Reisevorbereitung Iran

Deutsche Botschaft Teheran

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Teheran Ferdowsi Ave., No 320-324, Teheran

Telefon: +98 21 39 99 00 00
Fax: +98 21 39 99 18 90

 

Der Iran wird von vielen Reisenden aufgrund der Darstellung in den öffentlichen Medien weitläufig gemieden. Ich hatte allerdings schon viel Gutes von diesem Land und den Leuten gehört. Hier also die Reisevorbereitungen für einen mehrtägigen Besuch in der Hauptstadt Teheran um live vor Ort zu sein.

Visabestimmungen

Ein Visum ist bei der Einreise für touristische Zwecke problemlos am Flughafen zu bekommen. Die Gültigkeit beträgt dann 90 Tage. Allerdings sollte der Reisepass noch 6 Monate gültig sein.
Vorsicht ist mit Visa Stempeln aus den USA und Israel geboten. Es kann vorkommen das ihr damit nicht in den Iran einreisen dürft. Um diese Gefahr vollständig auszuschließen ist ein Zweitpass die clevere Alternative. Mit dem Iran Stempel kommt ihr nämlich auch nicht in die USA!
Das Auswärtige Amt empfiehlt sowieso das Visum schon im Heimatland zu beantragen um unnötige Wartezeiten und Risiken am Flughafen auszuschließen.

Optimale Reisezeit

Optimal für eine Reise in den Iran sind die Zeitspannen zwischen April – Juni und September – November. Die Tagestemperaturen liegen in diesen Monaten zwischen 18 – 28 Grad. Dazwischen ist es entweder unerträglich heiß oder frostig. Beides sehr abträglich für lange Spaziergänge um Kultur zu genießen. Ebenso entscheidend ist das iranische Neujahrsfest welches auf den 21 März fällt. Zu dieser Zeit plus zwei Wochen ist ganz Iran auf den Beinen um Verwandte zu besuchen oder ein ein paar freie Tage zu verbringen. Hotels und Züge sind hoffnungslos überfüllt.

Direkte Flüge, Deutschland – Teheran

Von Deutschland aus geht es von folgenden Flughäfen nach Teheran:
Hamburg (HAM)
Berlin (SXF)
Köln / Bonn (CGN)
Düsseldorf (DUS)
Frankfurt (FRA)
München (MUC)

Geld

Da der Iran schlecht bis gar nicht an das internationale Bankensystem angeschlossen ist, ist die Zahlung mit Kreditkarten eher die Ausnahme. Hier lacht das Bargeld. Wechselstuben sind in ausreichender Zahl vorhanden. Allerdings ist der Umtausch von iranischem Geld in Dollar oder Euro mit hohen Schwierigkeiten und Kosten verbunden. Also nur soviel tauschen wie nötig.
Die Währung im Iran ist der Rial. Derzeitiger Wechselkurs (Juni 2017) 1 EUR = 37.200 IRR. Oder umgedreht: 100.000 IRR = 2,70 EUR

Mobiles Internet

Zahlreiche Internetseiten und Kommunikationsapplikationen sind nicht oder nur eingeschränkt zugänglich, wie zum Beispiel Skype, Facebook oder verschiedene Email-Anbieter. Auch bekannte VPN’s und Proxys bieten kaum noch Zugang zum freien Internet.
Telefon und Datenkarte
Hamrah-e-Aval (by MCI)
Tarif Alpha +
1 GB + 1 GB at night

  • 1 day: 9000 Rials
  • 7 days: 10,000 Rials
  • 30 days: 13,000 Rials

Strom und Kabel und Verteiler

So unterschiedlich unsere Länder auch sind, im Iran braucht man keinen Reiseadapter. Die Stromspannung liegt bei 220 Volt und die Steckdosen weisen die in Deutschland üblichen Formen auf. So sollten alle Ladegeräte für Laptops und Mobiltelefone problemlos passen.

Sprache und Verständigung

In den Großstädten spricht bzw. versteht man gutes Englisch. Auf dem Markt und Abseits der guten Wege sind sowieso Hände und Füße gefragt!

Reisevorbereitung Vietnam

Deutsche Botschaft Vietnam

Deutsche Botschaft Hanoi
Hanoi 29, Tran Phu, Hanoi.

Telefon: +84 4 38 45 38 37
Fax: +84 4 38 45 38 38

 

Reisevorbereitung Vietnam

Nachdem ich als Kind Rambo und andere Filme mit Dschungel und Vietcong gesehen hatte, prägte das lange Zeit mein Bild von Vietnam. Jetzt war ich natürlich gespannt, wie sich das hart umkämpfte Land seit den frühen 70ziger Jahren entwickelte. Besonders Ho-Chi-Minh-Stadt, das frühere Saigon hat es mir angetan. Hier sollte die erste Reise beginnen. Wie immer geht meine Reiseroute von Bangkok aus, also nicht wundern wenn sich alle Daten darauf beziehen.

