Erstellt am 26.03.2026
Chengdu, die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, ist eine Stadt, die Tradition, Moderne und Lebensfreude auf einzigartige Weise verbindet. Schon beim ersten Spaziergang fällt auf: Hier ticken die Uhren ein wenig langsamer. Während in vielen anderen Metropolen Chinas der Puls rast, genießt man in Chengdu lieber eine Tasse Tee im Schatten alter Bäume oder trifft sich mit Freunden zu einer heißen Schüssel Feuertopf – dem berühmten Sichuan Hotpot, der für seine würzig-scharfen Aromen bekannt ist.
Eine der größten Besonderheiten der Stadt ist ihre Nähe zu den Großen Pandas. In der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding kann man die seltenen Tiere aus nächster Nähe erleben – ein unvergesslicher Moment, wenn man die tapsigen Schwarz-Weißen beim Spielen oder Bambusknabbern beobachtet.
Auch kulturell hat Chengdu einiges zu bieten. Der Wuhou-Tempel erinnert an die Helden der Drei Reiche, eine der bedeutendsten Epochen der chinesischen Geschichte, und der Du Fu Thatched Cottage lädt ein, in die Welt des berühmten Dichters Du Fu einzutauchen. Wer Lust auf ein Stück lebendige Tradition hat, sollte unbedingt eine Aufführung der Sichuan-Oper besuchen, bei der das geheimnisvolle „Gesichterwechseln“ (Bian Lian) für Staunen sorgt.
Doch Chengdu ist nicht nur eine Stadt der Kultur und Geschichte, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt für Abenteuer in der Umgebung. Von hier aus erreicht man die imposanten Emei-Berge mit ihren buddhistischen Klöstern oder den Leshan-Riesenbuddha, die größte steinerne Buddha-Statue der Welt.
Chengdu ist für mich eine Stadt, die mit Gelassenheit und Lebensfreude begeistert. Zwischen Pandas, Tempeln und Teehäusern lässt sich hier das echte China erleben – entspannt, gastfreundlich und voller Geschmack.
Informationen über Visum, Einreisebedingungen, Steckdosen, Geld abheben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung China
Vom Flughafen nach Chengdu
Prüfe bitte vorher wo du ankommst und abfliegst, denn Chengdu hat zwei internationale Flughäfen:
CTU » Chengdu Shuangliu International Airport (成都双流国际机场) oder
TFU » Chengdu Tianfu International Airport (成都天府国际机场)
Vom Airport CTU nach Chengdu mit der Metro
Der ältere Flughafen liegt deutlich näher an der Innenstadt als der moderne Tianfu-Flughafen (TFU). Mit der Metro sind es knappe 26 Minuten bis zum Tianfu Square mitten in der Stadt. Dafür musst Du aber auch 3 × umsteigen. Egal, nimm die Linie 10, die 3 und dann die Linie 1. Am Automaten kannst Du gleich ein Ticket der Linie 1 zum Tianfu Square kaufen und dann durch das Drehkreuz gehen. Die Umstiege sind alle innerhalb des Bahnsystems, Du musst keine anderen Drehkreuze mehr passieren als den Ausstieg am Tianfu Square.
Vom Airport TFU nach Chengdu mit der Metro
Der moderne internationale Flughafen wird auch von Inlandsflügen angesteuert. Deshalb nicht von der Bezeichnung „international“ verwirren lassen. Beide Flughäfen haben sowohl Inlands- als auch Auslandsflüge. Einfach mal auf das Ticket schauen, wo Du ankommst. Die 50 Kilometer sind in knappen 1,5 Stunden zu bewältigen. Einfach am Flughafen die Linie 8 nehmen und dann in die Linie 1 umsteigen und bis Tianfu Square durchfahren. Dann bist Du im Zentrum von Chengdu. Hier würde ich auch das Hotel buchen.
Crescent Moon Hotel
Ein wirklich guter Wurf ist uns mit dem Crescent Moon Hotel gelungen. Das Hotel liegt direkt am Tianfu Square, dem Mittelpunkt der Stadt. Hier kreuzen sich zwei Metro-Linien, sodass die Fahrt zum Flughafen ein Kinderspiel ist und Du auch sonst perfekt durch die Stadt kommst. Direkt daneben ist ein Family Mart für die abendlichen Snacks und um die Ecke ein Luckin Coffee. Alles, was das Herz begehrt, und das Frühstück ist auch schon drin.
