Luang Prabang ist mit 66.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Laos. Als Königsstadt war sie Hauptsitz der Monarchie bis zu deren Abschaffung 1975 und Hauptstadt des Reiches Lan Xang, sowie des späteren französischen Protektorates Laos, bis Vientiane als Hauptstadt erkoren wurde. Das kleine verträumte Dorf besitzt einen eigenen Flughafen und ist damit für Touristen gut zu erreichen. Den Zuwachs an Tourismus sieht man vor allen Dingen im Stadtkern. Hier reiht sich ein Hotel an das Andere. Knappe 500.000 Gäste pro Jahr besuchen das beschauliche Städtchen.

Die Sehenswürdigkeiten sind im Stadtkern dicht gedrängt, so das alles sehr fußläufig und zentral beisammen ist. Als guter Fußgänger sollte alles sehenswerte in 2 Tage zu schaffen sein. Längere Aufenthalte sind dann nur noch zum erkunden der Touren entlang des Mekong zu empfehlen. Die heiligen Höhlen im Norden oder das Bear Rescue Center, sowie der Kung Si Wasserfall im Süden wären da gelungene Ausflugsziele. Diese sind alle bequem mit dem gemieteten Motorroller, dem Boot oder gebuchten Ausflugsbussen zu erreichen.

Von Vientiane nach Luang Prabang

 

Mit dem Roller

Die Strecke von Vientiane nach Luang Prabang ist nicht wirklich weit. IN DEUTSCHLAND. Hier in den Bergen ist es eine gefühlte Ewigkeit. Mein Plan mit dem Motorroller die Straße zu befahren wurde mir von ein paar Expats ausgeredet. Enge Strasse, schnelle Trucks die einen abdrängen, Serpentienen, wilde Tiere und alles in einem zwei Tagestrip. Also wurde es doch der Nachtbus. Roller kann ich auch vor Ort fahren.

Mit dem Schiff über den Mekong nach Luang Prabang

Es gibt eine Verbindung mit dem Boot von Vientiane nach Luang Prabang. Leider war ich zur falschen Zeit da. Im Reisebüro schüttelte man nur den Kopf, „sorry low water“. Zur besten Reisezeit ist der Wasserstand des Mekong so niedrig das Felsen aus dem Wasser ragen un sich Stromschnellen bilden. Also kein Boot für mich!

Mit dem Flugzeug nach Luang Prabang

Etwas außerhalb wie immer, aber die kleine Stadt verfügt über die Luftanbindung in die weite Welt. Von und nach Luang Prabang (LPQ) gibt es Direktflüge:
Laos: Pakse (PKZ), Vientiane (VTE), Xieng Khouang (XKH)
Vietnam: Hanoi (HAN)
Thailand: Bangkok (BKK, DMK), Chiang Mai (CNX)
Kambodscha: Siem Reap (REP)
Singapur: Singapur (SIN)
China: Shenzhen (SZX), Haikau (HAK), Jinghong (JHG), Kunming (KMG)

Nachtbus nach Luang Prabang

Der Trip geht vom Northern Bus Terminal los. Der ist soweit außerhalb das jeder TukTuk Fahrer in seine Hände klatscht. Preise zwischen 70.000 – 90.000 LAK sollten dafür kalkuliert werden. Das Busticket vor Ort kostet dann 150.000 LAK. Meine Alternative ist deutlich einfacher: geh an die Rezeption Deines Hotels oder in ein Reisebüro und buche den Trip für 200.000 LAK. Da ist die Abholung vom Hotel schon drin und Du hast Dein Ticket sofort. Keine Überraschung am Bahnhof wegen ausgebuchten Bussen.

Eine gute Möglichkeit ist der Sleeping Bus. Abfahrt täglich 20.00 Uhr, ab Hotel 18.30 Uhr.
Die Fahrt dauert 12 Stunden und ist erträglich. Ein wenig Gehupte und viel Gewackle. Also Schlafmaske auf und Kopfhörer rein.

Hotels und Hostels in Luang Prabang

Empfehlungen lesen oder alle bei Agoda oder Booking.com auflisten lassen!

PhongLack Guesthouse

Nicht weit vom Southern Bus Terminal findest Du gleich meine erste Unterkunft in Luang Prabang.  Die chinesischen Gastgeber sind fair und freundlich. Das Doppelzimmer gab es mit eigenem Bad für 80.000 LAK / Nacht, Handtücher inklusive. Für den Wäscheservice nehmen sie 15.000 / kg. Da kann ich nicht meckern. Trotzdem ziehe ich morgen näher an die Stadt, für die erste Nacht ist es hier aber perfekt. Mit Roller wäre die Entfernung sogar egal. Buchen kannst Du die Unterkunft nur über Booking.com

 

 

