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Barcelona ist faszinierend, die zweitgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt der Provinz Katalonien ist neben Berlin der europäische Hotspot für Städtereisen. Der berühmteste Sohn der Stadt ist Antoni Gaudi, dem Barcelona einen Großteil seiner Architektur und Berühmtheit verdankt. Zu nennen wären da der Parc Güell und die Sagrada Familia, die nach 132 Jahren Bauzeit immer noch nicht fertig ist.

Mit 1,6 Millionen Einwohnern nicht besonders groß, gliedert sich Barcelona in 10 Verwaltungsdistrikte und 73 Stadtviertel. Die interessantesten Viertel sind:

  • Raval – Rotlicht und reges Nachtleben
  • Barceloneta – alternatives Viertel am Meer
  • Born – Kneipen in engen Gassen
  • Barri Gotic – eines der älteren Viertel
  • Eixample – die meisten Bauwerke Gaudis

Zum Glück wurde mir Anna vorgestellt, die fest in Barcelona lebt und mir in zwei Tagen insider Tipps für die Stadt gab. (Anna, wenn Du das liest, HERZLICHEN DANK dafür). So blieben mir einige unangenehme Erfahrungen erspart. Und ich weiß jetzt wie die Metro funktioniert.

Mehr zu Reisevorbereitung wie Visum, Geld und Steckdosen findest Du unter dem Beitrag Spanien.

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Anfahrt nach Barcelona

Barcelona – Vom Flughafen in die Stadt

Die schlechte Nachricht wer in eine so moderne Stadt wie Barcelona reist, es gibt kein UBER!

Die Gute, der Flughafen ist sowohl mit der U-Bahn als auch mit dem Busnetz verbunden. Die Linie 46 fährt direkt vor dem Ankunftsterminal ab und endet am Placa Espana, mitten in der Stadt. Zum Preis kann ich leider nicht sagen, da ich schwarz gefahren bin.

Cash ist nicht mehr Trumpf. Im Zuge der Corona Hysterie wurde der Fahrkartenverkauf durch den Busfahrer eingestellt. Stattdessen wird vom Fahrgast, der gerade aus einem anderen Land kommt verlangt, sich ohne spanischen Datentarif im Bus eine App runterzuladen, sich anzumelden und mit seiner Kreditkarte zu bezahlen. Da bin ich ja mal gespannt wie viele das unfallfrei hinbekommen. Mir ist das jedenfalls nicht gelungen. Beim Anmelden meines Nahverkehrsaccounts teilte mir die App mit, das meine E-Mail Adresse zu lang ist. Na dann eben nicht!

Fortbewegung in der Stadt

Barcelona ist perfekt mit dem Fahhrad zu erkunden. An jeder Ecke kannst du die roten Fahrradständer sehen an denen Fahrräder ausgeliehen werden können. Leider nicht für Dich! Die roten Räder sind den Lokals vorbehalten und werden mit einer Member Karte aktiviert.

Für Besucher der Stadt gibt es aber eine Alternative. MoBike. Ein die App „Movi by MoBike“ runterladen, die Kreditkarte hinterlegen und mit mindestens 5 EUR aufladen und los gehts. Fahrräder findest du an den Straßenecken an speziellen Fahrradparkplätzen.

Meine Empfehlung: Buche dir die Monatsflatrate für 30 Tage, dann sind bei jeder Fahrt die ersten 120 Minuten kostenfrei, danach kannst Du einfach das Rad wechseln.

Hostels und Hotels in Barcelona

Empfehlungen lesen oder alle bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

Hostal Girona

Das Hotel liegt ziemlich zentral in einem wunderschönen alten Haus. Achte beim buchen auf die E-Mail, da versteckt sich der Türcode den Du brauchst um in das Haus zu kommen. Die Rezeptionistin ist nicht immer vor Ort und so kannst du auch mal eine halbe Stunde vor der Tür warten. Ansonsten sind die Zimmer sehr schön, vor allem die alten Fliesen und Mosaike machen das Hotel gemütlich. Leider wollte das Hotel bei meiner Verlängerung fast den doppelten Preis, da war es an der Zeit umzusiedeln. Hier erste Eindrücke vom Booking.com und Agoda.

