Pauschal nach Alanya

Da sich wieder mal viel Arbeit aufgetürmt hatte und die Kunden drängelten, habe ich mir eine Auszeit genommen und bin pauschal nach Alanya abgehauen. Hier wollte ich in Ruhe am Pool alle Projekte abarbeiten und den Tag effizient nutzen. Das funktionierte auch prima, da die dicken Pauschaltouristen erst um 10 Uhr aufstehen und dann, nach der Belegung der Liege mit dem Handtuch, zum Frühstücksbuffet rennen. Danach wurde es unangenehm und mir wurden, da ich mit Tablet und Laptop am Pool saß, unangenehme Fragen gestellt. Diese führten dann dazu, dass ich verständnislosen Friseurinnen meinen Lebensstil erklären musste. (So mit ständig reisen und arbeiten am Pool, dafür aber jeden Tag, ohne Urlaub und Wochenende). Das war für die Damen schon sehr befremdlich. So verbrachte ich nach den ersten Stunden am Pool meinen Arbeitstag in einem guten Café mit perfektem Arbeitsklima. Trotz alledem gibt es auch in einer Touristenhochburg wie Alanya ein paar Sehenswürdigkeiten die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Hostels und Hotels in Alanya

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Karat

Getestet habe ich während meiner Zeit in der Stadt zwei Hotels.
Zuerst das Karat links auf der Hauptstraße (von Antalya kommend). Hier habe ich eine Nacht verbracht. Der Besitzer ist super nett und bot mir mitten in der Nacht um 3 Uhr morgens gleich einen Schlafplatz für 25 EUR an. Das Hotel war mir leider zu dreckig und Internet gibt es nur in der Lobby. Da Reiseveranstalter ganze Häuser buchen, ist das Karat in russischer Hand. Das Personal spricht fließend türkisch und russisch.

Aslan

Mein eigentliches Hotel sollte das Aslan sein. Allerdings musste ich um 3 Uhr nachts bei meiner Ankunft den Chef erst wecken, der in einem der hinteren Räume schlief. Dieser teilte mir dann mit, das er sich erst „am Morgen“ um mein Zimmer kümmern würde, ich solle solange warten. Dann ging er wieder schlafen.

Ich nahm meine Sachen und zog in das benachbarte Hotel Karat. Am nächsten Morgen ging ich dann wieder ins Hotel Aslan und beschwerte mich bei der Reiseleitung des Veranstalters. Der Rezeptionistin war das furchtbar peinlich und sie entschuldigte sich für Ihren Chef. Ich ließ mir die 100 türkischen Lira für meine Übernachtung im Hotel Karat erstatten und blieb im Aslan.

Nun zum Aslan: Megazentral im Herzen von Alanya. Schöne Zimmer, sauber, modern eingerichtet. Der Pool ist gepflegt und das Internet ist schnell, wenn es funktioniert. Was es die halbe Woche nicht tat. In der Lobby, im Pool (sorry am Pool), im Restaurant und auf dem Zimmer. Ich hatte allerdings auch das Glück direkt über dem Restaurant zu wohnen, also genau über dem Router. Wichtiger Hinweis: Wenn ihr eine leichten Schlaf hab nehmt ein Zimmer mit Poolblick, die Hauptstraße ist wirklich zu jeder Tageszeit laut. Ansonsten gibt es für Alanya bei Booking.com noch eine riesige Auswahl besserer Hotels.

Das Restaurant NOMA, welches dazu gehört, ist hervorragend. Super Service, gutes Essen und ein super Ausblick auf das bunte Treiben der Straße. Hier kann man aber auch ohne Hotelbuchung essen gehen. Dafür muss es nicht das Aslan sein.

Sehenswürdigkeiten in Alanya

Markt in Alanya

Wer neben der Hotelkost noch Obst und Gemüse essen möchte, dem empfehle ich den Markt hinter dem Waikiki Kaufhaus. Immer freitags gibt es hier erntefrische Sorten vom Granatapfel über Nektarinen bis zu Pflaumen und Weintrauben. Alles was das Herz begehrt und direkt vom Bauern. Mehr Bio geht nicht.

FitnessCenter

Auf halben Weg vom Aslan zum Cafe Yemen Kahvesi befindet sich ein sehr gutes Fitnessstudio, wenn Du auch in Alanya jeden Tag mit Maschinen und Gewichten trainieren möchtest. Mir wurden pauschal 25 Lira pro Training abgeknöpft, aber ich glaube, da geht preislich noch was. Nur bei den Schuhen ist die Empfangsdame kompromisslos, kein Eintritt mit Straßenschuhen. Aber ich verzeihe ihr, schließlich ist sie das süßeste Mädchen in der ganzen Stadt!

Cafe Yemen Kahvesi

Auf dem Weg zum Kleopatra – Beach begegnet ihr diesem wirklich wundervollen Cafe. Auf den ersten Blick einem Starbucks zum Verwechseln ähnlich, aber mit deutlich mehr Qualitäten.
Zu einen gibt es hier Kleinigkeiten nach amerikanischem Stil. Sandwiches, Salate, Burger und Pommes, außerdem super leckere Kuchen und Kaffee- und Teespezialitäten soweit das Auge reicht. Das Wlan ist super (wenn nicht der beste in Alanya) und das Publikum jung und sehenswert. Genau das richtige Umfeld für einen digitalen Nomaden.

