Erstellt: 20.10.2022 / Last Update: 01.03.2026
Kanchanaburi, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist eine Tagesreise von Bangkok entfernt. Bekannt ist die Kleinstadt besonders durch den angrenzenden Nationalpark Sai Yok. Er beinhaltet eine Vielzahl von geologischen Formationen, einschließlich Wasserfälle, Höhlen und Flüsse. Der Park ist bekannt für seine Schönheit und seine Vielfalt an Wildtieren, einschließlich Elefanten, Gibbons, Bären und einer Vielzahl von Vögeln. Es gibt auch eine Reihe von Campingmöglichkeiten und Wanderwegen im Park für diejenigen, die die Natur erkunden möchten. Der Sai Yok Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für die Hauptstädter, die am Wochenende Erholung in der Natur suchen.
Informationen über Visum, Einreisebedingungen, Steckdosen, Geld abheben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung Thailand
Anfahrt nach Kanchanaburi
Bangkok nach Kanchanaburi mit dem Bus
Der einfachste Weg von der Hauptstadt in den Nationalpark geht vom Van-Terminal in Mo Chit oder sehr weit außerhalb vom Bangkok Southern Terminal (Mai Sai Tai) in Thonburi. Meine klare Empfehlung ist natürlich der Van-Terminal. Hier sollten stündlich Busse nach Kanchanaburi zum kleinen Preis von 90 THB abfahren. Die Tickets kannst Du entweder am gleichen Tag im Terminal kaufen oder lieber gleich bei 12go.asia online buchen, damit Du auch garantiert zur richtigen Zeit wegkommst. Die ganze Fahrt dauert knappe 3 Stunden bis in die Hauptstadt der Provinz, wo der Anschlussbus zum Nationalpark wartet.
Wir wollten zum Erewan-Wasserfall und nahmen 45 Minuten später den nächsten Bus. Lustig war, dass der Fahrer auf meine Frage „Was kostet ein Ticket?“ mit „50 THB“ antwortete. Als ich darauf zwei Tickets kaufte, sagte er selbstbewusst: „120 THB bitte“. Ich verzichte auf die Nachfrage!
Nai-Ya Place
Direkt in der Provinzhauptstadt, zum kleinen Preis, findest Du das Naiya Place keine 900 Meter vom Busbahnhof entfernt. Mit einem 7-Eleven und einer Massage in direkter Nachbarschaft eine perfekte Kombination, um sich ein paar Tage dort niederzulassen. Die Zimmer sind einfach und sauber, Scooter lassen sich an der Rezeption für 300 THB pro Tag ausleihen, was wir nicht gemacht haben, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Wir waren aber bei der Massage und die war einfach sensationell. Für 1 h / 300 THB ist ein normaler Preis für Bangkok, hier wahrscheinlich schon das gehobene Niveau. Mehr zu diesem Deal findest Du bei Trip.com oder Agoda.
Baan Ma Feung Guest House
Das Nia-ya Place war super, allerdings zu weit vom Fluss entfernt. Wir wollten etwas näher an die Innenstadt, um nicht zu weit vom Abendessen entfernt zu sein. Das Guesthouse ist einen Steinwurf vom Clock Tower entfernt und die Rezeption spricht fließend Englisch Alles sauber und schnelles Internet machten unseren Aufenthalt perfekt. Hier mieteten wir dann auch das Motorbike für 250 THB pro Tag. Neue Maschinen, top gepflegt. Gerne beim nächsten Mal wieder! Mehr bei Agoda & Trip.com
Chor Ngar Thong Erawan
Das Resort liegt genau an der Busroute zum Staudamm und zum Nationalpark. Einfach kurz per Google Maps den Fahrer stoppen und rausspringen. Weiter geht es mit dem Roller für 350 THB/Tag. Neben dem Roller gibt es im Resort alle Möglichkeiten: Kanu, Wandern, Schwimmen, Chillen. Die Familie ist super und macht tolles Essen im Pavillon am Fluss. Ich war dort sehr gerne. Mehr bei Agoda und Trip.com
Sehenswürdigkeiten in Kanchanaburi
One Tea Coffee
Gleich um die Ecke vom Hotel Naiya Place befindet sich auch gleich das beste Café der Stadt. Da ich schon das zweite Mal hier bin, war es auch wieder Zeit, etwas im One Tea Coffee zu essen, genauer gesagt mehrmals. Das Café hat nicht nur hervorragendes Frühstück zu einem fairen Preis, es lässt sich hier auch super zu Abend essen oder auch nur einen Snack genießen. Die Karte ist riesig und voller Süßspeisen, aber auch klassischer Thai-Gerichte. Die Preise sind erschreckend niedrig, wenn man Insel oder Hauptstadt gewöhnt ist.