Hostal Felipe 2

Mein nächstes Hotel war nur 500 Meter stadteinwärts. Das Felipe 2 befindet sich ebenfalls in einen sehr altem Haus mit nostalgischem Fahrstuhl. Leider wurden hier die tollen Bodenfliesen aus praktischen Gründen mit Laminat überdeckt. Das Einzelzimmer mit Bad für 20 EUR die Nacht macht das aber wieder wett. Das Felipe 2 war strategisch besser gelegen, da hier der Supermarkt und die Wäscherei keine 100 Meter entfernt waren. 

Hier erste Eindrücke vom Booking.com und Agoda.

Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Sagrada Familia

Älter als der Flughafen BER ist diese 132 Jahre alte Baustelle die 2026 fertiggestellt werden soll. 100 Jahre nach dem Tod ihres Architekten Antonio Gaudi, sollen alle 18 Türme der Kathedrale errichtet sein. Bisher stehen 8. Der Hauptturm an dem gerade gebaut wird, ist dann mit 170 Metern das höchste Gebäude in Barcelona. Wer aktuell in die Sagrada Familia möchte, kann das ( Corona sei Dank) ohne 2 Stunden anzustehen. Ansonsten geht der schnelle Einlass mit dem Internetticket. Preis 25 EUR. Mein Tipp: Kostenlos kommst Du sonntags während der Messe in die Kathedrale (Aktuell wegen Corona leider nicht).

Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

Der Klinikkomplex welcher ab 1902 erbaut wurde, ist heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Auf dem Gelände stehen 12 verschieden Gebäude, die jedes einer eigenen Fachrichtung zugeordnet wurden. Ganz nach dem Motto „die Natur heilt am besten“ wurde ein wunderschöner Park angelegt und die Gebäude mit riesigen Fensterfronten ausgestattet sowie innen mit grünen Kacheln und Blütenmosaiken verziert. Alle Gebäude sind durch ein Labyrinth von Gängen unterirdisch miteinander verbunden, das besichtigt werden kann. Achtung bei den Öffnungszeiten, hier wird zeitig geschlossen. An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei.

Encants de Barcelona

Ich liebe Flohmärkte. Eigentlich sollte der Encants eines meiner Highlights werden. Dank Corona ist aber der Zutritt zum Markt stark reglementiert und mit bis zu zweistündigen Warteschlangen verbunden. Darauf hatte ich wirklich keinen Bock. Der Markt wird von Insidern als so schillernd wie in Marrakesch beschrieben, da eine Menge Verkäufer aus Nordafrika kommen und sich dieses Flair erhalten haben. Auf jeden Fall auf meiner ToDo Liste für den nächsten Barcelona Besuch.

Torre Agbar

Der „Pimmel“, wie er scherzhaft von den Katalanen genannt wird, heißt aktuell Torre Glories nach dem gleichnamigen Platz an dem er steht. Als Bürogebäude konzipiert, wurde er 2015 von den Wasserbetrieben Grupo Agbar (Agua Barcelona) an die Hyatt Hotelkette verkauft, die daraus auch eins machen wollten. Bisher (2020) ist aber keine Umsetzung zu sehen. Der Turm der tagsüber der durch verschiedene Lacke unterschiedlich im Licht reflektiert, wird in der Nacht durch verschiedene LEDs angeleuchtet und ist ein beliebter Treffpunkt, um davor auf dem Rasen zu sitzen.

Skate Park Mar Bella

Ganz ohne Eintritt, aber nicht minder interessant ist der Skate Park am oberen Strandabschnitt bei Mar Bella. Hier tobt am Wochenende das Leben. Während die Älteren unter uns auf der Wiese sitzen und picknicken, übt die Jugend die waghalsigsten Stunts mit dem Board oder dem Roller. Hier könnte ich stundenlang zusehen.