Visabestimmungen

Im Moment testet Vietnam die visumfreie Einreise von Deutschen für maximal 15 Tage, dafür muss der Pass noch mindestens 6 Monate darüber hinaus gültig sein.

Befristet ist der Test erstmal bis 30.06.2017.
Weitere Angaben dazu unter: www.auswärtiges-amt.de/vietnam

Das Visum kann nochmals kostenpflichtig 15 Tage verlängert werden. Erneute Wiedereinreise ist 30 Tage nach der letzten Ausreise möglich. Schlechte Karten für einen kurzen VisaRun.

Optimale Reisezeit

Die beste Reisezeit macht sich in Vietnam nicht an der Temperatur fest, da diese fast keiner Schwankungsbreite unterworfen ist. Entscheidend für die glückliche Reise ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit. Diese beträgt im Januar – April durchschnittlich 1-4 Tage im Monat, während sie in den restlichen Monaten auf 16 – 22 Tage ansteigt.(Klimatabellen Saigon) Wer also trocken bleiben will sollten in den ersten Monaten des Jahres reisen.

Geld

Auch in Vietnam darf sich der europäische Reisende wie ein Millionär fühlen. Die vietnamesische Währung heißt Dong (VND) und steht aktuell (01/2017) im Kurs 1 EUR = 24.204 VND. Man bekommt also viel Geld für sein Geld. Dafür gibt es auch keine Münzen. Als kleinste Banknote sind 200 Dong im Umlauf, das Maximum ist ein 500.000 Dong Schein. Also Geldklammer mitnehmen oder Gummi für das Zuhälterbündel.

Wichtiger Hinweis: Es ist verboten nach Preisen in Dollar zu fragen und als Händler Preise in Dollar anzugeben.

Geld abheben geht u.a. bei der ANZ Bank und der Agribank. Automatengebühren sind unter einem EUR. Maximum am ATM sind 2.000.000 Dong also knappe 82 Euro. Viel Spaß beim mehrmals durchziehen.

Mobiles Internet

Mobifon ist in Vietnam sehr verbreitet. Angeboten werden mehrere Optionen mit unterschiedlichen Tarifen. Mein Favorit: SIM Tourist Card 4 GB für 160.000 VND Data only. (EUR 6,65) Unbedingt am Flughafen vergleichen, da an den verschiedenen Ständen der Preis sehr unterschiedlich ausfällt.

Strom und Kabel und Verteiler

Die Steckdosen in Vietnam sind vielfältig, die Spannung allerdings auch. Die meisten Ladegeräte moderner Elektronik, wie Smartphones, Notebooks, Zahnbürsten usw. können damit allerdings umgehen. Das Problem liegt in der Steckdose, hier passen bei 3 verschiedenen Formen die deutschen Standardstecker nicht immer. Deshalb Adapter nicht vergessen. Allerdings hatte ich speziell in Ho-Chi-Minh-Stadt nie Probleme mit den Steckdosen so dass ich einen Adapter gebraucht hätte. Das kann sich aber im Land schnell ändern.

Sprache und Verständigung

In den Großstädten spricht bzw. versteht man gutes Englisch. Da sollte die Verständigung reibungslos von der Hand gehen. Abseits der ausgetretenen Pfade ist dann die Phantasie gefragt.

Chu-Chi – im Tunnel des Vietcong

90 Minuten südwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) befindet sich das Ziel einer sehenswerten Tagestour (08.00 – 15.00 Uhr), die Tunnel von Chu-Chi. Berühmt durch unzählige Vietnamfilme hat man hier die Chance Geschichte hautnah, wenn auch etwas verzerrt, zu erleben.

Das Tunnelsystem von Chu-Chi erstreckt sich auf mehr als 240 Kilometer und diente in erste Linie der Versorgung und dem Unterschlupf der nordvietnamesischen Soldaten, dem sogenannten Vietcong. Die Tunnel verbinden mehrere größere unterirdische Räume die als Versorgungs-, Schlaf-, Sanitätsräume und Waffenkammern dienten.

Tausende amerikanische Soldaten wurden durch Hinterhalte getötet und verwundet während der Vietcong durch die hunderten Eingänge in die Tunnel flüchtet und so wie vom Erdboden verschluckt für die amerikanischen Patrouillen nicht mehr auffindbar war.

Während der Flächenbombardements versteckten sich auch Zivilisten im Tunnelsystem um dem Inferno zu entkommen. Die Ausstellung ist sehr anschaulich ausgebaut, aber leider total überfüllt.