City Pillar
Wenn du nicht weißt, was ein City-Pillar ist: An jedem Fleckchen Erde, jedem Baum oder Strauch wohnt ein Geist. Wenn dort Menschen wohnen, wird dieser vertrieben und muss umgesiedelt werden. Das passiert in sogenannten Geisterhäusern. Die stehen in jedem Garten in Thailand. Wenn sich der Geist da nicht wohlfühlt, kommt er zurück und bringt Unglück ins Haus. Der City Pillar ist das Geisterhaus für den Schutzgeist einer Stadt.
Clock Tower
Einer der bekanntesten Punkte in der Stadt ist der Clock Tower. Er dient als Treffpunkt bei Jung und Alt. Seine ursprüngliche Bedeutung war eine Gedenkstätte bzw. Andachtsstätte für die Schutzgeister des Straßenverkehrs, da durch die Hauptstraße viele Unfälle genau an dieser Stelle passierten. Später baute die Stadtverwaltung an dieser Stelle den Clock Tower. In seinem Umfeld befinden sich viele Restaurants und besonders am Abend sehr gute Streetfood-Stände.
Bildnis Rama 9
Die Popularität von König Bhumibol, Rama 9 ist in Thailand ungebrochen. Durch seine Nähe zum Volk und seine unbürokratische Hilfe der Landbevölkerung hat sich der König tief in den Herzen der Thailänder eingenistet. Sein Tod im Jahre 2016 war für viele eine Tragödie. Noch heute bekunden zahlreiche Bilder in der Öffentlichkeit die tiefe Zuneigung der Bewohner zu ihrem Monarchen. Eines der sehr Kreativen hängt in Kanchanaburi City auf dem Weg zum Skywalk.
Skywalk
Das neue Herzstück des Tourismus in Kanchanburi heißt Skywalk und ist eine 12 Meter hohe und in der ersten Bauphase 150 Meter lange Glasbrücke entlang des River Kwai. Der aus dem gleichnamigen Film bekannte Fluss vereint sich an dieser Stelle mit den Flüssen Kwae Yai und Kwae Noi – und deren zwei unterschiedlichen Farben des Wassers, die aus der Höhe gut zu sehen sind. Neben der Brücke wurden ebenfalls ein Park und eine erweiterte Walking Street mit neuen Geschäften und natürlich Essensständen ermöglicht.
Song Kwae Walking Street Nightmarket
Immer samstags (und nur am Samstag) öffnet von 17.30-21.30 Uhr der Song Kwae Street Nightmarket seine Läden, um thailändische Spezialitäten und Shopping-Schnäppchen freizugeben. Die komplette Straße entlang des Skywalks und die Strandpromenade werden gesperrt und bieten Künstlern und Händlern eine mehrere Kilometer lange Fläche, um ihre Produkte und Künste feilzubieten. Unter anderem können auch Minitische gemietet werden, um die gekauften Snacks und Getränke auf den Wiesen am Fluss zu verzehren.
Wat Thaworn Wararam Cemetery
Das Grab der Romusha erinnert an asiatische Zwangsarbeiter der Thai-Burma-Eisenbahn, deren Schicksal lange kaum dokumentiert wurde. Während alliierte Kriegsgefangene würdige Friedhöfe erhielten, blieben Hunderttausende asiatische Arbeiter meist namenlos. Unter einem Obelisken liegt eine Krypta mit den Überresten von über 10.000 Romusha. Die meisten stammten vermutlich aus Britisch-Malaya, daneben Arbeiter aus Indonesien, China und Vietnam. Zwischen 250.000 und 500.000 Asiaten wurden von den Japanern zum Eisenbahnbau gezwungen; etwa 40 % starben an Krankheit, Hunger und Misshandlungen. Das 1957 errichtete Denkmal markiert das „Grab der Zehntausend Seelen“ und wurde 2025 restauriert.
Thai Paper Mill
Die Fabrik wurde in den 1930er-Jahren als eine der ersten Papiermühlen Thailands gebaut und sollte die nationale Papierproduktion stärken. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände jedoch von der japanischen Armee beschlagnahmt und als Arbeitslager für alliierte Kriegsgefangene genutzt, die am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn beteiligt waren. Heute stehen nur noch Ruinen der alten Fabrik, darunter Mauern, Maschinenreste und überwucherte Gebäude. Der Lost Place hat sich zu einem stillen historischen Ort entwickelt, der sowohl an die industrielle Vergangenheit als auch an die Kriegsereignisse erinnert.
