Deutsche Botschaft China
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
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Beijing, 100600.
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Tibet ist trotz seiner Unabhängigkeitsbestrebungen eine Provinz der Volksrepublik China und untersteht damit der Zentralregierung in Peking. Zuständig, für alle Angelegenheiten deutscher Staatsbürger ist, expliziert, die Botschaft in Peking, nicht das Generalkonsulat in Chengdu.
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Reisevorbereitung Tibet
Tibet – schon der Name klingt nach Weite, Spiritualität und unendlichen Höhen. Wer dieses Land besucht, reist nicht nur in eine atemberaubende Landschaft, sondern auch in eine Geschichte, die eng mit der Politik und Kultur Chinas verwoben ist. Jahrhunderte lang war Tibet ein unabhängiges Königreich, geprägt vom Buddhismus und den mächtigen Klöstern, die das Leben der Menschen bestimmten. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts steht Tibet jedoch unter chinesischer Kontrolle – eine Realität, die bis heute spürbar ist und die Identität des Landes stark prägt.
Für mich war es faszinierend, wie sehr sich die tibetische Kultur trotz aller Einflüsse behauptet hat. Überall trifft man auf Gebetsfahnen, auf Mönche in roten Gewändern und auf Pilger, die ihre Runden um Klöster und heilige Stätten ziehen. Besonders beeindruckend ist Lhasa, die Hauptstadt Tibets. Hier erhebt sich majestätisch der Potala-Palast, einst Winterresidenz des Dalai Lama. Allein der Anblick dieses gigantischen Bauwerks, das wie eine Festung über der Stadt thront, lässt einen ehrfürchtig innehalten.
Ein weiteres Highlight ist der Jokhang-Tempel, das spirituelle Herz Tibets. Wenn man dort zwischen den Pilgern steht, die Kerzen anzünden und Mantras murmeln, spürt man sofort die tiefe Religiosität des Ortes.
Abseits der Städte bietet Tibet eine Natur, die ihresgleichen sucht. Der Yamdrok-See etwa, mit seinem türkisfarbenen Wasser, wirkt wie ein Gemälde, und die Aussicht auf den Mount Everest von der Nordseite ist schlicht überwältigend.
Tibet ist für mich ein Ort voller Gegensätze: zwischen uralter Spiritualität und politischer Realität, zwischen unendlicher Ruhe und spürbarer Spannung. Wer sich darauf einlässt, entdeckt ein Land, das nicht nur wegen seiner Höhe den Atem raubt – sondern auch wegen seiner Geschichte, Kultur und Menschen.
Aktuelle Uhrzeit
Statistische Daten
Hauptstadt: Lhasa
Sprache: Chinesisch 92 %
Fläche: 1.228.000 km²
Einwohner: 2.810.000
Einwohner pro qm: 2,36
Durchschnittsverdienst / Jahr: 7.303 EUR
Lebenshaltungskosten Index: 68,04
Visabestimmungen für Tibet
Individualreisen nach Tibet sind nicht möglich. Deutsche Staatsbürger müssen eine geführte Tour (mindestens mit Fahrer und Guide) über eine autorisierte Agentur buchen. Dein Reisepass sollte für die Reise mindestens noch 6 Monate gültig sein.
Als Erstes brauchst Du ein Visum für den Aufenthalt in China. Diese Pflicht ist im Moment bis Ende 2026 ausgesetzt und wie es aussieht, wird das auch noch länger so bleiben, dass deutsche Staatsbürger bis zu 30 Tagen visafrei nach China einreisen können.
Für die Hauptstadt Lhasa brauchst Du das sogenannte Tibet Travel Permit, das Du über eine autorisierte Reiseagentur vor Ort beantragen musst. Die Reiseagentur ist dann auch für Dich verantwortlich und haftet bei Verfehlungen Deinerseits.
Außerhalb der Hauptstadt wird dann noch das Aliens’ Travel Permit benötigt, um bspw. das Everest Base Camp oder umliegende Dörfer zu besuchen. Auch hier regelt das wieder Deine Reiseagentur.
Für noch speziellere Touren in den Grenzgebieten benötigst Du dann noch ein Military Permit, welches selbstverständlich auch die Reiseagentur besorgt. DU kannst in China gar nichts beantragen. Ohne Agentur, keine Reise.
Optimale Reisezeit
Die optimale Zeit für eine Reise nach Tibet ist von April bis Oktober. In diesen Monaten herrschen vergleichsweise milde Temperaturen, wenig Niederschlag und gute Sichtverhältnisse für die eindrucksvollen Landschaften.
- Frühling (April–Mai): Angenehm kühl (5-15 Grad), klare Sicht auf die Berge, noch wenige Touristen.
