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An der sonnenverwöhnten Costa del Sol im Süden Spaniens liegt Málaga, eine Stadt, die weit mehr zu bieten hat als nur Strand und Mittelmeerklima. Mit über 2.800 Jahren Geschichte zählt sie zu den ältesten Städten Europas und wurde einst von den Phöniziern gegründet, bevor Römer, Mauren und schließlich die katholischen Königreiche ihre Spuren hinterließen. Diese wechselvolle Vergangenheit prägt bis heute das Stadtbild: Die maurische Festung Alcazaba thront majestätisch über der Altstadt, während sich darüber die Burg Gibralfaro erhebt und einen atemberaubenden Blick über die Dächer Málagas bis hinaus aufs Meer bietet.

Weltberühmt wurde Málaga vor allem als Geburtsstadt Pablo Picassos, dessen Erbe in der Stadt allgegenwärtig ist – vom Picasso-Museum im Palacio de Buenavista bis hin zu seinem Geburtshaus am malerischen Plaza de la Merced. Doch die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Kulturzentrum entwickelt, das mittlerweile mehr als 30 Museen beherbergt, darunter Dependancen des Centre Pompidou und der Russischen Staatsmuseen – eine kulturelle Dichte, die man in einer Stadt dieser Größe kaum erwarten würde.

Das Herz Málagas schlägt in seiner lebendigen Altstadt, wo enge, verwinkelte Gassen zu schattigen Plätzen führen, an denen sich Tapas-Bars und Cafés aneinanderreihen. Die imposante Kathedrale, liebevoll „La Manquita“ (die Einarmige) genannt, weil ihr zweiter Turm nie vollendet wurde, dominiert die Skyline und erzählt von der jahrhundertelangen Bauzeit der Stadt. Gleichzeitig hat sich Málaga als moderner Hafen und aufstrebendes Technologiezentrum neu erfunden, ohne dabei seinen andalusischen Charme zu verlieren.

Zwischen historischem Erbe, mediterranem Lebensgefühl und einer boomenden Kunstszene verbindet Málaga auf einzigartige Weise Tradition und Moderne – eine Stadt, die sowohl Kulturliebhaber als auch Sonnenanbeter gleichermaßen begeistert.

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Vom Flughafen AGP nach Málaga

BOLT vom Airport (AGP) nach Malaga

Da ich eingeladen war, hatte ich leider keine Zeit, die verschiedenen Routen und Zubringer zu testen. Hier musste es ein schnöder BOLT sein, der uns sehr schnell in die Innenstadt verfrachtete.

Hostels und Hotels in Málaga

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Malaga - Vincci Hotel

Hotel Vincci Selección Posada del Patio

Direkt in der Stadt, fußläufig zur Plaça de la Constitution, liegt das 5-Sterne-Hotel Vincci. Der Service ist gehoben, der Preis auch. Leider war das Fitnessstudio so exklusiv, dass nur immer eine Person trainieren konnte, und mir fehlten Gewichte oberhalb der 4-Kilo-Marke. Der Rest war super schick und gut durchdacht. Besonders gefallen hat mir der Businessbereich mit Steckdosen, gutem WLAN und Polstermöbeln, besser als Starbucks.

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Malaga - Locker Room

Locker Room

Anders als in den meisten europäischen Großstädten stolpert man in Malaga an jeder Ecke über einen Locker Room, in dem du deine gesamten Habseligkeiten abstellen kannst. Vielleicht ist es mir woanders nicht aufgefallen, aber hier waren die Räume sehr präsent.

Sehenswürdigkeiten in Málaga

Malaga - Leuchtturm

La Farola de Málaga

Am Übergang zwischen Hafen und Strand La Malagueta steht La Farola. Ingenieur Joaquín María Pery baute sie 1816/17 aus Steinen vom Gibralfaro, eingeweiht wurde sie am 30. Mai 1817. Das Erdbeben von 1884 beschädigte sie schwer, danach wurde sie restauriert. Im Bürgerkrieg blieb das Licht von 1936 bis 1939 aus, 1993 verließ der letzte Wärter den Turm. Seit 2022 steht sie als Kulturgut unter Schutz. Von innen lässt sie sich nicht besichtigen. Leuchttürme heißen im Spanischen sonst „el faro“, die Farola ist eine der seltenen weiblichen Ausnahmen. Eine Legende erklärt das mit ihrem Aussehen, als trüge der Turm einen Faltenrock. Gebaut wurde sie angeblich von inhaftierten Zwangsarbeitern.

Malaga - Stierkampfarena

Stierkampfarena

Nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt liegt Málagas Stierkampfarena. Architekt Joaquín Rucoba baute sie 1874 bis 1876 im neomaurischen Stil: roter Backstein, Hufeisenbögen, rund 9.000 Plätze. Von ihm stammt auch das Rathaus von Bilbao. Rechtlich ist die Corrida in Málaga erlaubt. Seit 2013 schützt das Gesetz 18/2013 den Stierkampf als immaterielles Kulturerbe Spaniens. Verboten ist er nur auf den Kanarischen Inseln, dort seit 1991. Kataloniens Verbot von 2010 hob das Verfassungsgericht 2016 wieder auf. Im Museo Taurino hängen Prunkjacken und Stierköpfe. Der in Málaga geborene Picasso malte den Stierkampf sein Leben lang. Ihm zu Ehren gibt es zur Feria im August die „Corrida Picassiana“.