TomTam Guesthouse

Ebenfalls fest in chinesischer Hand, mit genügend Englischkenntnissen ist das TomTam Guesthouse. Mit 100.000 LAK die Nacht 2 EUR teurer, dafür 1 km näher an der Innenstadt. das macht viel aus, wenn Du zur Mönchswanderung um 5.30 Uhr möchtest oder spät abends auf dem Nachtmarkt bummelst. Beide Guesthouses sind super, sauber, gutes Internet und freundliche Chinesen. Deine Entscheidung,  ob Du näher zur Innenstadt schlafen willst und es dann weiter mit dem Gepäck zum Bahnhof hast oder lieber ein Katzensprung zum Bahnhof und dafür morgens 15 Minuten länger in die Stadt? Nur Booking.com

Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang

Wat Chom Si

Fast ganz am Ende von Luang Prabang findet sich der Wat Chom Si, seine goldene Stupa ist Wahrzeichen und weithin leuchtendes Symbol der Stadt. Der Aufstieg auf den dazugehörigen Berg Mount Phou Si ist von zwei Seiten aus möglich. Ein Aufstieg befindet sich gegenüber dem Royal Palace, von hier aus geht es ohne Sehenswürdigkeiten bis zur goldenen Stupa hinauf. Beim Abstieg auf der anderen Seite des Berges begegnen Dir viele kleinere Schreine und Skulpturen die wild in der Landschaft aufgestellt sind. Ein wirklich schöner und teilweise romantischer Spaziergang. Der Eintritt sind 20.000 LAK.

Nationalmuseum / Royal Palace

That Makmo / That Pathum

Eintritt auf das Gelände ist frei, in den Vihan kostet es 20.000 LAK

Wat Xieng Thong

Eintritt auf das Gelände 20.000 LAK.

UXO Museum

Laos ist das bestbombardierteste Land der Welt. Das hat ordentlich Anstrengung und auch Geld gekostet, aber das ist dem amerikanischem Steuerzahler egal, wenn es um die Freiheit der Nation geht. Als neutrales Land im Vietnamkrieg war Laos der perfekte Rückzugsraum für den Vietcong. Hier konnten die Truppen kurz verschnaufen und sich neu sortieren. Deshalb warfen die Amerikaner ach 2,5 Tonnen Bomben pro Einwohner auf Laos. Die Bomblets und Trümmer sind immer noch funktionsfähig und liegen im ganzen Land verstreut herum. Minen- und Detonationsunfälle sind an der Tagesordnung. Besonders betrioffen sind hierbei spielende Kinder und Feldarbeiter, die dabei schwer bis tödlich verletzt werden.

Der Kampfmittelräumdienst (UXO – Unexploded Ordnance), der sich aus internationalen Spenden  (mit Ausnahme der Amerikaner) finanziert räumt pro Mann und Jahr 65.000 Bombenteile, die noch im Boden von Laos stecken. Hier im Museum gibt es Teile der geräumten Sprengmittel und Waffen zu sehen, sowie Filme mit Betroffenen welchen Schaden die Blindgänger 50 Jahre nach dem Krieg noch anrichten.

Nightmarket Luang Prabang

Sehr lecker und ugegen 18.00 Uhr auch noch sehr leer ist der Nightmarkt am Royal Palace. Da Laos zum französischen Protektorat gehörte sind Erinnerungen wie Crepe und Croissant erhalten geblieben und werden dem Nachtschwärmer feilgeboten. Der Rest ist eine Ansammlung aus Handwerkskunst und chinesischer Importware die aussieht wie Handwerkskunst. 

Bambus Brücke

Auf einer kleinen, dünnen Bambusbrücke über den verschlammten Fluss. Für 5000 LAK ist das in Luang Prabang möglich. Die Brücke führt über einen Nebenarm des Mekong und wird nur im Sommer betrieben. Sobald das Wasser höher steht, baut die Familie, welche damit ihren Lebensunterhalt bestreitet, die Brücke wieder ab, damit sie von der Strömung nicht fortgerissen wird.  Sobald der Wasserstand wieder zurückgegangen ist, wird der Übergang wieder rekonstruiert. Wacklige und spannende Angelegenheit.

Cafe Timeless

Da ich nicht nur wandern und reisen, sondern auch mal Geldverdienen muss ist das Cafe Timeless der perfekte Arbeitsort für mich.  Hier gibt es frisches  französisches Gebäck und sehr guten Kaffee. ich liebe es direkt an der Straße an einem Hochtisch zu sitzen und dem Treiben vor mir zuzusehen. Dabei kommen mir immer die besten Ideen. Die Adresse habe ich leider nicht im Kopf, aber es befindet sich direkt vom Hotel auf dem Weg zum Palace auf der linken Seite. Ansonsten hilft Google Maps.

Spaziergang am Mekong

Wenn du von der Spitze der Halbinsel, also von Wat Xieng Thong kommst, nimm den Weg am Mekong entlang. Hier kannst Du schön die unterschiedlichen Farben sehen, wie der Fluss Nam Khan sich in den Mekong ergießt. Am Ufer sitzen Fischer, die eine Bootsfahrt verkaufen wollen. So als Benchmark, ich hatte gleich bei Ansprache auf Thai geantwortet und der Kapitän ging auch gleich von 600 auf 500 Baht runter. Für 2 Stunden Bootsfahrt ist das zu verkraften. Handeln lohnt sich.