Barceloneta Beach

Der Strand wurde für die olympischen Spiele in Barcelona 1992 extra aufgeschüttet und ist das sportliche Zentrum der Stadt. Hier tobt am Wochenende das Leben. Die Promenade ist perfekt gepflastert und lädt Skater und Blader ein darauf zu fahren. Offene „Trimm Dich“ Pfade sind am oberen Ende des Strandabschnittes (Platja de la Mar Bella) um Klimmzüge und Pull Ups zu lernen. Wenn Du es romantisch magst, hast du hier jeden Abend den perfekten Sonnenuntergang. Der ist zwar hinter dir (doof) aber die Färbung überträgt sich auf die Wolken über dem Meer.

L’estel ferit

Das Kunstwerk der deutschen Bildhauerin Rebecca Horn ist ein beliebter Treffpunkt am Strand von Barceloneta. Hier im Fischerviertel standen vor der Olympiade kleine Verkaufsbuden die kleinen Snacks an die Spaziergänger verkauften. Im Zuge der Aufschüttung und Flurbereinigung durch das Großereignis wurden die Institutionen vertrieben und durch moderne Strandrestaurants ersetzt. Zum Gedenken erschuf die Künstlerin diese gestapelten Buden am Strand des ältesten Viertels in Barcelona.

Marina

Gegenüber dem W Hotel, quasi am anderen Ende der Landspitze liegen die Luxusboote der Reichen und noch Reicheren. Und wie sollte es auch anders sein, geht auch auf dieser Seite der Landspitze die Sonne unter. Was liegt also näher, als an der Marina den Sonnenuntergang zu genießen und den einen oder anderen Blick auf die riesigen Yachten zu werfen.

The Cat by Botero

Fernando Botero, einer der bekanntesten Künstler Südamerikas hat natürlich auch in einer kulturell geprägten Stadt wie Barcelona seine Spuren hinterlassen. Nachdem ich in Hongkong vor dem Peninsula Hotel auf seine dicken Frauen aufmerksam wurde, verfolge ich seine „dicken“ Kunstwerke wo immer sie stehen.

Diesmal ist es die fette Katze im Stadtteil Raval die mich begeistert hat. Das Viertel, eher als Rotlichtviertel bekannt und mit Migranten durchsetzt, ist nicht der Ort an dem man Kunst von Weltruhm suchen würde. Die Katze steht auch ziemlich unspektakulär auf einen großen verfallenen Platz neben einem Spielplatz und glotzt den Besucher mit ihren großen Augen an.

Kathedrale von Barcelona

Lange Bauzeiten scheinen typisch für spanische Kirchen zu sein. Während an der Sagrada Familia immer noch gebaut wird, fing die Arbeiten an der Kathedrale bereits im Jahr 1298 an. Die offizielle Fertigstellung war 1448. Danach wurden Fassade und und Glockenturm hinzugefügt. Letzte Anbauten waren 1913 der mittlere Turm. Spannend ist der Fahrstuhl in der Kathedrale der dich auf das Dach befördert, von wo aus du eine fantastische Aussicht über die Dächer Barcelonas hast.

Kiss Wall

Das Wandbild von Joan Fontcubertas setzt sich aus 4500 Einzelbilder zusammen, die alltägliche Szenen von Einwohnern Barcelonas abbilden. Die wurden mit einer speziellen Technik auf Tonziegel gebrannt und zu einem Mosaik zusammengesetzt das den „Kuss der Freiheit“ zeigt. Das Kunstwerk steht in der Nähe der Basilika in einer kleinen Seitenstraße und wurde zum 300. Jahrestag Barcelonas 2014 gestiftet.