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Sehenswürdigkeiten in Chengdu
Tianfu Square
Der Tianfu Square ist das pulsierende Herz von Chengdu und der ideale Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Wo früher die alte Stadtmauer verlief, öffnet sich heute ein riesiger Platz mit Springbrunnen, Blumenanlagen und der überlebensgroßen Mao-Statue als zentralem Blickfang. Rundherum ragen moderne Hochhäuser, Einkaufszentren und Museen auf, während unter dem Platz eines der wichtigsten U-Bahn-Drehkreuze der Stadt liegt. Tagsüber strömen Berufstätige, Touristen und Familien über den Platz, am Abend sorgen Lichter und Wasserfontänen für eine lebendige Atmosphäre.
Wissenschaftsmuseum
Das Wissenschafts- und Technikmuseum am Tianfu Square ist eines der auffälligsten Gebäude im Zentrum von Chengdu. Schon von außen wirkt der monumentale Bau mit seiner modernen Fassade beeindruckend, im Inneren erwartet Besucher eine Mischung aus Wissenschaft, Technik und interaktiven Ausstellungen. Besonders für Familien und Kinder ist das Museum ein lohnender Stopp, weil viele Bereiche anschaulich und spielerisch gestaltet sind. Thematisch reicht das Angebot von Naturwissenschaften über Raumfahrt bis zu technischen Entwicklungen in China.
People Park
Einer der angenehmsten Orte, um das echte Alltagsleben der Stadt zu erleben ist der People’s Park. Statt Hochhäusern und Verkehr erwarten dich hier schattige Wege, kleine Teiche, alte Bäume und eine entspannte Atmosphäre. Besonders bekannt ist der Park für seine traditionellen Teehäuser. Hier sitzen Einheimische stundenlang zusammen, trinken Jasmintee, spielen Mahjong oder beobachten einfach das Treiben. Genau das macht den Reiz dieses Ortes aus: Er ist keine inszenierte Sehenswürdigkeit, sondern ein lebendiger Teil Chengdus. Auch der berühmte Heiratsmarkt findet hier statt.
Heiratsmarkt im People Park
Der Heiratsmarkt im People’s Park gehört zu den ungewöhnlichsten Einblicken in das Alltagsleben von Chengdu. Vor allem an den Wochenenden verwandelt sich ein Teil des Parks in eine Art analoge Partnerbörse. Eltern und Verwandte hängen handgeschriebene Zettel oder laminierte Steckbriefe ihrer Kinder auf, mit Angaben zu Alter, Größe, Beruf, Einkommen und Familienstand. Viele der Betroffenen sind dabei gar nicht selbst anwesend. Zwischen den Bäumen wird diskutiert, verglichen und verhandelt – ruhig, sachlich und mit erstaunlicher Ernsthaftigkeit. Der Heiratsmarkt ist keine Show für Touristen, sondern ein echtes Stück chinesischer Gegenwartskultur.
Yangkaoya Home Cooking
Unser erster Versuch, uns chinesischem Essen außerhalb von Fast Food zu nähern, war direkt hinter dem Peoples Park ein voller Erfolg. Das Yangkaoya Home Cooking besticht durch seine exzellente Ente, die für Ausländer wohl etwas gewöhnungsbedürftig ist. Chinesen nehmen nicht die besten Teile der Ente, also Brust und Keule, sondern teilen das komplette Tier mit dem Beil. Damit bleiben Knorpel, Sehnen und Fett in den Fleischstückchen zurück, die Du im Mund auseinanderdividieren darfst, um sie dann auf den Tisch zu spucken. Nicht jedermanns Sache. Anstrengend, aber lecker. Das Hühnchen Kung Pao war dagegen für Europäer perfekt.
Wenshu Yuan Monastery
Die Anlage stammt ursprünglich aus der Tang-Dynastie, bekam jedoch im 17. Jahrhundert ihre heutige Form. Besucher erleben hier eine Oase der Ruhe inmitten der Großstadt. Üppige Gärten, alte Bäume, kunstvolle Pavillons und der Duft von Räucherwerk prägen die Atmosphäre. Gläubige beten vor eindrucksvollen Statuen, Mönche gehen ihren täglichen Routinen nach, und in den Teehäusern genießt man traditionelle Ruhepausen. Besonders sehenswert sind die zahlreichen kulturellen Schätze: Handschriften, Skulpturen und Malereien, die über Jahrhunderte gesammelt wurden.
