Reisevorbereitung Indien

Flagge von Indien

Deutsche Botschaft Indien

Deutsche Botschaft Delhi
No. 6/50G, Shanti Path,
Chanakyapuri, New Delhi 110021

Telefon: +91 11 44 19 91 99
Fax: +91 11 26 87 31 17

Allgemeiner Notruf / Polizei: 110

 

Reisevorbereitung Indien

Indien ist ein Land der Gegensätze, wer einmal hier war wird es sein Leben nicht vergessen. Der Kulturschock dem der Reisende ausgesetzt ist, lässt erst im Laufe der Zeit nach. Auf der einen Seite Goa mit Yoga und veganen Restaurants, auf der anderen Seite Mumbai und New Delhi als wahre Molochs und im Falle von Mumbai mit dem größten Slum der Welt. Indien ist anstrengend, schmutzig und nervig und ich bedaure jeden der diese Erfahrung nicht machen durfte

 

Visabestimmungen

Die Einreise nach Indien ist visumpflichtig. Die Beantragung erfolgt über ein e-Tourist Visa (e-TV).
Dieses ist 120 Tage der besser gesagt zweimal 60 Tage gültig. Nach 60 Tage muss einmal die Grenze passiert werden (VisaRun). Am schnellsten bekommt Ihr das Visum bei e-visums.de

Eine Überziehung des der Aufenthaltsdauer (Overstay) ist in Indien auf keinen Fall zu empfehlen. Hohe Geldstrafen, Haftstrafen und lebenslanges Einreiseverbot können hier verhängt werden. Da lassen die Inder mit sich nicht spaßen.

Wichtig Bei der Einreise besonders auf den Einreisestempel achten. Sollte der Vergessen werden oder nicht die richtige Zeitangabe haben sofort reklamieren. Bei Verlust des Reisepasses oder fehlenden Einreisestempel kann es zu mehrtägigen Verzögerungen bei der Ausreise kommen.

 

Impfungen für Indien

So schön und romantisch die Vorstellungen auch sind, darf man doch nicht vergessen das wir in ein „dritte Welt – Land“ reisen. Krankheiten die in Europa mit dem Durchimpfen der Bevölkerung so gut wie ausgerottet sind gelten dort als „normal“.

Zu nennen sind hierbei:

 – Hepatitis A
 – Hepatitis B
 – Tollwut
 – Cholera
 – Malaria
 – Japanische Enzephalitis
 – Gelbfieber
 – Bilharziose

Meine Empfehlung für die entsprechende Beratung und die anschließenden Impfungen ist das Tropeninstitut der Charité in Berlin am Spandauer Damm 130.

Alles weitere steht auf der Seite des Tropeninstitutes

Die Wartezeiten waren bei mir am Vormittag zwischen 20 – 45 Minuten, je nach Personalbesetzung.
Es gibt eine extra Warteschlange für Personen die schon beraten worden sind und nur die Spritze in den Arm brauchen. Da geht das deutlich schneller.
Pro Behandlung gab es bei mir 2 Stück in den Oberarm.
Da ich das volle Programm brauchte (Immunisierung der Standards alle 10 Jahre)
kam ich mit drei Terminen im Abstand von jeweils zwei Wochen weg.

Preise:
– Erstberatung 10 min, 12,- EUR
– Tollwut, 3x a 60,- EUR
– Tetanus, Diphterie, Polio, Pertussis, 42,- EUR
– Typhus, 25,- EUR
– Hepatitis A, 60,- EUR
– Hepatitis B, 66,- EUR

Bezahlt wird in bar oder per EC-Karte.

Mitnehmen: Impfbücher, Kugelschreiber, EC Karte oder genügend Bargeld.

Spartipp: Klassische Impfungen (die Standards) werden von der Krankenkasse übernommen.

 

Optimale Reisezeit

Indien ist ein Land der Gegensätze. Der Subkontinent spaltet sich in 7 verschiedene Klimaregionen auf, so dass es nicht möglich ist für jeden Ort die optimale Reisezeit anzugeben. Allgemein sei gesagt, dass zwischen Dezember bis Februar die beste Reisezeit ist um den gesamten Subkontinent zu bereisen. Wobei Rajasthan mit Jaisalmer als das Heißeste in Indien und Assam als das feuchteste Gebiet der Erde gilt.