- Sommer (Juni–August): Hauptsaison, warm, aber Regenzeit mit Schauern am Nachmittag. Ideal für Hochgebirgswanderungen, da die Vegetation besonders grün ist.
- Herbst (September–Oktober): Sehr beliebt: trocken, sonnig und klare Sicht – perfekt für Fotografie und Trekking.
- Winter (November–März): Kalt, besonders in den Höhenlagen, aber weniger Besucher. Sehenswürdigkeiten wie Lhasa und Umgebung sind dennoch gut zugänglich.
Währung in Tibet (China)
In der Volksrepublik China, so auch in Tibet, gilt der Renminbi Yuan (RMB) als offizielles Zahlungsmittel. (Das gilt nicht für die Sonderwirtschaftszonen, Macau und Hongkong haben eigene Währungen). Da die Chinesen große Teile der amerikanischen Staatsverschuldung aufgekauft haben, sind sie in der Lage Währungsschwankungen des Dollars gut zu kompensieren. So bleibt der RMB die letzten Jahre sehr stabil. Abkürzungen sind RMB oder auch CNY, so wie umgangssprachlich Yuan. Der tagesaktuelle Kurs steht bei Aktueller Wechselkurs kann nicht abgerufen werden. oder umgekehrt Aktueller Wechselkurs kann nicht abgerufen werden..
Mobiles Internet
Das Internet und China sind nicht so richtig Freunde. Innerhalb des Landes geht es rasend schnell, wer raus will, muss durch ein Bottleneck der Filter, das ist mehr eine Geduldsprobe. In China operieren drei große Provider: China Mobile, China Unicom und China Telecom. Für Ausländer sind die Regeln für SIM-Karten von Region zu Region unterschiedlich. In Shenzhen waren SIM-Karten bei China Mobile kein Thema, in Nanning nur mit Sozialversicherungsnummer. Da hilft nur ausprobiert und fragen.
Datentarife sind um die 188 RMB für 5 GB zu haben inklusive 700 Minuten Telefonvolumen, allerdings ändern sich die Anmeldebedingungen ständig und das gerade für Touristen oder Ausländer. Hier auf dem aktuellsten Stand zu bleiben, ist unmöglich. WLAN in Hotels und Cafés ist auch eher schwierig, da der Code nur auf chinesische Nummern gesendet wird. Damit schließt sich der Kreis der Probleme. Keine SIM Card, kein WLAN. Meine Lösung bisher ist eine eSIM von Airalo.
eSIM China Unicom
3 Tage / 1 GB / 4,00 EUR
7 Tage / 5 GB / 13,00 EUR
15 Tage / 5 GB / 14,50 EUR
30 Tage / 10 GB / 23,50 EUR
Strom, Kabel und Verteiler
China hat, wie auch zu erwarten war, verschiedene Steckertypen und nur einer (der Flachstecker) passt für die deutschen Geräte. Die beiden anderen Dosen sind Zweier und Dreier mit flachen Kontakten. Steckertypen sind A, I und C. Hier sollte unbedingt der Reiseadapter mal zur Wirkung kommen. Wer noch keinen hat, darf sich hier gerne einen Reiseadapter kostenpflichtig bestellen. Den halte ich allerdings für den besten.
Sprache und Verständigung
Wer immer wissen wollte, wie sich Analphabeten fühlen, kann dieses Experiment in China Wirklichkeit werden lassen. Die Überzahl der Chinesen spricht kein Englisch und auch die Beschriftungen öffentlicher Straßen, Plätze, Bahnhöfe wird nicht vorgenommen. Wenn Du ein Geschäft suchst, dann geh rein und schau Dich um. Von außen ist das für mich nicht erkennbar. Außer die großen Globalplayer, deren Brands man schon von weitem erkennt, hast Du keine Chance Dich zu orientieren. Löbliche Ausnahme davon ist Peking, durch die olympischen Sommerspiele 2008 wurden lateinische Straßenschilder auf den größten Plätzen montiert. Solltest Du dringend Rat brauchen, geh in ein internationales Hotel, da wird Dir geholfen. Anbei die wichtigsten Floskeln und Wörter in Mandarin, um wenigstens die Höflichkeit zu wahren.
Nationale Feiertage 2025
Januar, 28., – Februar, 04. Neujahrsfest
April, 04. – April, 06. – Quingming Fest
Mai, 01. – Mai, 05. – Tag der Arbeit
Mai, 31. – Juni, 02. – Drachenbootfest
Oktober, 01. – Oktober, 08, Nationalfeiertag + Mondfest
November, 21., Mulid En-Nabi (Geburtstag des Propheten),