Breite & schmale Gasse (Kuan-Zhai Alley)
Das Viertel setzt sich aus drei Gassen zusammen: der Kuan Gasse (breite Gasse), der Zhai Gasse (schmale Gasse) und der Jing Gasse. Der ursprüngliche Charakter dieses Areals zeigt sich vor allem in den traditionellen Innenhöfen und den Straßen mit antikem Flair. Bei einer umfassenden Restaurierung zwischen 2005 und 2008 wurde liebevoll darauf geachtet, den Charme vergangener Zeiten zu bewahren. Heute findest du in den Gassen insgesamt 45 wunderschöne Höfe im Stil der Qing- und Ming-Dynastie, dazu zeitgenössische Villen, Gärten und viele thematische Gästehäuser & Streetfood
Ohrreiniger
In Chengdu gehören professionelle Ohrenreiniger zum authentischen Stadtbild, besonders in den traditionellen Teehäusern oder Parks wie dem People’s Park. Mit ihren langen, filigranen Werkzeugen sind sie wahre Meister ihres Fachs – häufig hört man das leise Klirren der Instrumente und sieht gespannt-entspannte Gesichter. Die Behandlung ist viel mehr als reine Hygiene; sie gilt als entspannendes, ja fast meditatives Ritual und als kleine Kunstform, die mancher Besucher mutig ausprobiert. Für die Einheimischen ist es Entspannung. Diese uralte Tradition ist bis heute ein faszinierender Bestandteil der lokalen Alltagskultur.
Chongqing Liuyishou Hot Pot
Etwas abschreckend mit den Animateuren vor dem Restaurant die Dich vollquatschen, aber ansonsten war das eine sehr gute Wahl. Preislich etwas gehoben, was uns Langnasen nicht stören sollte, da 20 EUR für drei Personen ein Witz ist. Auch hier war es wieder das Kung Pao Huhn was mich begeisterte. Die anderen Gerichte waren ebenfalls gut, allerdings nicht erinnerungswürdig. Vorsicht bei der Bestellung, da das Lokal auf Hot Pot spezialisiert ist, übertreiben die es etwas mit den Chilies im Essen. Also schon bei der Bestellung Schadensbegerenzung betreiben.
Anshun Bridge
Die Anshun Bridge (Anshunqiao) zählt zu den schönsten und bekanntesten Brücken Chengdus. Sie überspannt den Jinjiang-Fluss mit eleganter Bogenarchitektur und wurde ursprünglich bereits in der Yuan-Dynastie erbaut, allerdings mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Die heutige Form stammt aus den 2000er-Jahren und verbindet auf beeindruckende Weise traditionelle chinesische Baukunst mit moderner Nutzung. Besonders abends, wenn die Brücke und ihr markantes Restaurant festlich beleuchtet sind, spiegeln sich die Lichter eindrucksvoll im Wasser und schaffen eine märchenhafte Atmosphäre.
Huangchengba Muslim Beef Hot Pot
Der geile Scheiß in der Nähe der Anshun Bridge ist der Muslim Hot Pot. Das Nationalgericht von Sichuan ist ein „Must Have“ für Touristen. Das Beef ist halal und Alkohol gibt es nicht. Also kein Bier zum Fleisch. Dafür wird reichlich aufgetischt und das mit bester Qualität. Auch hier wieder vorsicht mit der Brühe: Die eine Seite ist Tomatensoße, die andere voller Chilis. Da wir in beide Seiten unsere Fleischspieße dippten, war die Tomatenseite für Sensible nach 20 Minuten nicht mehr genießbar, so scharf wurde es. Also bleib auf einer Seite mit deinen Stäbchen, die Chili-Seite zieht schon hartgesottenen Essern die Schuhe aus. Alles 228 CNY für 3 Personen.
Großer Buddha von Leshan
Anfahrt, Tickets, Tour
Anfahrt
Mit dem Zug geht es ab 08.04 Uhr von South Railway in den Süden. Am besten ist es, die Tickets ein paar Tage vorher zu kaufen. Bei uns waren die Züge am gleichen Tag ausgebucht und wir mussten von East Railway Station ab 09.28 Uhr fahren. Wichtig bei der Zugfahrt und beim Ticketkauf: Reisepass nicht vergessen. Bei Ticketkauf wird der Pass registriert, sodass du ohne Fahrschein durch die Kontrollen kommst. Preis waren 54 CNY eine Fahrt. Beachte, dass Zugreisen in China unseren Flughäfen gleichen: Gepäckdurchleuchtung, Metalldetektoren und am Gleis nochmal Boarding. Deine Tickets funktionieren bei Ausländern nicht. Du musst immer zum Schalten bei den Drehkreuzen und dich manuell einchecken lassen. Sei also ruhig 45–60 Minuten vorher am Bahnhof.