Almosen Gang der Mönche

Jeden Morgen von 4.30 Uhr – 6.00 Uhr ziehen die Mönchen der in Luang Prabang gelegenen Klöster los um ihre Spenden, in Form von Essen, einzusammeln. Die Anwohner beginnen den Morgen, indem sie sich vor die Häuser knien und den vorbeilaufenden Mönchen das Essen zustecken. Leider ist das Ganze zu einem ziemlichen Touristenspektakel geworden. Schwachköpfe die sich nicht richtig kleiden (Tanktop, kurze Hose, Flipflops), zwischen den Mönchen umherspringen und bei morgendlicher Dämmerung wie wild das Blitzlicht benutzen.  Mehr Ballermann als buddhistisches Ritual, zum Fremdschämen.

Morgenmarkt nahe am Palast

Wer nach dem Almosengang der Mönche nicht mehr ins Bett möchte, dem sei der Morgenmarkt hinter dem Royal Palace empfohlen. Hier gibt es neben reichlich Touristen, eher ungewöhliche Dinge oder auch Dinge die ich nicht wissen wollte. Neben frischem Obst und Gemüse werden hier die Fleischrationen für die Straßenküchen vor Ort gefertigt, was dazu führt, das ältere Frauen am Straßenrand das Federvieh rupfen oder Fische die Gedärme entnehmen. Fleisch liegt in großem Massen ungeschützt auf den Theken und auch Schlangen und Frösche werden für den Verzehr angeboten. Leider noch nicht zubereitet, so das ich ablehnen musste. Sonst gern.

Außerhalb von Luang Prabang

Tat Kuang Si Bear Rescue Center

Mit dem Motorroller gut zu erreichen ist der Kung Si Wasserfall. Am ende der Straße kommt der große bewachte und entgeldbewerte Parkplatz und dann stehst Du schon vor dem Tickethäuschen um für die Wanderung am Wasserfall und das Bear Rescue Center ein Ticket zu lösen.

Das Center ist mehr ein Mini Zoo mit verschieden Bären die sich gelangweilt oder genüsslich (mir fehlt da die Erfahrung mit Bären) in der Sonne aalen und von einer Vielzahl Menschen begafft werden.

Kung Si Wasserfall 

Die Landschaft um die Kung Si Wasserfälle ist traumhaft. Was ich vom Wasserfall direkt nicht sagen kann, der ist eher mickrig und enttäuschend. Aber alles danach entwickelt sich zu einer Wohlfühloase der ersten Klasse. Die Färbung und die Temperatur des Wassers laden unbedingt zum baden ein. Was auf den Bilder immer nicht zu sehen ist sind die Massen an Menschen die ebenfalls von dem Naturschauspiel angezogen wurden. Wie immer in Asien hauptsächlich Chinesen.

Deutlich entspannter und einsamer wandert es sich an der Quelle des Wasserfalls. Durch den steilen Aufstieg wird eine Vielzahl an Touristen abgeschreckt und bleibt am Grund. Meine Empfehlung ist der Aufstieg rechts von Fall um den Abstieg dann links zu vollführen. Auf der rechten Seite sind die Stufen noch deutlich im Boden erkennbar, während links schon der Abstieg eine halbe Rutschpartie wurde. da ist an aufstieg kaum zu denken. Oben angekommen ist alles still und bedächtig. Eien tolle Landschaft, perfekte Aussicht und wenig Menschen. Mit Abstand der beste Ort in diesem Freizeitpark.

Elephant Camp

Auf dem Weg oder besser gesagt dann Rückweg gibt es Elefanten zum anfassen. Unter dem deckmantel der Zucht und des Schutzes der Dickhäuter ist das Elephant Camp einer dieser Freizeitparks in denen man auf einer ausgewiesenen Strecke auf den Elefanten reiten kann. Die Tiere machten einen guten Eindruck und tummeln sich in einem Freigehege wo auch füttern erlaubt ist. Ich hab e mir auf der Terrasse eine Tasse Kaffee gegönnt um der Mittagshitze zu entkommen. Außer mir war zu der Tageszeit auch keiner weiter da, was dazu führte das der Trainer sich zu mir gesellte und mir Geschichten aus dem Alltag erzählte.

Kuang Si Rafting

Und noch eine Attraktion auf dem Weg zwischen Wasserfall und der Stadt. Hier betreiben ein paar Chinesen eine Rafting Station. Die Abfahrt ist eher unscheinbar, wenn auch gut ausgeschildert. Die wilde Fahrt ist von 10 – 15.00 Uhr geöffnet und kostet offiziell 280.000 LAK. Mir wurde nach ein bisschen Zaudern die Stunde für ganze 160.000 LAK offeriert. Wie immer hatte ich aber wenig Zeit und war total verplant. Also muss das bis zum nächsten Mal warten.