Prag – die goldene Stadt.

Prag gehört zu den schönsten und meistbesuchten Städten Europas und ist nur einen Katzensprung von Deutschland entfernt. Der zweite Weltkrieg hat einen großen Bogen um die Innenstadt gemacht, so das die Gebäude noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Die Stadt verbindet mit der Habsburger Monarchie, wie keine Zweite die deutsche, österreichische und ungarische Geschichte mit Tschechien. Hier steht, mit der Karls-Universität, auch die älteste Universität Mitteleuropas.

Für die älteren Semester unter uns, ist natürlich noch die Deutsche Botschaft in Prag interessant. Hier warteten tausende Ausreisewillige auf den damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher der, am 30.09.1989, die Ausreise der Flüchtlinge bestätige und damit den Fall der Mauer einleitete. Berliner sind in 5 Stunden mit dem Flixbus von Hauptstadt zu Hauptstadt unterwegs. Die Innenstadt ist sehr übersichtlich und zu Fuß gut zu erkunden.

Hostels und Hotels in Prag

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Öffentliche Verkehrsmittel

Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist in Prag relativ einfach. Es gibt Karten in verschiedenen Zeitzonen. Käuflich beim Kiosk oder über Automaten zu erwerben. Diese nehmen bereits Zahlung über NFC, wenn der Chip in der Karte integriert ist.

  • 24 Kronen = 30 Minuten
  • 32 Kronen = 90 Minuten
  • 110 Kronen = 24 Stunden
  • 310 Kronen = 72 Stunden

Gültig für alle Linien in der Innenstadt.

Sehenswürdigkeiten in Prag

Karlsbrücke

Die Grundsteinlegung der Karlsbrücke, benannt nach Karl IV. erfolgte 1357. Als eine der ältesten Steinbrücken Europas war sie der traditionelle Krönungsweg der böhmischen Könige. Sie führt von der Altstadt zur Prager Burg. Heute ist die Karlsbrücke komplett überlaufen. Links und rechts auf der Brücke ist diese, neben den Steinfiguren von Patronen und Heiligen, mit Souvenirverkäufern, Portraitzeichnern, Musikern und Bettlern gesäumt. Den Brückenturm auf der Altstadtseite kann man besteigen und oben auf der Plattform eine Runde drehen.

KGB Museum

Das Museum befindet sich auf der linken Seite der Moldau auf dem Weg zur Prager Burg. Leider war die Außenfassade nicht so einladend, wie die Plakate die in der ganzen Stadt verklebt wurden. Das Ganze sieht mehr wie ein Kiosk von außen aus und auch ein kurzer Blick verhieß nichts Gutes. Da 350 CZK / 14 EUR zu investieren sind, hatte ich keine Lust auf Experimente. Dann lieber weiter zur Prager Burg.

Prager Burg

Die Prager Burg gilt als das größte geschlossene Burgareal der Welt. Sie befindet sich gegenüber der Innenstadt, nur einen kurzen Fußmarsch über die Moldau von der Karlsbrücke entfernt. In seinem Inneren befindet sich neben verschiedenen Lustgärten, Museen, Palästen und Kapellen auch der Veitsdom. Heute ist sie außerdem der Sitz des tschechischen Präsidenten.

Deutsche Botschaft Prag

Direkt unterhalb der Prager Burg liegt das Palais Lobkowicz. Im Jahre 1707 für die böhmische Adelsfamilie erbaut und später an den Staat verkauft, beherbergte es zuerst die chinesische Botschaft. Seit den diplomatischen Beziehungen der Tschechischen Republik mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1973 ist das Gebäude Sitz der Deutschen Botschaft in Prag. Seine weltweite Berühmtheit erlangte die Botschaft, als sich 1989 tausende von DDR Bürgern hinter den Mauern verschanzten und auf ihre Ausreise in die BRD warteten. Beendet wurde das Ganze von Außenminister Hans–Dietrich Genscher, der die frohe Botschaft über das Einlenken der ostdeutschen Führung überbrachte.

Franz Kafka Monument

Die 11 Meter hohe Skulptur des Franz Kafka vor dem Einkaufszentrum Quadrio ist beeindruckend. Das Gesicht des Schriftstellers ist in 42 bewegliche Scheiben geteilt, die sich um 360 Grad drehen und den Künstler in immer verschiedene Richtungen schauen lassen.

Franz Kafka Museum

Weniger beeindruckend war für mich allerdings das Franz Kafka Museum. Sehr schön in Szene gesetzt und auf Entertainment gepolt. Leider war der Inhalt nicht meins. Mit modernsten Methoden wurden hier Texte bzw. Textausschnitte vom Schriftsteller dargeboten. Vielleicht hätte ich eines seiner Bücher vorher lesen sollen, um mitreden zu können.

Bronze – Skulptur „Piss“

Eher mein Niveau war die Skulptur vor dem Museum. Hier stehen zwei Männer die sich ihr Glied halten, teilnahmslos die Hüften hin und herschwenken und in das Becken pinkeln. Kunst halt. Viel interessanter ist die Reaktion der Passanten. Vom ungläubigen Kopfschütteln zu schallenden Gelächter und sichtlichem Amüsement. Die Figuren wurden von David Cerny einem Prager Bildhauer erschaffen.

Skulptur „Man hanging out“

Ebenfalls von David Cerny ist diese merkwürdige Skulptur die man auf jeden Fall übersieht. Mitten in der Innenstadt hängt die Skulptur an einer Stange, die vom Dach absteht. Völlig aus dem Blickfeld, bemerken Touristen diese nur wenn der Blick andere Menschen in die Höhe geht. Der Mann in der Luft stellt den berühmten Psychoanalytiker Siegmund Freud dar.

Altstätter Rathaus

Das Altstätter Rathaus bildet den Stadtkern von Prag.
König Johann von Böhmen erlaubte den Einwohner im Jahr 1338 das erreichten eines eigenen Rathauses. Die Finanzierung des Projektes bezahlten die Bürger aus der Weinsteuer. Der Turm mit seinen knapp 70 Metern Höhe wurde 1364 fertiggestellt. Er beherbergt die berühmte astronomische Uhr.

Astronomische Uhr

Hier finden sich zur vollen Stunde hunderte von Touristen aus aller Welt zusammen.
Das weltberühmte Glockenspiel der 1410 gebauten astronomischen Uhr im Turm des Altstätter Rathauses. Es hilft ein wenig früher auf den Rathausplatz zu gehen, da das durchkommen kurz vor der „vollen Stunde“ immer recht mühsam ist.
Sich in ein Cafe am Platz zu setzen ist sehr gemütlich, jedoch für das Schauspiel des Glockenspieles nicht geeignet. Wenn es voll wird stehen die Touristen bis vor das Cafe und versperren die Sicht.

Wenzelsplatz

Durch die Größe ist der Wenzelsplatz in meiner Welt eher eine Prachtstraße. Seine Länge beläuft sich auf 750 Meter in der Neustadt von Prag. Damit gehört er zu den größten Plätzen in Europa. Bis 1848 als Rossmarkt bekannt wurde er dann dem Heiligen Wenzel von Böhmen geweiht. Von der katholischen, wie orthodoxen Kirche gleichermaßen verehrt wurde ihm zu Ehren der 28. September zum staatlichen Feiertag erklärt.