In Leshan geht es dann weiter mit dem Shuttlebus. Allerdings hatten wir uns ein Tuktuk für 30 CNY gemietet, welches uns bis an das South Gate fuhr. War deutlich spannender, als mit den ganzen Touristen den Bus zu teilen.
Tickets
Die Tickets für den Nationalpark hatte ich vorher bei GET YOUR GUIDE gebucht. Kostet mehr, ich wollte aber nicht in die Verlegenheit kommen, mit hunderten Besuchern in der Ticketschlange zu stehen. Der normale Preis liegt bei 80 CNY, GYG nimmt 159 CNY, meldet dich aber auch gleich mit dem Pass. Also auch hier: Zutritt nur mit Pass. Das Gleiche gilt für die Bootsfahrt, die ein absolutes Must-have war. Statt 70 CNY kostet GYG 110 CNY. Aber wer möchte schon vor einem ausverkauften Dampfer stehen? Da sorge ich lieber vor.
Der Große Buddha von Leshan wurde während der Tang-Dynastie im Jahr 713 n. Chr. am Zusammenfluss von Minjiang, Dadu und Qingyi in der Nähe der heutigen Stadt Leshan erbaut. Damals gab es dort gefährliche Stromschnellen und zahlreiche Schiffsunglücke. Ein buddhistischer Mönch namens Haitong hatte die Hoffnung, dass mit der Errichtung einer riesigen Buddha-Statue der Zorn der Flüsse besänftigt würde, um damit das Leben der Schiffer zu schützen.
Haitong begann, Spendengelder zu sammeln und organisierte die Bauarbeiten. Nach seinem Tod setzten seine Schüler das Werk fort. Die Bauzeit dauerte fast 90 Jahre und die Statue wurde schließlich 803 n. Chr. vollendet. Die Buddha-Statue ist mit 71 Metern die größte steinerne Buddhastatue der Welt. Bemerkenswert: Während des Baus wurde der herausgemeißelte Stein in den Fluss geworfen, was tatsächlich die Strömung beruhigte und damit den Wasserlauf sicherer machte.
Die Exkursion begann mit der Bootsfahrt am Temple Wharf. Dorthin fuhr uns der Elektro-Shuttle vom Eingang, der im Ticketpreis bei GET YOUR GUIDE schon inbegriffen war. Einfach an der letzten der möglichen Stationen aussteigen.
Dann rund 20 Minuten laufen. Der Shuttle, der hier bis direkt an die Anlegestelle fährt, ist nur für Alte, Schwangere und Kinder. Mach also nicht den Fehler und warte auf den Nächsten, wenn du ihn verpasst. Du bist nicht Zielgruppe.
Die Bootsfahrt (auch hier sind die Tickets per Pass hinterlegt) dauert ca. 30 Minuten und führt bis zum Buddha. Hier gibt es eine kleine Pause, bis alle Chinesen einzeln an die Reling getreten sind, um jeweils ein individuelles Foto zu machen. Wir hatten uns am Heck des Bootes platziert und wurden komplett in Ruhe gelassen.
Bei der Rückkehr geht es den gleichen Weg zurück bis zum Shuttle, es sei denn, du möchtest auch, wie die tausenden Chinesen, ein Foto vom Hausfotografen des Bootes ausgedruckt haben und stürmst auf den Kiosk in der Landezone zu. Dann dauert es seine Zeit, bis alles bezahlt und erledigt ist.
Mit dem Shuttle geht es dann zwei Stationen zurück, um den Aufstieg zum Kopf zu bewältigen. Vorbei geht es an Pavillons, Drachenbrunnen und Aussichtsplattformen mit atemberaubendem Blick. Am Ende der Reise stehst Du auf einer Plattform: Hier stehen die Lingbao-Pagode sowie der Lingyun-Tempelkomplex. Die Anlage ist weitläufig, deshalb besuche zuerst den Tempelkomplex, obwohl der Kopf des Buddhas schon in Sichtweite ist.
