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Das Everest Base Camp in Tibet, auch als „Qomolangma Base Camp“ bekannt, ist einer der legendärsten und beeindruckendsten Orte des Himalaya. Es liegt auf etwa 5.200 Metern Höhe in der Nähe des Dorfes Rongbuk und bietet spektakuläre Aussichten auf die gewaltige Nordflanke des Mount Everest. Im Gegensatz zum nepalesischen Base Camp ist der Zugang von der tibetischen Seite aus per Straße ziemlich komfortabel: Über den Friendship Highway und vorbei an der Klosteranlage Rongbuk gelangen Reisegruppen und Abenteurer bis auf wenige Kilometer an den Fuß des höchsten Berges der Welt.

Das riesige Felsterritorium wird im Sommer zu einem provisorischen Zeltlager für Bergsteiger und Touristen. Beeindruckend ist vor allem die Stille des Plateaus, die schneebedeckten Gipfel im Licht der aufgehenden Sonne und das Gefühl, dem Dach der Welt zum Greifen nah zu sein. Tickets zum Base Camp müssen in Shigatse oder Tingri erworben werden; auch medizinisch sollte man auf die große Höhe vorbereitet sein.

Unweit des Camps steht das Rongbuk-Kloster, das als höchstes Kloster der Welt gilt. Von hier aus genießen Pilger und Besucher einen der ikonischsten Ausblicke auf den Everest. Das Base Camp eignet sich sowohl als Zwischenstopp für Peak-Expeditionen als auch als Ziel einer einmaligen Tibet-Reise. Trotz der Höhenlage und kargen Landschaft ist der Platz magisch und beeindruckend. Wer einmal am tibetischen Everest Base Camp gestanden hat, nimmt das unvergessliche Panorama und den Zauber des Himalayas für immer mit nach Hause.

Informationen über Visum, Einreise­bedingungen, Steckdosen, Geld ab­heben und vieles mehr, findest Du unter Reisevorbereitung Tibet

Anfahrt Everest Base Camp von der chinesischen Seite

Mit dem Elektrobus an die Spitze

Da die Chinesen beim Umweltschutz ganz weit vorne sind, besonders im Verkehr, wird die Strecke vom letzten Parkplatz zum Everest Base Camp mit dem Elektrobus zurückgelegt. Die Fahrt dauert entspannte 45 Minuten und führt wie immer auf dieser Reise durch atemberaubende Landschaften.
Als Pauschaltourist kann ich leider zu den Abfahrtszeiten und Preisen nicht wirklich was sagen, da sich unser Guide liebevoll um seine Schäfchen gekümmert hat.

Hostels und Hotels am Everest

Empfehlungen gibt es nur bei Trip.com, alle anderen haben keine Unterkünfte auf der chinesischen Seite.

Everest Base Camp - Rongpuk Hotel

Rongpuk Hotel

Das Hotel gleich einer Containerburg mit Après-Ski-Hütte. Die Betten haben Sauerstoffversorgung am Kopfende für die Höhe von 5200 Metern über Null, was das Schlafen sehr angenehm macht. Unterstützend noch ein Luftbefeuchter und ein Wasserkocher, I like! Ansonsten gibt es Fußbodenheizung bei knappen 12 Grad Zimmertemperatur. Was sich bei –20 Grad Außentemperatur extrem warm anfühlt. Das Bad hat keine Dusche, nur Toilette und Waschbecken. Bei einem Tagesausflug und den Temperaturen hatte ich auch nicht das Bedürfnis, mich körperlich zu reinigen.

Mount Everest Base Camp

Everest - Base Camp in Tibet

Wer auf der Nordroute durch Tibet reist, erreicht nach der Fahrt über Lhasa und Shigatse schließlich das Everest Base Camp bei Rongbuk auf rund 5.150 bis 5.200 Metern Höhe. Die Anfahrt von der tibetischen Seite führt typischerweise über Shigatse und Shegar (das neue Tingri), von wo aus es noch etwa 100 Kilometer und rund fünf Stunden Fahrt über kurvige Passstraßen bis nach Rongbuk sind. Unterwegs überquert man Pässe wie den Gyatso La und den Pang La, beide über 5.200 Meter hoch – hier zeigt sich meist der erste freie Blick auf den Everest. Insgesamt dauert die Strecke ab Lhasa meist zwei Tage, oft mit Zwischenstopps in Gyantse oder Shigatse zur Akklimatisierung.