La Rambla

Die berühmteste Prachtstrasse von Barcelona zieht sich quer durch die Stadt vom Placa de Catalunya bis zum Christoph Columbus Denkmal am Yachthafen. Links und recht sder meile gibt es noch die Eine oder andere Sehenswürdigkeit, die oben auf der Karte angepinnt sind. Mehrere Kirchen und natürlich die Boqueria, der Zentralmarkt von Barcelona. Vermeide die Restaurants und Imbissbuden mit authentischer Katalonischer Küche. Hier ist alles auf Touristen ausgelegt und authentisch sind hier nur die Taschendiebe. Zu Zeiten von Corona sind die allerdings arbeitslos.

La Boqueria

Der Zentralmarkt, direkt an der Promenade La Rambla, ist einer der Feinkostmärkte in Barcelona. Leider komplett mit Touristen besetzt meiden die meisten Einheimischen den Markt mittlerweile was die Händler sauer aufstoßen lässt. Mein Highlight war ein Schinken, dessen Lieferant 4-5 Jahre lang nur mit Eicheln gefüttert wurde. Dafür verlangt der Händler dann auch 200 EUR / KG. Das musste ich kosten und kaufte einen Hauch von Schinken für 10 EUR den wir probierten. Schmeckte wie Schinken, meine Begleitung aus der 5 Sterne Hotelerie war aber begeistert. So unterschiedlich fein können Geschmacksknospen sein!

Casa Batllo

Das Haus, erbaut 1877, wurde ab dem Jahr 1904 von Gaudi komplett um- und ausgebaut. Das Innere ist zum größten Teil für Publikum geöffnet und kann für 9 EUR besichtigt werden. Der ehemalige Besitzer, die Familie Batllo ließ dem Architekten alle Freiheiten der kreativen Gestaltung, was sich in runden Formen, fantastischen Mosaiken und Fliesen sowie exquisiten Holzböden niederschlug. 

Jeden Samstag und Sonntag kann auf der Dachterrasse bei einem Drink und Livemusik, für 19 EUR, entspannt und genossen werden.

Xurros

Nachdem ich gelernt habe das ich Churros zu jeder Tages- und Nachtzeit essen kann, habe ich ds auch getestet. Dieses mit Zucker bestreute Gebäck genießt du am besten frisch. Im Xurros, einen frei stehenden Stand, werden die Stücke direkt vor deinen Augen gefertigt, geschnitten und frittiert. Frischer geht es kaum. Am besten mt einer Tasse heißer Schokolade genießen. Meine Begleitung riet mir ab meine Churros in den Touristenvierteln zu kaufen, hier werden die Churros auf Vorrat produziert und liegen teilweise stundenlang in de Sonne. Besser wie die Locals frisch am Stand verzehren.

Arc de Triomf

Der Arc de Triomf war das Haupteingangstor für die Weltausstellung in Barcelona von 1888. Hier lässt es sich entspannt links und rechts von der Promenade chillen. Viele Einheimische sitzen auch auf dem Rasen. Am Ende der Fußgängerzone kommt dann der Parc de la Ciutadella. Hier befand sich damals das Weltausstellungsgelände. Heute ist es ein weitläufiger Park der ebenfalls den Zoo von Barcelona beherbergt. Im Inneren des Parks findest du auch das Parlament von Katalonien.

Socksmarket.es

Wenn du auf abgefahrene Socken stehst bist du in dem Laden goldrichtig. Der kelien Laden in der Seitenstrasse hat in punkto Socken alles was das Herz begehrt. Von schrill bis witzig, edel bis albern hast du hier die Auswahl. Der Besitzer ist megafreundlich und für einen kleinen Rundgang und Plausch zu haben.

mehr Highlights in Barcelona

  • Casa Mila
  • Cable Car
  • Parc Güell
  • La Monumental
  • Fat Barbies
  • Bangkok Cafe
  • Hammock Juice Station
  • Almalibre Açaí Bar
  • Plaza de Espana
  • Placa de Catalunya
  • Xurreria Trebol