 

Zugreisen in Indien

Während wir kleinere Strecken mit der Bahn zurücklegen werden, ist für die Strecke Bangalore nach Delhi (2077 km) dann doch lieber ein Flug geplant. Die ganze Strecke mit dem Zug hätte uns 39 Stunden Fahrt gekostet.
Und Zeit haben Reisende ja bekanntlich nicht.
Eine gute Möglichkeit Zugverbindungen zu prüfen ist die Seite mustseeindia.
Hier haben wir die verschiedenen Ankunfts- und Abfahrtzeiten unserer Züge koordiniert. Hotels können wir so sparen, geschlafen wird im Zug.
Die Preise sind mehr als human.
Im Schnitt kosten Tickets zwischen 8 EUR – 22 EUR je nach Strecke.
Einmal quer durch Indien (Delhi – Bangalore) 2350 INR = 33,- EUR für 2077 km in 39 Stunden oder mit dem Flugzeug in 2h 40min für 88,- EUR.

Es gibt folgende Wagenklassen:

Sleeper Liegewagen ohne Klimaanlage (drei Betten übereinander quer und zwei längs, kein Bettzeug)
AC3 Liegewagen mit Klimaanlage (drei Betten übereinander quer und zwei längs)
AC2 Liegewagen mit Klimaanlage (zwei Betten übereinander quer und längs, Vorhänge)

Die Buchungen sollten frühzeitig erfolgen, bei uns waren AC-Klassen schon teilweise 60 Tage vor Abreise ausgebucht und wir mussten auf die Warteliste. 

 

Geld

Die Einfuhr von Rupien ist nach Indien strengstens untersagt. Das bedeutet natürlich Geld oder eine gute Kreditkarte mitnehmen. Meine Empfehlung ist wie immer in diesem Fall die DKB VISA Card.


Das einzig nervige ist die Menge die der Automat ausspuckt. Bei 10.000 INR ist meistens Schluss, das sind nach heutigem Stand (12/2017) 125 EUR.
 

Mobiles Internet

Indien ist das Land von Vodafone und Airtel.
Beide Anbieter teilen sich den Markt auf.

Ich habe für meine Geräte (Smartphone und Tablet-PC) Vodafone IN gewählt.

Der Vertrag war ein wenig schwierig zu bekommen. Krischey unser Fahrer führte uns zu einem offiziellen Vodafone Shop. Hier am Eingang sollten wir an einem Automaten eine Wartenummer ziehen und unsere indische Telefonnummer angeben. (Genau DIE welche ich erst käuflich erwerben wollte.)

Nach kurzer Nachfrage wurden wir dann vom Filialleiter bedient, der sich vielmals entschuldigte und uns Getränke anbot.

Vorsicht: niemals Wasser trinken was einem in Gläsern gereicht wird. Das kommt aus einer guten indischen Wasserleitung und setzt den Durchschnittseuropäer Schachmatt.

Wichtig: Für einen Mobilfunkvertrag benötigt man ein Passbild und eine Passkopie. Bitte Beides schon dabei haben. (Passbild und Kopie pro Vertrag) Also 2 Passbilder und zwei Kopien für zwei Telefonkarten.

SIM Karten in Indien haben Standard Format. Es ist aber kein Problem sich eine Micro SIM zuschneiden zu lassen.

Mein Tarif kostete je Gerät 1000 INR und enthielt 1GB Datenvolumen. Damit bin ich bei sparsamer Nutzung (Google Maps und schnelle Recherchen) gute 30 Tage weit gekommen. Wenn nicht kann man die Karte bei Nennung der Telefonnummer an jedem Kiosk beliebig aufladen lassen.

Noch etwas zum Schluss: In Indien gibt es Telefonwerbung. Sobald der Anschluss aktiv ist bekommt man 3-4 mal täglich SMS mit Werbebotschaften. Also lieber schon vorher darauf einstellen.

 

Strom und Kabel und Verteiler

Die Steckdosen in Indien sind vielfältig. Wer auf regelmäßige Aufladung seiner liebsten Spielzeuge angewiesen ist sollte auf keinen Fall einen Adapter vergessen.

