dorthin wandern. Der Weg führt mitten durch einsame, verkommene Straßen an denen Jugendliche sich zusammenrotten und weiße Touristen anstarren. Passiert ist nix, allerdings ist wohlfühlen anders.

Meine Empfehlung wäre die Anfahrt mit dem Taxi, damit entgeht man auch der Meute 10 jähriger die Dich nötigen wollen, ihnen einen Fußball im Dorfladen zu kaufen. Die Geschichte erzählten mir auch andere Reisende, so das ich davon ausgehe, das diese Ballgeschichte mit dem Laden abgesprochen ist.

Das Becken an sich ist heilig und berühmt ( es gibt noch 2 davon in Gambia) bei näherem hinsehen aber unspektakulär. Frauen die keine Kinder bekommen sollen im Becken baden oder die Krokodile berühren. Diese werden seit ihrer Geburt mit Fischen gefüttert und sind nicht an Fleisch gewöhnt. Das Berühren und Fotografieren mit Touristen ist für die Tiere Alltag. Eintritt in das Becken kostet 100 GMD.

Bakau Craft Market

Bei einer Reise auf den fernen Kontinent möchtest Du vielleicht den Lieben zu Hause ein schönes Geschenk mitbringen. Der Craft Market in Bakau machte für die Geschenkeliste einen guten Eindruck. Besonders beeindruckt hat mich, das die Verkäufer mich nicht bedrängt oder belagert haben. Angeboten werden Körbe und Schnitzereien mit klassischen afrikanischen Mustern.

Independence Station Bakau

Das Stadium in Bakau ist, anders als das Nationalstadium in Banjul, der „wirkliche“ Star. In den frühen 1980 Jahren von den Chinesen gebaut, fast das Stadium 40.000 Besucher und ist der Austragungsort von Spielen der Fussball Nationalmannschaft. Fussball ist wie überall in Afrika sehr populär und allgegenwärtig.

Fajara

Golfen in Gambia

Unweit der Ngala Lodge, die sich bei Agoda damit rühmt in „Golfplatznähe“ zu sein, findet sich tatsächlich so eine Anlage. Allerdings verging mir die Lust am Spiel ziemlich schnell bei iener Besichtigung. Gleich gegenüber dem Fajara Hotel findest Du den Eingang bzw. die Einfahrt zum Course. Hier lungern auch wieder die üblichen Gestalten in Form von Golf Caddys rum, die sich sofort in Scharen um dich versammeln, um Dir ihre Dienste anzubieten. Ich verzichtete wohlwollend und versicherte, dass ich nur auf die Driving Range gehen werde, um ein paar Bälle zu schlagen und dementsprechend keinen Balljungen brauche. Trotzdem kam eine übereifrige Nervensäge mit mir den Weg in die Einfahrt runter und erklärte mir, das es wichtig sei einen Caddy zu haben der mir alles zeigt. Seine Dienstleistung bestand dann darin, mich die nächsten drei Minuten vollzuquatschen und der Rezeption stolz zu verkünden, er komme mit einem neuen Kunden.

Der Rezeptionist versuchte mir dann eine Jahremitgkidschaft für 12.900 GMD zu verkaufen oder doch zumindest die Monatsmitgliedsschaft schmackhaft zu machen. Erst meine mehrmalige Versicherung, ich wolle nur heute, jetzt, ein paar Bälle schlagen, brachten ihn davon ab.

Kosten für mein Unterfangen, 300 GMD für die Driving Range und 500 GMD für die Bälle. Also könne ich (nach seiner Rechnung?) hier für 1000 GMD spielen.

Auf meine Frage, wie viele Bälle ich denn genau bekomme, kam auch die präzise Antwort: „eine Tüte voll“. Da ich mich davon nicht beeindrucken ließ, holte er auch sogleich eine kleine Plastiktüte voller Bälle und präsentierte mir Stolz die ungewaschenen und mit Schlamm und Gras versehenen „Driving Balls“.

Und da war es wieder, mein Problem mit dem Service. Ein nerviger Balljunge, der sich nicht abschütteln ließ und dreckige, alte Bälle zum Preis den ich in Europa auch bekomme. Von den Schlägern und dem Zustand der Anlage mal abgesehen. Das zu begutachten habe ich Abstand genommen, weil ich jetzt schon bedient war. Also, kein Golf in Afrika für mich.

Kololi

Senegambia Street

Da die Essensaufnahme durch die hygenischen Umstände im Land deutlich erschwert ist, sind vertrauenswürdige Restaurants selten. Diese findest Du in der Nähe von Touristen Hotspots. Die Senegambia Street ist durch die Nähe zum berühmten Senegambia Hotel einer dieser Hotspots. Die 500 Meter lange Zufahrtsstraße ist voll von Bars, Restaurants und Wechselstuben. Leider auch von Animateuren die Dir einen Spaziergang durch die Straße zur Hölle machen.

Geierfütterung

Täglich um 11.30 Uhr beginnt das Spektakel auf der Wiese hinter dem Pool. Einfach die Senegambia Street bis zum Ende und dann an der Security vorbei. ich war schon eine halbe Stunde eher dort und setzte mich in die Beach Bar, um noch einen Cocktail zu trinken. Als sich nach 30 Minuten kein Servicepersonal sehen ließ, bin ich gegangen. Die Fütterung startet sehr pünktlich, ruhig 10 Minuten eher vor Ort sein um den Anflug der Vögel zu beobachten. Die wissen ganz genau wann es Essen gibt. 

Nach einer kurzen Einleitung zu Geiern und welche Farbe welches Geschlecht symbolisiert, werden die Hühnerstücke wild durch die Luft geworfen und ein wildes Gezanke um die wertvolle Beute beginnt. Das Ganze dauert ca. 10 Minuten, danach gehen die Vögel zu der angelegten Tränke um sich zu erfrischen. Alles zusammen dauert bis 12.00 Uhr. Wer natürlich länger belieben will, kann noch mit den verbleibenden Vögeln eine Fotosession veranstalten. Übrigens, der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Bijilo

Monkey Park

Direkt nach der Geierfütterung geht es weiter in den Bijilo Forest, einer Eco Farm mit Affen und allerlei Getier. Der Eintrittspreis liegt bei 150 GMD. Und auch hier drängen sich wieder diverse Spezialisten auf, die Dir den Park zeigen wollen. Ich habe leider aus zeitlichen Gründen keine Führung durch den Park gemacht, da hier 2-3 Stunden locker eingeplant werden sollten. Gespräche mit anderen Reisenden haben aber ergeben, das der Guide (mit ca. 500 GMD) mehr als überflüssig war. Die Affen sollen sehr zahm und zutraulich sein, so das ein Fütterung aus der Hand gute Urlaubsfotos zulässt. Die Tiere sind nicht mit den agressiven Artgnossen zu vergleichen, wie Du sie in Asien antriffst.

Serekunda

Brikama