Roter Turm

Nach dem stressigen Cafe- / Arbeitsalltag noch schnell ein Abendausflug zum Leuchtturm mit Hafenrundgang und rotem Turm. Direkt unterhalb der Burg schützt der rote Turm das Hafenbecken und die Werft. Die Ziegel wurden nur aus Faulheit verwendet. Ab einer gewissen Höhe waren die riesigen Steinblöcke, die für den Bau verwendet wurde zu schwer zum hochstemmen. So wurde einfach mit Ziegeln weitergemacht. der gesamte Turm ist für 5 Lira begehbar. Allerdings sollte man schon größer als 1,60 Meter sein, die Stufen sind gewaltig. Und wer glaubt hoch war schwer, der darf sich auf den Rückweg freuen. ich hab Leute gesehen die rückwärts die Treppe runter sind wegen der Stufen.

Direkt unterhalb des Turmes ist noch ein geheimer Strand, für den man durch ein Stück Meer laufen muss. Von außen nicht so ersichtlich, allerdings vom Turm gut zu erkennen.

Leuchtturm von Alanya

Der Leuchtturm befindet sich am Ende der Hafenumsäumung. Am besten ihr fragt nach dem roten Turm, der ist wiederum unter der Burg ;-). Ihr könnt direkt bis an den Turm heran laufen. Allerdings ist die direkte Strecke, roter Turm – Leuchtturm nicht passierbar. Dort ist Sperrgebiet. Also vom roten Turm links umfassend, über das Cafe, am Sperrgebiet vorbei und schon seid ihr auf der Pier. Von hier aus habt ihr auch eine guten Blick auf die Piratenschiffe, mit denen ihr eine Sauftour vor der Küste machen könnt. Wem es gefällt?

Soft- / Airball

Direkt am Hafen auf der Hochstraße befindet sich das Poligon, hier kommen die Jungs voll auf ihre Kosten. Mit 6mm BB Kugel aus Plastik kann hier auf Stahl-Plates geschossen werden. Zur Auswahl stehen Nachbildungen vom Colt M16, der AK Kalaschnikow und dem HK G36 kurz. Für 5 türkische Lira bekommt man 30 Kugeln. Adresse: İskele Cd. No:74

Damlatas-Tropfstein-Höhle

Direkt neben der Seilbahn gibt es eine kleine Höhle die man besichtigen kann. Da es sonst nicht wirklich viel zu erforschen gibt war in natürlich mit von der Partie. Gleich morgens um 10 Uhr bin ich in die Höhle. das war auch gut so, da am Nachmittag die Flut der Urlauber über das Naturwunder hereinbricht. Eintritt waren 6 Lira. Die Höhle ist wirklich klein, also keine lange Wanderung erwarten. Im Inneren herrschen konstant Sommer wie Winter 22 Grad Celsius, mit einer Luftfeuchtigkeit von 98%. Das Klima ist perfekt für Menschen mit Atembeschwerden. Dauer ca. 20 Minuten.

Der „I love Alanya“ Schriftzug

Was es mir besonders angetan hat war der Schrift zu „I love Alanya“, den man von der Burg und vom Leuchtturm hervorragend sieht. So beschloss ich einen Tag dort raufzusteigen. Es gibt eine leichten und einen komplizierten Weg. Natürlich nahm ich den komplizierten Weg querfeldein. Der beste Ausgangspunkt ist das Cafe „Zencefil“. Eine wunderschöne Ausflugsplattform ohne Touristen und mit fantastischer Küche. Von da aus sind es noch 10 Minuten Straße bis zum endgültigen Ende. Hier befindet sich ein Rohbau mitten auf dem Hügel ohne Umzäunung, deshalb bin ich frech auf das Dach gestiegen und habe Fotos gemacht. Der Rückweg war entspannter, einfach der Schnellstraße in die Stadt folgen. Hätte ich das mal eher gewusst.

mehr Highlights in Alanya

Weitere Freizeitbeschäftigungen

  • Quad fahren – etwas außerhalb
  • Jeep Safari – gedrängt mit vielen Menschen auf der Ladefläche bei lauter Musik.
  • Schwimmen mit Delphinen im Freizeitpark – die leben allerdings in Gefangenschaft, weshalb kein Reiseveranstalter die Tour mehr anbietet. Ich habe deshalb auch verzichtet. Schlechtes Karma!
  • Ausflugsfahrt mit betrunkenen Russen auf einem der Piratenschiffe
  • Dim Tropfsteinhöhle
  • Dim River Picknickrestaurants – nettes Ausflugsziel, hier kann man beim Essen die Füße im Wasser baumeln lassen.

Eine längere Reise, ca. 2 Tage, geht nach Kappadokien. Eine Vulkanlandschaft deren Tuffstein von der Natur bearbeitet wurde. Absolut sehenswert, leider nicht in meinem Zeitbudget, kommt aber auf die Bucket List.