Lingbao-Pagode
Die Pagode wurde ursprünglich während der Tang-Dynastie (618–907) erbaut und diente sowohl religiösen als auch repräsentativen Zwecken. Sie steht direkt beim Lingyun-Tempel am Kopf des Leshan Großen Buddha. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Pagode mehrmals renoviert und verkörpert heute ein typisches Beispiel für die buddhistische Architektur jener Zeit.
Lingyun-Tempel (灵云寺)
Der Tempel ist das spirituelle Zentrum auf dem Lingyun-Berg und liegt direkt oberhalb des Kopfes des Großen Buddha von Leshan. Seine Ursprünge reichen bis in die Tang-Dynastie (618–907) zurück, was ihn zu einem der ältesten Tempel am Zusammenfluss von Min-Fluss, Qingyi-Fluss und Dadu-Fluss macht. Der Tempel spielte eine zentrale Rolle beim Bau und bei der späteren Verehrung der monumentalen Buddha-Statue. Besonders beeindruckend sind die traditionellen Hallen mit ihren kunstvollen Dachkonstruktionen, die alten Steinschnitzereien und die majestätische Atmosphäre, die zum Innehalten einladen.
Tagestour Panda Research Center
Auf zur Panda-Magie: Dein Wegweiser durch Chengdus U-Bahn
Keine Sorge, die aufregende Reise zu den flauschigen Nationalhelden ist einfacher, als du denkst! Der beste Startpunkt ist das pulsierende Zentrum der Stadt, der Tianfu Square. Von hier aus ist dein Weg fast schon vorgezeichnet: Schnapp dir entweder die Linie 1 (bis Sichuan-Gymnasium) oder die Linie 2 (bis Chunxi Road).
Dein Ziel ist es, in die Linie 3 in Richtung „Chengdu Medical College“ umzusteigen. Lehn dich zurück und genieße die Fahrt bis zur Station „Panda Avenue“. Dort angekommen, kannst du den Shuttle-Bussen gar nicht entgehen. Für lächerliche 2 CNY bringen sie dich bequem das letzte Stück zum South Gate. ABER passend zahlen, du wirfst das Geld in eine Blackbox. Kein Schaffner, kein Wechselgeld. Du kannst natürlich auch mehr reinwerfen, gibt nur nichts zurück.
Nicht vergessen: Halte 55 CNY für den Eintritt und – ganz wichtig – deinen Reisepass bereit.
Es gibt Orte, die halten, was sie versprechen, und dann gibt es die Chengdu Panda Base – ein Ort, der jede Erwartung übertrifft und dein Herz im Sturm erobert. Ein Besuch hier ist nicht nur ein Programmpunkt auf einer Reiseliste; es ist das wahrgewordene Versprechen purer, unbändiger Freude.
Der goldene Tipp lautet: Sei früh da! Wenn die morgendliche Kühle noch in der Luft liegt und der Park in sanftes Licht getaucht ist, beginnt die Magie. Die weitläufige, bambusbewachsene Anlage fühlt sich weniger wie ein Zoo an, sondern wie ein heiliger Hain, der diesen kostbaren Tieren gewidmet ist. Man wandert auf verschlungenen Pfaden, lauscht dem Rascheln der Blätter und spürt die aufgeregte Erwartung in der Luft.
Und dann siehst du ihn: den ersten Großen Panda. Gemütlich und vollkommen unbeeindruckt von der Welt sitzt er da und zermalmt mit einem befriedigenden Knacken einen Bambusstamm. Es ist ein Anblick, der dich augenblicklich entschleunigt. Man könnte stundenlang zusehen, wie diese flauschigen Bären mit einer Mischung aus Anmut und urkomischer Tollpatschigkeit klettern, über Äste purzeln oder sich zu einem Nickerchen zusammenrollen.
Das absolute Highlight ist jedoch der Panda-Kindergarten. Hier toben die Jungtiere wie eine Rasselbande durcheinander, jagen sich gegenseitig und entdecken die Welt. Es ist eine Szene von so reiner Unschuld und Lebensfreude, dass man unweigerlich lächeln muss.
Man verlässt diesen Ort nicht einfach nur mit schönen Fotos, sondern mit einem Herzen, das ein kleines bisschen von diesen sanften Bären gestohlen wurde, und dem tiefen Verständnis dafür, warum ihr Schutz so unendlich wichtig ist.
mehr Highlights in Chengdu
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