 

Sprache und Verständigung

Englisch ist in Indien eine der offiziellen Amtssprachen. Das ist gut wenn man ein Amt besucht. In abgelegenen Dörfern und Gebirgsregionen ist es den Einwohnern allerdings egal was Amtssprache ist. Die Wahrheit ist das nur gebildete Inder englisch sprechen, sobald man es mit einfach strukturierten Menschen zu tun hat, verstehen die kein Wort.

 

Zeitumstellung und Feiertage

Zeitzone
Indian Standard Time (IST) gilt in ganz Indien
Universal Time Coordinated (UST) +5:30 Stunden
Mitteleuropäischen Standardzeit (CET) +4:30 Stunden

Differenz Deutschland
Deutschland Sommerzeit: +5:30 Stunden
Deutschland Winterzeit: +4:30 Stunden

Feiertage
Januar, 26. Tag der Republik
August, 15. Unabhängigkeitstag
Oktober, 2. Geburtstag Mahatma Gandhi

jährlich schwankende Feiertage
März / April – Karfreitag
Mai – Muttertag
Mai / Juni – Fest des Fastenbrechens
Juni – Vatertag
Juli / August – Islamisches Opferfest
August / September – Awal Muharram (islamisches Neujahrsfest)
Oktober / November – Diwali (hinduistisches Lichterfest)

nicht berechenbare Feiertage
Zusätzlich hat Indien noch eine Vielzahl an hinduistischen Feiertagen die über Jahre hinweg nicht vorauszusehen sind. Am besten mal vor Ort jemanden fragen.

Hoi An – Weltkulturerbe

Hoi An – Fischerdorf und Weltkulturerbe in Vietnam

Eines der idyllischen Orte, die ich in Vietnam kennenlernen durfte, ist das kleine Fischerdorf Hoi An. Von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe erklärt wurde es im Zuge der Jahre restauriert und für die Touristen zugänglich gemacht. Etwas abseits der Altstadt tummeln sich neben den Touristen auch sehr aktive Nomaden und Expats.

 

Anfahrt nach Hoi An

Mit dem Nachtbus gibt es die Möglichkeit direkt von Nha Trang nach Hoi An zu gelangen.
Alle andern Optionen wie Zug oder Flugzeug beinhalten einen Zwischenstopp in Da Nang und eine 21 USD teure Taxifahrt bis nach Hoi An.
Da Nang als größere Stadt hält alle Optionen sich fortzubewegen für den Reisenden bereit.

 

Fortbewegung in Hoi An

Motorroller

In Hoi An selbst bewegt man sich am besten mit dem Motorroller vorwärts. Etwas vorsichtig und immer im Flow der Einheimischen Bewegung. Roller fahren ist in Hoi An gar nicht so schwer zu lernen. Es gibt unzählige kleine Pfade über Reisfelder auf denen man üben kann. Ich selbst durfte meine ersten Rollererfahrungen hier machen.

mein treuer begleiter in hoi an

Durch unseren Host war Führerschein und Pass kein Problem. beides wurde nicht gebraucht. Allerdings bin ich in Vietnam nicht fit was die rechtlichen Voraussetzungen angeht. So ist es in Thailand bspw. nicht gestattet als Deutscher ein motorisiertes Gefährt zu bewegen (Stand 02/2018). weder mit deutschem noch internationalem Führerschein.

 

Zu Fuß

Wer sich direkt an oder in der Altstadt einmietet, hat gute Chancen alles Sehenswerte zu Fuß zu erkunden. Die Altstadt ist sehr übersichtlich und die Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander.

 

Taxi / Uber

Ansonsten gibt es für den Notfall an jeder Ecke Motoradtaxen die einen für ein geringes bis nicht so geringes Entgelt an jeden Winkel der Stadt bringen. Für den Weg zum Flughafen haben wir ein Uber genommen, da mir wie immer die Lust am Erklären und Verhandeln mit Taxifahrern fehlt.

 

Hotels

Da Hoi An kein Geheimtipp mehr ist, gibt es in der Stadt unzählige Hotels in jeder Preisklasse. Auf Empfehlung der Inhaberin vom Hub-Hoi-An habe ich lieber eine private Unterkunft gewählt die wie AirBnB vermietet wurde. Davon gibt es ein wenig abseits der Touristen viel in unterschiedlichen Qualitäten.

