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Stettin als Grenzstadt ist nur einen Katzensprung von Berlin entfernt. Nach zwei Stunden Autofahrt stehst Du in der kleinen sympathischen Stadt.

Leider war mein Erstbesuch genau an Fronleichnam, was in einem streng katholischen Land dazu führte, dass alles geschlossen war. Die Straßen waren wie leergefegt und nichts hatte geöffnet. Es wird also einen zweiten Teil der Besichtigungstour von Stettin geben.

Was ich bisher gesehen hatte, hat mir aber gefallen. Eine ruhige, teilweise in die Jahre gekommene Grenzstadt mit ihrem ganz eigenen Charme. Genau das Richtige um hier im Sommer 4-5 Wochen zu verbringen

Informationen über Einreisebedingungen, Visum, Steckdosen, Geld abheben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung Polen

Anfahrt nach Stettin (Szcecin)

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Mit dem Flugzeug nach Stettin (SZZ)

Soweit ich das recherchieren konnte, gibt es keine Direktverbindung nach Stettin. Die Flüge mit LOT gehen alle über Krakau oder Warschau, die Flüge mit Ryanair über Stansted (STN) und dauern knapp 22 Stunden. Also nichts, wofür sich fliegen lohnt.

Mit dem Bus nach Stettin

Aus Berlin fährt Flixbus die Strecke in 2:12 h. Mit 14 EUR ein gutes Angebot und schnell zu erreichen.

Mit dem Auto nach Stettin 

Noch bequemer geht es nur mit dem eigenen Auto. Wir fuhren mit dem Tesla und auch auf dem Weg ist das Ladenetz gut ausgebaut. Durch das Zusammenwachsen Europas ist der Grenzübertritt nur noch theoretisch, allerdings wurden wir auf dem Rückweg in einer Zollkontrolle durchsucht, was wahrscheinlich mehr dem Interesse am Auto geschuldet sein dürfte.

Hostels und Hotels in Stettin

Empfehlungen lesen oder alle bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

Stettin - Hotel Dana

Hotel Dana Business & Conference

Fast im Zentrum und mit allem ausgestattet, ist das Hotel eine gute Wahl für den Aufenthalt in der Stadt. SPA und Fitnesscenter sind enthalten und das Frühstück gibt es als Buffet. Obwohl unser Zimmer auf die Straße raus zeigte, war vom Straßenlärm nichts zu hören.Weitere Einblicke bei Booking.com und Agoda.

Sehenswürdigkeiten in Stettin

Stettin - Berliner Tor

Berliner Tor (Brama Portowa)

Das alte Gebäude, was völlig isoliert auf einer viel befahrenden Kreuzung dahinvegetiert, war einst der Zugang zur Königsbastion der Festung Stettin. An seinen Torbögen sind die Wappen des Hauses Wilhelm verewigt. Nach dem 30-jährigen Krieg kaufte Friedrich Wilhelm I. König von Preußen, das Herzogtum Stettin von den Schweden und errichtete das prunkvolle Eingangstor. Der Name „Brandenburger Tor“ symbolisiert den Anschluss Stettins an Preußen und damit an Brandenburg. Warum es heute Berliner Tor genannt wird und in der Übersetzung sogar Brama Portowa, Hafentor heißt konnte mir leider niemand sagen.

Stettin - Heumarkt

Heumarkt Stettin (Rynek Sienny)

Der Heumarkt bildet den Mittelpunkt der Altstadt von Stettin und ist einer von vier noch erhaltenen Marktplätzen in der Stadt. Angelegt im 13. Jahrhundert diente er wie der Name schon sagt hauptsächlich dem Handel mit Futtermitteln. Neben den Mietshäusern, welche den Platz umrahmen, steht direkt am Heumarkt das Rathaus, welches ursprünglich aus Holz, später dann aus Backsteinen erbaut wurde. Zwischen den Jahren 1833 – 1835 kam dann auch ein Börsengebäude dazu. Die Bombenabwürfe auf Stettin im Zweiten Weltkrieg beschädigten die originalen Gebäude schwer, welche später bis auf die Grundmauern abbrannten. Seit 1995 begann der Wiederaufbau der Innenstadt, die Gebäude wurden im alten Stil wieder errichtet.

Stettin - Schloß der Pommerschen Herzöge

Stettiner Schloss

Das im Polnischen als Schloss der Pommerschen Herzöge bekannte Gemäuer (Zamek Książąt Pomorskich) hat ordentlich was erlebt in den letzten 800 Jahren. Der ursprüngliche slawische Burgwall wurde 1249 auf Bitten der Stettiner Bürger niedergerissen und der Stadt eingemeindet. Der Versuch 1345 den Vorgang zugängig zu machen und ein neues Schloss zu bauen führte zur Rebellion und musste durch den Bischof mit einem Schiedsspruch beendet werden. Danach zogen in unterschiedlichen Epochen Statthalter, Garnisonskommandeure und diverse Verwaltungen in die Gemächer ein, bis es dann schließlich das polnische Kulturzentrum von Westpommern wurde.