Wichtig zu wissen: Seit 2019 dürfen Touristen nicht mehr bis zum historischen Basislager der Bergsteiger vorfahren. Dieses liegt heute abgeschottet einige Kilometer weiter und ist ausschließlich Expeditionsteams vorbehalten. Reisende gelangen stattdessen bis zum Bereich des Rongbuk-Klosters, des höchstgelegenen Klosters der Welt auf etwa 4.980 bis 5.050 Metern, und von dort per Shuttle-Bus oder zu Fuß weiter zu einem für den Tourismus errichteten Zeltlager nahe dem Kloster – von hier aus ist der Blick auf die Everest-Nordwand praktisch identisch.

Entgegen der landläufigen Vorstellung handelt es sich dabei nicht um klassische Nomadenzelte, sondern um ein organisiertes, mehrfach modernisiertes Zeltcamp: robuste Zelte mit sechs bis zehn Betten, Ofenheizung, teils WLAN und in den letzten Jahren zunehmend sauberere sanitäre Anlagen. Das Camp ist nur von April bis Ende Oktober geöffnet. In den Wintermonaten dient stattdessen das Gästehaus des Rongbuk-Klosters, das inzwischen renoviert wurde und über Fußbodenheizung, warmes Wasser und teils sogar Sauerstoffversorgung verfügt, als einzige Unterkunftsmöglichkeit.
Aufgrund der extremen Höhe ist eine vorherige Akklimatisierung in Lhasa oder Shigatse dringend zu empfehlen.

Everest Base Camp - Ausblick zum Mount Everest
Everest Base Camp - Yaks vor dem Kloster

Rongbuk Kloster

Everest - Ausblick vom Rongbuk Kloster

Das Rongbuk-Kloster gilt als das höchstgelegene Kloster der Welt und liegt auf gut 4.980 Metern Höhe im Kreis Dingri, nur wenige Kilometer von der Nordwand des Mount Everest entfernt. Gegründet wurde es 1902 von dem Nyingmapa-Lama Ngawang Tenzin Norbu in einem Gebiet von Meditationshütten und Höhlen, die Mönche und Nonnen bereits seit dem 18. Jahrhundert nutzten. Es gehört damit zur Nyingma-Schule, der ältesten Strömung des tibetischen Buddhismus.
Besonders bemerkenswert: Rongbuk ist eines der wenigen Klöster Tibets, in dem Mönche und Nonnen gemeinsam leben – wenn auch in getrennten Unterkünften. In seiner Blütezeit sollen hier bis zu 500 Mönche und Nonnen gelebt haben; heute ist die Gemeinschaft deutlich kleiner. Während der Kulturrevolution wurde das Kloster 1974 vollständig zerstört. Seit den 1980er-Jahren laufen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, bei denen auch die Wandmalereien in den Hauptsälen erneuert wurden.

Historisch ist Rongbuk eng mit der Geschichte der frühen Everest-Expeditionen verknüpft: Obwohl der damalige Rongbuk-Lama die ersten Bergsteiger als „Häretiker“ betrachtete, gewährte er ihnen dennoch Schutz und unterstützte sie mit Nahrung, während er zugleich für ihre Bekehrung betete. Bis heute bitten Expeditionsteams den Abt des Klosters traditionell um seinen Segen, bevor sie sich auf den Weg zum Everest machen.
Architektonisch ist das Kloster deutlich schlichter als die großen Klosteranlagen in Lhasa: ein mehrstöckiges Hauptgebäude um einen kleinen Innenhof, eine weiße Chorten-Stupa davor, dahinter die schroffe Kulisse der Everest-Nordwand. Wer die Stufen zur Haupthalle erklimmt, findet dort Wandmalereien sowie Statuen von Sakyamuni und Padmasambhava. Zwei Punkte gelten als beste Fotospots: die weiße Stupa vor dem Kloster und eine kleine Anhöhe dahinter – beide bieten freie Sicht auf den Gipfel.

Trotz seiner Schlichtheit macht gerade die Kombination aus jahrhundertealter Klostergeschichte, dünner Höhenluft und dem überwältigenden Panorama des Everest Rongbuk zu einem der eindrücklichsten Orte auf der gesamten Tibetreise.

Everest - Gebetsraum Rongbuk Kloster
Everest - Innenhof Rongbuk Kloster

Reiseziele in Tibet

Tibet  - Reisevorbereitung
Lhasa  - Reisebericht
Shigatse  - Reisebericht