 

Homestay Ricefield

Das Homestay Rice Field von Mike und Hanh war die perfekte Wahl. schon die Bewertung bei Booking.com mit 9,7 von 10 war sehr aussagekräftig. Nachdem ich mitten in der Nacht aus dem Bus ausgestiegen bin wanderte ich in die Einöde zu den Beiden. Völlig entspannt kam ich da um 08.00 Uhr an und wurde auch gleich herzlich empfangen.
Im Vorfeld hatten die beiden schon nach meiner Ankunft gefragt, die ich leider nicht genau angeben konnte. Mein Zimmer war trotzdem schon fast fertig.

ricefield homestay hoi an

Die Innenausstattung ist super komfortabel, alles ist sauber und total modern. Mike und Hanh behandeln ihre Gäste wie Familie. Ich würde jederzeit wieder da wohnen, obwohl es sehr abgelegen ist. Auf Nachfrage kannst Du aber dort einen Motorroller mieten, der wird direkt geliefert.

 

Homestay Pink House

Mein Travelbuddy der zwei Tage später in Hoi An ankam hatte leider nicht das Glück im Rice Field Homestay zu wohnen. Seine Erfahrungen decken sich aber mit meinen. Seine Gastfamilie war ebenso herzlich und bemüht dass er sich bei ihnen zu Hause fühlt. Das Pink House ist ebenfalls nicht weit vom Wellness Tempel Ma Spa und dem CoWorking Space Hub Hoi An.

pink house hoi an

 

Cafe, Restaurant und CoWorking Space

Als kleines Fischerdorf mit zu vielen Touristen ist Hoi An wie dafür geschaffen außerhalb des Touristenrummels zu entspannen oder zu arbeiten. Hier findet sich die Zeit mal über die Strategie seiner Firma nachzudenken und auf ein Reisfeld zu schauen. Hier eine Favoriten für erholsame Tage.

 

HUB Hoi An

Einer der Gründe warum ich einen Zwischenstopp in Hoi An eingelegt hatte war das Hub Hoi An, ein CoWorking Space welches mir mit einen Kommentar bei Facebook aufgefallen war. Also kam es auf meine Bucket List für Vietnam.

Hub Hoi An

Sarah die Gründerin hat hier wirklich großartiges geleistet. In einer kleinen Villa mit klimatisiertem Wintergarten und großem Esstisch für das gemeinsame Mittagessen, sammelt sie Nomaden aus alle Welt um gemeinsam zu CoWorken. Neben der riesigen Siebträger-Kaffeemaschine, sorgt der französische Koch jeden Tag für das leibliche Wohl.

Adresse Hub Hoi An
Die Atmosphäre ist sehr familiär und entspannt. Mein nächster Trip in der Nähe wird mich auf jeden Fall wieder bei Sarah vorbeiführen.

 

Wellness Tempel Ma Spa

Wer von seinen Kunden gestresst ist oder sich nur mal entspannen will findet gleich neben dem HubHoiAn die entsprechende Wellness Oase. Member des Hubs bekommen automatisch 30% Rabatt auf alle Dienstleistungen.
Ich nutzte die Auszeit um in drei Tagen meine Hände und Füße pflegen zu lassen und mir eine ordentliche Massage zu gönnen. Die Damen sind wirklich zuckersüß und machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis.

 

Circle Restaurant

Den besten Burger in Town bekommt ihr im Circle Restaurant direkt in Hoi An. Meine persönliche Empfehlung ist der Aussie Juice Lucy Burger für 165.000 VND. Klingt fett, ist er auch. Der Besitzer ist fanatisch in der Fertigung einer Hamburger und in der ganzen Stadt dafür berühmt und berüchtigt.

Circle Restautrant Hoi An

 

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Die Altstadt mit ihren kleinen gelben Häusern ist echt nice. Wichtig zu wissen: Die komplette Altstadt ist für Fahrzeuge gesperrt. Den Motorroller also rechtzeitig stehen lassen und nicht vergessen den Parkplatz auf Google Maps zu markieren.

Restaurant in der Altstadt von Hoi An

Ein Spaziergang lohnt sich auf alle Fälle, leider sind alle Häuser mittlerweile zu Geschäften ausgebaut worden und den Profit zu maximieren. Die Preise sind deutlich über denen in der Stadt. Dafür gibt es schöne Cafés die zum Verweilen einladen.