Jeath War Museum
Das Museum erinnert an die Geschichte der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn arbeiten mussten. Der Name JEATH steht für Japan, England, America, Australia, Thailand und Holland – die Nationen, die in die Ereignisse rund um die sogenannte „Death Railway“ verwickelt waren. Das Museum zeigt Fotografien, Zeichnungen, Dokumente und persönliche Gegenstände der Gefangenen. Ein Teil der Ausstellung ist in einer nachgebauten Bambushütte untergebracht, die die einfachen Lebensbedingungen in den Kriegsgefangenenlagern veranschaulicht. Eintritt 50 THB.
Wat Chai Chumphon Chana Songkhram
Der auch als „Wat Tai“ bekannte Tempel gehört zu den älteren religiösen Anlagen der Region, auch wenn sein genaues Gründungsdatum unbekannt ist. Besonders bemerkenswert ist eine historische Chedi neben dem alten Ubosot, die vom thailändischen Fine Arts Department als archäologische Stätte registriert wurde. Der Tempel spielte früher auch eine symbolische Rolle für thailändische Truppen, die hier vor Feldzügen Zeremonien abhielten. Zu den auffälligen Bauwerken gehört ein dekoratives „Engelsboot“, das ursprünglich als Krematorium für einen Abt errichtet wurde.
Brücke am River Kwai
Die Brücke am River Kwai steht in engem Zusammenhang mit dem Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1942 und 1943 ließ die japanische Armee eine etwa 415 Kilometer lange Bahnstrecke errichten, um Nachschub nach Burma zu transportieren. Tausende alliierte Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Südostasien mussten unter extremen Bedingungen arbeiten. Krankheiten, Hunger und Gewalt forderten viele Opfer. Am Fluss Khwae Yai entstand eine wichtige Eisenbahnbrücke, die später weltweite Bekanntheit erlangte. Die Ereignisse inspirierten Pierre Boulle zu seinem Roman „Die Brücke am Kwai“, der als Vorlage für den Film von 1957 diente.
Kanchanaburi War Cemetery
Der Kanchanaburi War Cemetery ist eine der wichtigsten Gedenkstätten für Opfer des Zweiten Weltkriegs in Thailand. Auf dem Friedhof ruhen fast 7.000 alliierte Kriegsgefangene, die während des Baus der Thailand-Burma-Eisenbahn zwischen 1942 und 1943 ums Leben kamen. Viele starben an Krankheiten, Unterernährung, Erschöpfung und den harten Arbeitsbedingungen in den japanischen Kriegsgefangenenlagern. Die Anlage wird von der Commonwealth War Graves Commission gepflegt und ist sorgfältig gestaltet, mit langen Reihen identischer Grabsteine und gepflegten Grünflächen. Er erinnert an das Leid der Gefangenen und dient als stiller Ort des Gedenkens und der historischen Erinnerung.
Wang Hip Cemetery Park
Der Friedhof, welcher malerisch in die Landschaft eingebettet ist, dient seit vielen Jahrzehnten als Begräbnisstätte für Familien chinesischer Herkunft in der Region. Der Name bezieht sich auf „Chao Mae Wang Hip“, eine lokale spirituelle Figur, nach der der Friedhof benannt ist. Wie bei vielen chinesischen Friedhöfen in Thailand befinden sich auf dem Gelände neben Gräbern auch Schreine und Opferplätze, an denen Angehörige Rituale und Gedenkzeremonien durchführen. Besonders während traditioneller Feste wie Qingming (Grabreinigungsfest) besuchen Familien die Gräber, bringen Opfergaben dar und pflegen die Grabstätten.
Wat Tham Khao Pun
Der Tempel liegt auf einem Kalksteinhügel und ist vor allem für seine weitläufige Höhle (Tham) bekannt, die als religiöse Stätte genutzt wird. Betreten wird die Höhle über einen kurzen Aufstieg vom Tempelgelände aus. Im Inneren ist es heiß und feucht wie in einer Sauna, der unbändige Gestank von Fledermausexkrementen durchdringt die Atemluft. Im Inneren befinden sich mehrere Kammern mit Buddha-Statuen, Altären und religiösen Figuren. Stalaktiten und Stalagmiten prägen die natürlichen Formationen der Höhle, die teilweise mit farbigen Lichtern beleuchtet werden. Für Menschen mit Platzangst eher weniger geeignet.