Anfahrt nach Chu-Chi

Es gibt die Möglichkeiten mit dem Bus, inklusive einmal umsteigen. Was wohl nach Erzählungen so mit 15.000 VND zu Buche schlägt. Und dann gibt es da noch den Fahrdienst Uber mit 457.000 VND und das geliebte Taxi. Da hab ich gar nicht nach dem Preis gefragt, weil ich das in Vietnam meide.
Meine persönliche, wenn auch gehasste Empfehlung ist die Reisegruppe. Da es eh nur so von Reisegruppen wimmelt, die aneinandergereiht sich durch den Dschungelpfad bewegen, ist Individualität nicht möglich. Also warum viel Stress oder Geld in die Fahrt investieren um anschließend eh in einer Gruppe zu laufen.

Kosten der Tunneltour inkl. Anfahrt

  • Reisebüro 130.000 VND
  • Eintritt 90.000 VND
  • Guide 20.000 VND

Hinzu kommen noch die Kosten der Munition, für alle die sich mal wie Rambo fühlen wollen 😉 (mehr dazu im Abschnitt „Shooting Range“)

Scharfschützenloch

Erste Station auf dem Trail ist das Scharfschützenloch. Deutsche und russische Scharfschützen benutzten diese Technik, im zweiten Weltkrieg, um noch dem Schuss unauffällig zu verschwinden, ohne gesehen zu werden. Sie blieben einfach vor Ort und verschwanden in einem Loch.
Das Loch gleich einer bauchigen Flasche. Man steigt mit den Füßen zuerst und getreckten Armen durch die engen Öffnung die sich nach untern erweitert. Dort kann man dann seine Beinen anwinkeln und den Rücken beugen. So hockt man dann in einem ca. 130 Zentimeter tiefen Loch und schließt den abgetarnten Deckel über sich. Dieses Versteck ist dann nur noch mit modernster Technik oder Hunden zu finden.

Boobytrap – Menschen als Freiwild

Makaber aber anschaulich sind auch die Dschungelfallen welche sehr originalgetreu wieder hergestellt wurden. Verschiedene Trittfallen, teilweise mit Nägel oder alternativ mit gespitztem Bambus, finden hier Anwendung.

Shooting Range Chu-Chi

Neben den vielen theoretischen Erklärungen, kommt man auf dem Schießstand dann in die Gelegenheit amerikanische und russische Waffen des Vietnam Konfliktes in der Realität zu benutzen. Angeboten werden folgende Waffen, die Preise beziehen sich auf eine einzelne Patrone:

  • Karabiner M1 Garand (40.000 VND / Schuss)
  • Sturmgewehr M-16 (50.000 VND / Schuss)
  • Sturmgewehr AK 47 (50.000 VND / Schuss)
  • Maschinengewehr M60 (45.000 VND / Schuss)
  • Maschinengewehr M30 (40.000 VND / Schuss)

Tunnel – Tour

Hautnah geht es dann bei den ersten hundert Metern des Tunnelsystems zur Sache. Ca. ein Drittel der Teilnehmer weigerte sich das Labyrinth zu betreten oder kamen wieder aus dem Vorraum. Von ebener Erde geht es in einer sehr geräumigen ca. 15 qm großen Keller, in welchen man durch ein Loch im Boden das Tunnelsystem betritt. Die Gänge sind für die Touristen verbreitert worden, so dass man bequem im Entengang durch sie entlang watscheln kann. Durch weitere Löcher im Boden oder der Decke gelangt man dann auf mehrere Ebenen. Dazu kommen alle 20 Meter Abzweigungen für den Abbruch der Tour falls die kleine Panik kommt. Auf den letzten Metern wird der Tunnel dann ein wenig enger, so dass ich auf allen Vieren voran musste.

Pausensnack

Nach viel Panik und Schweiß bekommen die Gefechtsfeldtouristen dann einen kleinen Snack gereicht, welcher typisch für die Ernährung des Vietcong gewesen sein soll. Süßkartoffeln mit einem Dip aus Nüssen und Zucker. Sehr lecker, aber leider nur ein Snack.

Dokumentarfilm

Zum Abschluss fasst ein Propagandafilm das Erlebte nochmal gut zusammen. Mich würde die Meinung amerikanischer Touristen interessieren, da hier einzelne Vietcong-Kämpfer lobend hervorgehoben werden und immer wieder die Worte „American-Killer“ und „Hero“ fallen. Der Film zeigt anschaulich, wenn auch einseitig, das Leben während der Besatzung, die Bombardements und den Kampf der Guerilla gegen amerikanische Patrouillen.