Am Fluss in Hoi An

Japanische Brücke – Chùa Cầu

Mitten in der Altstadt steht das Wahrzeichen von Hoi An, die japanische Brücke. Diese wurde von einer japanischen Handelsgilde gesponsert um die Viertel der chinesischen Handwerker und Händler mit denen der Japanischen zu verbinden. Was sehr nett und freundlich klingt diente wahrscheinlich dazu den Handel der Geschäftsleute zu vereinfachen. Die Eingänge bewachen auf der japanischen Seite zwei Affen und auf der Chinesischen zwei Hunde. Diese Skulpturen spiegeln den Anfang des Bauwerkes im Jahr des Affen und die Fertigstellung im Jahr des Hundes wider.

Japanische Bruecke in Hoi An

Der Bau der 18 Meter langen überdachten Brücke dauerte zwei Jahre.
In der Mitte befindet sich eine Kammer in der die Schutzgeister der Brücke wohnen. Ihnen darf gerne Speis und Trank gespendet werden.

 

Schneider in Hoi An

Die Stadt ist in Vietnam bekannt für das gute und traditionelle Schneidrhandwerk. Wenn als Anzug schneidern, dann hier. Auf der Hauptstarsse reiht sich auch ein Schneidr an den anderen. Neben Anzügen habe ich auch Kleider gesehen was für Schneider eher selten ist. Einfach mal ausprobieren.

 

Beach An Bang

Der Beach ist etwas außerhalb des Dorfes. Am besten kommt man mit dem Taxi oder gleich dem eigene Motorroller dahin. Die direkte Zufahrtsstraße a den Beach ist komplett touristisch verseucht. Schlepper und Verkäufer auf Schritt und Tritt. Und ich war bei schlechtem Wetter da. Nicht auszumalen was bei eitlem Sonnenschein da los ist.

Strand von Bang An

Meine Empfehlung, mit dem eigenen Fahrzeug so nah wie möglich an den Strand und dann zu Fuß weit weg von der Zufahrtsstraße. Der Strand ist lang genug und wird nach ein paar hundert Metern deutlich leerer und entspannter. Ähnlich wie Thais laufen auch Vietnamesen nicht gern.

 

Hotspots die ich mir nicht angeschaut habe:

Nachtmarkt

Morgenmarkt von Hoi An

My Son Tempelanlage

Nha Trang – Badeort der Russen

Nha Trang – Touristenhochburg in Vietnam

Was Varadero für Kuba und Alanya für die Türkei ist, das hat Vietnam mit Nha Trang. der gesamte Ort ist von russischen Pauschaltouristen besetzt. Bei meiner Ankunft um 05.00 Uhr früh in der Innenstadt habe ich davon aber noch nicht so viel mitbekommen. Die Stadt ist zu diesem Zeitpunkt schon in voller Aufbruchsstimmung. Es war erstaunlich wie viele Vietnamesen um diese Zeit schon sportlich unterwegs sind. Entlang des Strandes gibt es unzählige Gruppen die Hacky Sack spielen, allerdings mit einem eigenen Sportgerät was eher an einen Federball erinnert. Andere üben sich in Yoga, Schwertkampf oder auf offiziellen Trimm-dich-Pfaden wie Deutschland das in den 70ziger Jahren versucht hat.

 

Bus nach Nha Trang

Von Saigon aus gibt es mit dem Hanh Cafe Busunternehmen eine sehr bequeme Verbindung. In knappen 10 Stunden über Nacht geht es nach Nha Trang. Im Bus befinden sich Betten, so dass man bequem liegen und schlafen kann, während der Bus mit stolzen 50 Km/h dahindonnert. Vorsicht ist nur bei den langen Kerlen geboten. Ich glaube ab 1,80 m wird das unbequem.

Schlafbus nach Nha Trang

Ich hatte einen Hop on / Hop off – Trip für 950.000 VND bis Hanoi gebucht. Dabei ist das Ticket 4 Wochen gültig und man nimmt den Bus der in die Reisepläne passt. In meine Fall Ankunft um 5.50 Uhr in Nha Trang, Weiterfahrt um 18.30 Uhr Richtung Hoi An. So waren dann auch knappe 12 Stunden mehr als genug die paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern und noch was zu essen.