Stettin - Restaurant Na Kuncu Korytarza

Restaurant Na Kuncu Korytarza

Im Innenhof des Stettiner Schlosses triffst Du dann auf einen nicht besonders spektakulären Biergarten, der eher einer deutschen Kneipe gleich. Google gab dem ganzen 4,4 Sterne, was dann doch unsere Aufmerksamkeit erregte und uns zum Essen zwang. Der Kellner war dreisprachig und der Service erstklassig, was uns bei der Aufmachung etwas überraschte. Als dann die bestellte Ente mit Knödeln kam, war alles vorbei. Das perfekte Essen und meisterhaft gemixte Cocktails, lassen mich jetzt die 4,4 Sterne verstehen. Auf keinen Fall vom billigen Mobiliar täuschen lassen, dieser Biergarten ist ein Nobelrestaurant. Der Preis war mit knapp 50 EUR für zwei Personen super fair.

Stettin - Hakenterrassen

Hakenterrasse (Wały Chrobrego)

Die Hakenterrassen sind ein aus Sandsteinblöcken gefertigtes Plateau, über dessen Treppenanlagen Du bequem die 19 Meter von Fluss- auf Stadthöhe kommst. Oben angekommen bietet sich ein super Ausblick auf die Oder und die entsprechenden Hafenanlagen. Hier lohnt es sich eines der kleinen Cafés zu besuchen und mit einem Latte Macchiato zu verschnaufen. Benannt wurde das Bauwerk nach dem ehemaligen deutschen Oberbürgermeister Hermann Haken. Sehenswert ist die darunterliegende Springbrunnengrotte am Ende der Treppen.

Stettin - Orthodoxe Kirche des heiligen Nikolaus

Orthodoxe Kirche des heiligen Nikolaus in Stettin

Bei dem Bau, der im November 2003 begonnen wurde, handelt es sich um die erste von Grund auf errichteten orthodoxen Kirche in Westpommern. Die Kosten wurden komplett von der Gemeinde und Spendern aus dem Ausland aufgebracht. Da die Orthodoxen in der durch die römisch-katholischen Kirche geprägten Welt der Polen eine Minderheit darstellen, ist auch deren Gotteshaus seine Rarität.

Stettin - Jakobskathedrale

Jakobskathedrale

Die Jakobskathedrale, vor 1971 Jakobskirche, wurde von Herzog Barnim I. ab 1271 als Kirche der deutschen Bevölkerung von Stettin bestimmt. Hier wirkte 46 Jahre lang der berühmte deutsche Kantor, Organist und Komponist, Johann Carl Gottfried Loewe, und schrieb zu seinen Lebzeiten mehr als 500 Balladen, sechs Opern und zwei Sinfonien. Nach seinem Tod wurde sein Herz in den ersten südlichen Pfeiler der Orgel eingemauert, welche vom sächsischen Orgelbauer Arp Schnitger entworfen und nach seinem Tod von seinem Kollegen Matthias Schurig vollendet wurde. In der Jakobskathedrale fand die öffentliche Erstaufführung der Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy statt.

Stettin - Denkmal Poles Feat

Memorial of the Poles‘ Feat

Das 22 Meter hohe Bronze Denkmal im Park wurde zu Ehren der letzten drei Generationen von Polen im Jahre 1979 eingeweiht. Genau am 03. September, dem 40. Jahrestages des Überfalls auf Polen. Die drei übereinander gestapelten Adler stellen die drei Generationen Polen dar, welche die Stadt Stettin groß gemacht haben. Die gemauerten Granitblöcke um das Denkmal tragen die Inschrift: „Das Denkmal für die Taten der Polen“. Als die drei Generationen werden die Epochen der Polen im deutschen Polen und Westpommern vor 1945 gesehen, die Generation des Wiederaufbaus und die heutige Jugend.

Stettin - Statue Papst Johannes Paul II.

Statue von Papst Johannes Paul II.

Am anderen Ende des Jasne Blonia Parks steht ebenfalls ein Papst-Denkmal, diesmal eine Bronzestatue von Johannes Paul II. Das Oberhaupt der katholischen Kirche, selbst in Polen geboren, hielt an dieser Stelle 1987 eine feierliche Messe. Zu Ehren dessen wurde am 18. Juni 1995 dieses Denkmal enthüllt. Klassisch sind die Handhaltungen, in der einen das Kreuz, in der anderen die typische Begrüßungsgeste des Papstes. Die Polen gedenken des ersten Papstes seit 450 Jahren, der nicht Italiener ist, mit geschätzt 700 Statue in ihrem Land. Mittlerweile gibt es sogar ein Musical!

mehr Highlights in Stettin

  • be happy Museum
  • Schutzbunker Stettiner Hauptbahnhof
  • Prywatka – Houseparty
  • Touristenstrassenbahnlinie „0“
  • Starka-Kellerräume
  • Philharmonie Szczecin
  • Old Power Station
  • Schießplatz
  • Railwayman Monument

Reiseziele in Polen

Polen - Reisevorbereitung
Warschau - Reisebericht