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Podgorica – Hauptstadt von Montenegro

Podgorica ist die kleine Hauptstadt eines kleinen Landes. Wer Städtetrips mag, ist in der montenegrinischen Hauptstadt für 1-2 Tage beschäftigt. Länger sollte der Fußmarsch zu den naheliegenden Sehenswürdigkeiten nicht dauern. Da Montenegro landschaftlich wunderschön ist, wäre ein längerer Aufenthalt hier auch nur Zeitverschwendung. Die Stadt an sich ist größtenteils mit Alt-Neubauten zugepflastert und hat den Charme kommunistischer Satellitenstädte. Die Menschen sind hier, wie eigentlich überall in Osteuropa, zurückhalten und sehr hilfsbereit.

Highlights, die ich gerne wiederholen würde, waren der Sonnenuntergang auf der Rooftop Terrasse vom Hilton Hotel und einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen am Niagara Wasserfall in der Nähe des Flughafens. Allerdings ist der Wasserfall nur mit dem Auto erreichbar, also Taxi oder Leihwagen Richtung Flughafen mit Zwischenstopp.

Vom Flughafen nach Podgorica

Der Flughafen von Podgorica ist eine Zumutung. Vergleichbar mit deutschen Flughäfen von Hannover oder Bonn ist er als Hauptstadtflughafen unter aller Sau. Da wir über Albanien eingereist sind kann ich zur Ankunft nichts sagen. Bei Abflug gaben wir aber unser Auto direkt am Flughafen ab und verbrachten noch 5 Stunden zwischen zwei Zeitschriften Kiosken und einem kleinen überteuerten und völlig überfüllten Cafe ohne WLan.

Offiziell gibt es keinen Nahverkehr vom Flughafen nach Podgorica, allerdings fährt ein Sammelbus in die Stadt (manchmal) und in der Nähe des Flughafens gibt es eine Bahnstation die ebenfalls nach Podgorica fährt. Meine Empfehlung wäre gleich am Flughafen ein Leihwagen, das die Landschaft außerhalb der Stadt ein Traum ist. Und die schönen Dinge wie der Niagara Wasserfall mit tollem Cafe nur per Auto erreichbar sind.

Hostels und Hotels in Podgorica

Unser Hotel in Podgorica hatten wir ganz klassisch „auf dem Weg“ gefunden. Die eigentliche Idee war eine andere, doch dann fiel uns das kleine Schild mit dem Hotelschriftzug auf und wir blieben da einfach. Leider nicht auf Portalen gelistet. Deshalb keine konkrete Empfehlungen diesmal. Sorry! Hier alle Unterkünfte bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

Sehenswürdigkeiten in Podgorica

Podgorica - Platz der Republik

Republikplatz (Trg Republike)

Der zentrale Platz der Stadt kommt leider sehr Schmucklos daher. Einzig der riesige Holzstuhl an einer Ecke des Platzes lädt zum Fotografieren lustiger Bilder ein. Hier ist aber der beste Platz um zu übernachten, da Du von hier aus sehr gut an alle Ecke der Stadt kommst.

Podgorica - Auferstehungskathedrale

Auferstehungskathedrale 

(Hram Hristovog vaskrsenja)

Während Kirchen fast immer alt sind, ist die Auferstehungskathedrale ein neues Gebäude. Erbaut zwischen 1993 und 2013, ist sie die größte Kirche in Montenegro. Wie in den russisch-orthodoxen Kirchen ist auch die serbische-orthodoxe Kirche im Inneren voller Gold und Prunk. Ein Blick hinein ist überaus lohnend, auf einem Wandgemälde siehst Du Karl Marx, Friedrich Engels und den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Tito in der Hölle schmoren.

Podgorica - Old Town

Old Town

Die moderne Architektur wie sie den Ostblock nach dem zweiten Weltkrieg prägte, machte auch in Podgorica nicht halt. Einzig Old Town wurde davon verschont. Hier finden sich im älteste Teil der Stadt die Architektur des osmanischen Reiches wider, in dessen Grenzen sich Podgorica bis Ende des 19. Jahrhundert befand. Enge Gassen, zwei Moscheen und der bekannten Uhrenturm dominieren das Bild.

Podgorica - Millennium Brücke

Millennium-Brücke

Die 7 Millionen Euro teure Brücke wurde am Nationalfeiertag der Republik, am 13. Juli 2005 offiziell eingeweiht und gehört als Zeichen der Verbundenheit und des Aufschwungs zum nationalen Kulturgut. Die 57 Pylonen, die mit Schrägseilen und Gegengewichten befestigt wurden, stellen wohl eine architektonische Leistung dar. Ich war nicht beeindruckt.

Podgorica - Hilton Hotel

Hilton Rooftop Bar

Die beste Rooftop Bar in Podgorica ist auf dem Dach des Hilton Hotels. Der Blick über die Stadt auf die ferne Bergsilhouette ist unglaublich. Der Service ist einem Hilton angemessen, sehr hilfsbereites Personal und sehr gut gemixte Cocktails. Leider waren wir gerade während einer Umbauphase da, sodass nicht alle Spirituosen vorrätig waren. Mein Moskow Mule scheiterte an nicht vorhandenen Spicy Ginger, was selbst der Kellner bei einer telefonischen Expedition durch das Hotel nicht auffinden konnte. Die Alternative war aber auch lecker.

Podgorica - Fernsehturm

Toranj na Dajbabskoj Gori (Fernsehturm)

Der 55 Meter hohe Fernsehturm gehört zu den bekanntestes Sehenswürdigkeiten rund um Podgorica. Nicht schön, aber wenigstens interessant. Er dient offiziell den Rundfunk- und Fernsehanstalten als Sendeturm für die Hauptstadt. Eröffnung dieses Schmuckstückes war im Oktober 2011 nach 3 Jahren Bauzeit. Im Inneren befindet sich ein Café, was natürlich bei unserem Besuch geschlossen hatte.

Podgorica - Wasserfall

Niagara Falls (Водопад Ниагара)

Klein und imposant, so lässt sich der Wasserfall nahe dem Hauptstadtflughafen TGD am besten beschreiben. Die Anreise ist leider nicht so luxuriös. Eine mehr oder weniger gut geteerte Straße führt nach ewigen kreisen durch ein Industriegebiet, mehrere Kilometer durchs Niemandsland. Da hilft nur Taxi oder Mietwagen, Laufen ist keine Option. Direkt am Wasserfall ist ein kleines Cafe in dem Du deinen Urlaub gut beginnen oder ausklingen lassen kannst. Oddr du kleterst ein wenoig auf den Gesteinsformationen hinter denm Wasserfall, eine sehr erfrischende Tätigkeit.

Podgorica - Dajbabe Monastery

Dajbabe Monastery

Ebenso Abseits wie der Wasserfall ist auch das Bergkloster Dajbabe. Hier wohnt(e) lange Jahre ein Einsiedler, der sich eine Kapelle in Form eines Kreuzes  in den Felsen gehauen hat. Die einzelnen Räume in der Höhle sind klein und muffig. Dafür wird das Kloster aber sehr häufig besucht und viel Anwohner bedanken für die getätigten Wunder. Der hier lebende „Hauswart“ erzählte uns, das er aus Dankbarkeit an diesem Ort wohnt, weil hier sein Krebs im Endstadium, durch die positiven Gedanken geheilt wurde. P.S. Der ursprüngliche Einsiedler ist übrigenns immer noch in seiner Bergkapelle anzutreffen, einfach mal den Sarg aufklappen, da liegt er noch drin. Normalerweise wird der Sarg bei Ankunft von Touristen geschlossen, um diese nicht zu verschrecken.