Wat Tham Khao Laem
Wat Tham Khao Laem (วัดถ้ำเขาแหลม) entstand um eine kleine natürliche Höhle in einem Kalksteinberg, die dem Tempel auch seinen Namen gab („Tham“ bedeutet „Höhle“ ) Über eine Treppe, die gerade neu gebaut wird, gelangt man zur Höhle auf dem Hügel hinter dem Tempel, von wo sich ein weiter Blick über die umliegende Landschaft bietet. Vorsicht vor der Affenbande, die hier ihr Unwesen treibt! Der Tempel entwickelte sich aus einer einfachen Höhlenstätte mit einer Buddha-Statue, die später von Mönchen und der lokalen Bevölkerung ausgebaut wurde. Besonders auffällig ist eine große weiße Buddha-Statue auf einer erhöhten Plattform, die weithin sichtbar ist und den Blick auf die Umgebung und den Fluss ermöglicht.
Wat Ban Tham
Der Tempel (วัดบ้านถ้ำ) liegt am Fuß eines Kalksteinberges nahe dem Mae-Klong-Fluss und ist vor allem für seine Höhle sowie für den Aufstieg zu einem Aussichtspunkt bekannt. Der Zugang zur Heavenly Dragon Cave erfolgt durch eine große Drachenstatue, die als Tor dient. Im Inneren befinden sich mehrere kleine Höhlenkammern mit Buddha-Statuen, Altären und religiösen Figuren. Von dort führt eine lange Treppe weiter den Berg hinauf zu einer großen goldenen Buddha-Statue und zu einem Aussichtspunkt. Kurz vor dem Gipfel gibt es dann ein Erdloch mit einer weiteren Höhle, die heiß wie die Hölle ist. Ganz oben bietet sich dann ein weiter Blick über Fluss, Reisfelder und die umliegende Landschaft. Ganze 680 Stufen später!
Heavenly Dragon Cave
Die Cave ist eine natürliche Kalksteinhöhle im Berg hinter dem Tempel Wat Ban Tham. Während der Tempel selbst eine größere religiöse Anlage mit mehreren Gebäuden und Aussichtspunkten umfasst, bezeichnet Heavenly Dragon Cave speziell einen Teil des Höhlensystems im Berg, der als spiritueller Ort gestaltet wurde. Der Zugang führt zunächst durch den bekannten Drachen-Eingang des Tempels und anschließend in mehrere miteinander verbundene Höhlenkammern, die teilweise nach oben offen sind. In diesen Kammern befinden sich Buddha-Statuen, kleine Schreine, Opferplätze und religiöse Figuren, die zwischen natürlichen Felsformationen. Stalaktiten und Stalagmiten prägen das Innere der Höhle.
Im Yok Sai Nationalpark
Staudamm
Der Bau des Srinakarin-Staudamms dauerte 6 Jahre und wurde 1980 vollendet. Danach wurden sukzessiv immer mehr Turbinen in Betrieb genommen, die Letzte 1991, um die volle Leistung des Staudammes auszuschöpfen.
Die Baukosten stiegen durch einen Planungsfehler von 45 Millionen US-Dollar bis zur Fertigstellung auf 114 Millionen US-Dollar.
Sonnenuntergang am Staudamm
Einer der romantischen Momente ist der Sonnenuntergang auf der Staudamm-Mauer. Hier am besten einen Roller mieten und bis zum Ende der Stau Straße fahren, mit einem Getränk Deiner Wahl in der Hand und einem Lieblingsmenschen an der Anderen.
Geparkt wird am Fuße des Hügels und dann geht es die 7 Stufen bis zum Himmel hinauf. Die einzelnen Terrassen sind super ausgeschildert und am Morgen quasi menschenleer. Ein wenig Sportlichkeit wird dir aber schon abverlangt, wenn du bis auf den Gipfel kommen möchtest.
Zwischendurch gibt es immer wieder Orte, die zum Verweilen oder sogar schwimmen einladen. Getränke und Essen darf ab dem offiziellen Eingang aufgrund der Plastikverschmutzung nicht mit in den National Park genommen werden. Wege sind nicht selbständig zu verlassen und natürlich sind baden und schwimmen nur an den dafür zugelassenen Orten erlaubt. Aber wem sage ich das? Ihr seid ja Erwachsen!
mehr Highlights in Kanchanaburi
- Hellfire Pass Interpretive Centre
- Elephant Haven Thailand
- Chinese Soldier Tomb
- Death Railway Museum
- Krasae Cave
- Wat Khao Khiriwong
- Geschichtspark Mueang Sing
- Shinto Park
- Tiger Cave Tempel









