 

Taxi und UberX in Nha Trang

Taxen habe ich in Massen gesehen, die meide ich aber wegen der Sprachschwierigkeiten und schlechten Erfahrungen in Vietnam generell. Ich hatte mich spontan mit einem Motorradtaxi angefreundet und es nicht bereut. Mein Lieblingsbeförderungsunternehmen UBER zeigte mir bei drei Versuchen „keine Fahrzeuge verfügbar“ an. Ich gehe also davon aus das UBER in Nha Trang noch nicht tätig ist.

 

Cafe, Restaurant und CoWorking Space

Die üblichen Verdächtigen, die ich in Saigon liebgewonnen habe scheint es hier in Nha Trang nicht zu geben. Während meines 12-stündigen Ausfluges habe ich keins der Logos erspäht, um mich kurz mit einem Getränk zu versorgen. Einzig Highlands Coffee war mit zwei Filialen vertreten.

Highlands Coffee

Diese Kette ist ganz in der Nähe der Bushaltestelle. Hier lohnt es sich vor der Abfahrt noch was zu trinken und die Fotos zu sortieren. Ich für meinen Teil schreibe hier gerade diesen Artikel. 😉

 

Sehenswürdigkeiten

National Oceanographic Museum und Aquarium

Kleiner als man denkt, interessanter als man erwartet. Das Museum liegt ein wenig außerhalb des Stadtkerns und ist mit Taxi oder auch zu Fuß gut zu erreichen. Da ich früh um 5.00 Uhr mit dem Bus aus Saigon angekommen bin hab ich den Spaziergang gewählt. Die Strecke ist schön, immer am Strand entlang Richtung Süden.
Geöffnet wird das National Oceanographic Museum um 06.00 Uhr und mit 40.000 VND ist man günstig dabei. Zu sehen sind kleine Außenbecken mit allerlei Fischen die man beim Tauchen im Südchinesischen Meer sehen würde. Später im Haus was eher an ein Fisch Gefängnis erinnert (kahle Gänge, vergitterte Fenster und alles ein wenig verfallen) kamen dann meine Highlights. ich hatte beim Schwimmen in Ägypten gehört, das ich an verlassenen steinigen Stränden auf keinen Fall ins Wasser gehen sollte. Die Chance auf einen Steinfisch zu treten ist groß und meistens auch einmalig. Das Gift der Rückenflosse ist tödlich. Also achte ich jetzt immer (paranoid wie ich bin) auf die Steine im roten Meer.

Steinfische im Aquarium

Das ist nach dem Museum jetzt vorbei, es gibt keine Chance den Steinfisch zu sehen. Er ist perfekt an seien Umwelt angepasst. Jetzt weiß ich erst wie naiv ich war. Habt Ihr ihn erkannt? Der Oragene Stein und links daneben sein dunkler Freund sind die Fische!

In dem anderen Haus ist die komplette Lebenswelt konservierte in Gläsern zu sehen Muscheln und Fische in Formaldehyd. Regale voller Gläser, gruselige Musik und eine kleine Asiatin die vor sich hin summt während sie Fisch seziert. das Ganze ergibt einen guten Horrorfilm.

Horrorkabinett Fischmuseum

Im letzten Haus ist dann noch traditionelles Equipment versus modernes Fischen ausgestellt. Für mich alles sehr informativ, obwohl ich nicht der Museumsgänger bin. Hat aber nicht geschadet.

 

Vinpearl Cable Car

Wer schon so südlich von Nha Trang unterwegs ist kann auch gleich das nächste Ereignis mitnehmen. Die wohl längste Gondelbahn der Welt. (nach Angaben aus dem Cafe am Museum). Mit 3300 Metern aber schon ziemlich lang.

Seilbahn in Nha Trang

Die Seilbahn verbindet das Festland mit der vorgelagerten Insel auf der sich ein Hotel mit Spa und der Vergnügungspark Vinpearl befinden. Die Fahrt in luftiger Höhe dauert ca. 10 Minuten, ist aber unverschämt teuer. Da die Betreiber keinen Seilbahntourismus wollen ist die Fahrt gleich im Eintrittspreis für den Vergnügungspark inkludiert. Das bedeutet, wer nur mal die wirklich beindruckende Seilbahn nutzen möchte zahlt 800.000 VND für das Vergnügen. Mir war bei dem Preis nicht danach.

 

Vinpearl Vergnügungspark

Früh um 07.00 Uhr beginnt die Wanderung ganzer Heerscharen an russischen Pauschaltouristen Richtung Insel. Der Vergnügungspark muss wohl sehr spektakulär sein, wenn man die Karte an der Cable Car liest. Neben unzähligen Restaurants und cafes klingen Namen wie 4D Ocean Cinema und Bungee Jump ganz gut in den Ohren. Vielleicht beim nächsten Mal?

Wanderkarte Vinpearl

 

Nha Trang City Hall

Das Rathaus ist ziemlich wird in vielen Empfehlungen angegeben und erwähnt.
Als ich aber bei Google die Bildersuche einschaltetet ist mir aufgefallen das die meisten Bilder dort das Rathaus von Saigon zeigen. Blöd!
Da die City Hall auf dem Weg lag bin ich natürlcih daran vorbeigeschlendert. Große Schilder die das Fotografieren explizit verbieten und ein hoher Zaun machen keine große Lust weiter an diesem Ort zu verweilen. Gegenüber ist aber eine schöne Einkaufsmall. Dort einen Kaffee zu trinken ist schon eher mein Ding.

 

Katholische Kathedrale (erbaut um 1930)

Wer glaubt in Vietnam gibt es nur Buddhisten der irrt sich gewaltig. Auf der Reise sind mir eine Vielzahl an Kirchen begegnet. Nha Trang hat sogar eine Kathedrale. Auf der linken Seite befindet sich der Aufstieg auf den kleinen Hügel auf dem sie gebaut wurde.

Kathedrale Nha Trang

Umgeben von chinesischen Touristen wird man in einer Wolke von Menschen direkt bis vor die Kathedrale getragen. Fotografieren ist eher schlecht, es sei denn man nimmt fotografierende Asiaten mit ins Bild. Die römisch-katholische Bischofskirche ist Teil der vietnamesischen Diözese Nha Trang.

 

Long-Son-Pagode auf dem Drachenberg

Der Aufstieg auf den Drachenberg ist ein schönes Erlebnis. Mit Blick über die Stadt genießt man hier die weiße 14 Meter hohe Buddha Statue.

Eingang der Pagode von Lon Song

Buddha von Long Son

Während des Aufstiegs stehen links und rechts noch kleinere Pagoden und natürlich Kioske, wie sollte es auch anders sein. Direkt hinter dem Buddha gibt es, ähnlich wie bei uns Briefkastenanlagen, eine Begräbnisstelle. Allerdings total zerstört! Das Ganze erinnert an eine Postbox in der die Ahnen mit ihrer Urne eingemauert werden. Vorne drauf ein kleiner Grabstein. Sehr effizient und platzsparend.

Grabstellen von Long Son

Mir ist es leider nicht gelungen jemanden zu finden um zu erfahren warum fast alle Begräbnisstätten zerstört und geplündert waren.

 

Chợ Đầm Market (Zentralmarkt)

Auf dem Weg zum No Pagar noch ein kleiner Abstecher auf den Zentralmarkt um zu schauen wie Markt in Vietnam definiert wird. Im Gegensatz zum Ben-Than-Markt in Saigon ist der Cho Dam Markt wirklich auf di Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung ausgerichtet.

Zentralmarkt Nha Trang

Hier gibt es neben Lebensmitteln die Waren des täglichen Bedarfs sowie Kleidung. Ziemlich unspannend, allerdings auch ohne Touristen.

Cho Dam Market

 

Po Nagar Tempelkomplex

Das am weitesten entfernte Ziel meiner Tagestour war eindeutig der hinduistische Tempelkomplex Po Nagar.

Der Fehler war allerdings erst auf dem Nachmittag dort anzukommen. Der Tempelkomplex liegt auf einem kleinen Hügel direkt am Fluss Song Cai. Unterhalb befinden sich Parkplätze um die eine Million Busse aufzunehmen die russische und chinesische Touristen ausspucken.

Parkplatz Po Nagar

Schulter an Schulter in Po Nagar

Die Anlage, gebaut im 8. Jahrhundert, ist sehr klein und erinnert stark an Angkor Wat, was deutlich größer ist.
Wer noch nicht in Angkor Wat war findet hier einen ersten Eindruck der Khmer Kultur.

Chinesen in po Nagar
Unbedingt früh, vor dem Frühstück hingegehen, sonst reiht man sich in die Schlange der Touristen ein und hat auf jedem Foto Menschenmassen oder sich den Rücken des Vordermannes.