Malaga - Kraken Tapas Bar

Kraken Tapas Bar

Mitten im Zentrum, an der Plaza de las Flores 2, serviert die Tapasbar Kraken kreative Küche mit mediterranem Einschlag. Hinter dem Konzept steht Chefkoch Diego René, der auch das Gourmetrestaurant Beluga betreibt. Die Küche ist ganztägig geöffnet, es gibt eine Terrasse auf dem Platz und einen großzügigen Innenraum. Bei Google liegt das Lokal bei rund 4,7 von 5 Punkten, bei knapp 9500 Bewertungen. Ein Klassiker der Karte: Tatar vom Roten Thunfisch mit Avocado aus Málaga. Kraken nennt sich Bar, Brauerei, Weinstube, Gastrobar und Restaurant in einem. Auf der Website steht sinngemäß, man dürfe „Krakken“, „Craken“ oder „Kracken“ schreiben, wie man wolle, es gebe ohnehin nur einen Kraken. 

Malaga - Placa de la Constitución

Placa de la Constitución

Die Plaza de la Constitución ist das Herz der Altstadt und Startpunkt der Prachtstraße Calle Larios. Bis 1812 hieß sie schlicht Plaza Mayor, dann erhielt sie ihren Namen nach der ersten spanischen Verfassung. Bis 1869 stand hier das Rathaus. Im Zentrum plätschert die Fuente de Génova, ein Renaissance-Brunnen aus Marmor, der im 16. Jahrhundert in Genua entstand. Er wurde über Jahrhunderte mehrfach versetzt und steht seit 2003 wieder an seinem Platz. Im Pflaster sind Edelstahlplatten mit Zeitungstitelseiten vom 6. Dezember 1978 eingelassen, dem Tag nach der Verfassungsabstimmung. Und im Café Central bestellt man Kaffee nach einem eigenen Namenscode, von „Solo“ bis „Nube“ und „Sombra“, je nach Milchanteil.

Malaga - Festung Alcazaba

Festung Alcazaba

Hoch über dem Hafen thront die Alcazaba. Sie wurde zwischen 1057 und 1063 unter Badis ben Habús, dem König des Berber-Taifa-Reichs von Granada, erbaut. Zwei Mauerringe mit zahlreichen Türmen schützen die Anlage. Im Inneren liegen Paläste, Gärten und drei Höfe mit Wasserbecken. Nach der Eroberung durch die Katholischen Könige 1487 verfiel sie allmählich, heute zieht sie über 500.000 Besucher pro Jahr an. Ein ummauerter Weg, die „Coracha“, verbindet sie mit der Burg Gibralfaro. In den Toren stecken wiederverwendete römische Säulen aus dem nahen Theater. Zeitweise dienten Teile der Festung sogar als Wohnhäuser. Vom Bergfried reicht der Blick bei klarer Sicht bis zum Rifgebirge in Afrika. Eintritt sind 14 EUR.

Malaga - Römisches Theater von Malaga

Römisches Theater von Málaga

Am Fuß der Alcazaba, an der Calle Alcazabilla, liegt eines der wichtigsten Zeugnisse des römischen Málaga. Das Theater entstand im 1. Jahrhundert unter Kaiser Augustus und war bis ins 3. Jahrhundert in Betrieb. Der Zuschauerraum hat einen Durchmesser von 31 Metern und ist 16 Meter hoch. Der Eintritt ist frei, ein Besucherzentrum zeigt Originalfunde. Jahrhundertelang lag das Theater vergessen unter Häusern. 1951 stießen Arbeiter bei der Gestaltung des Vorplatzes auf alte Steine. Das Gebäude wurde später abgerissen, damit das Theater wieder zur Geltung kommt. Die Mauren verbauten römische Säulen in der Alcazaba, wo sie noch heute Hufeisenbögen stützen. Und die Bühne wird wieder für Aufführungen genutzt.

Malaga - Festung Gibralfaro

Festung Gibralfaro

Rund 130 Meter über dem Meer thront die Burg Gibralfaro. Ihr Name geht auf das arabische „Jabal Faro“ zurück, „Berg des Leuchtturms“, denn schon zu Zeiten der Phönizier soll hier ein Leuchtturm gestanden haben. Um 1340 baute Sultan Yusuf I. die Anlage aus, mit zwei Mauerringen und acht Türmen. Sie schützte die Alcazaba und galt als uneinnehmbar. Trotzdem fiel sie 1487 nach mehr als dreimonatiger Belagerung an die Katholischen Könige. Nach dem Sieg zog König Ferdinand in die Burg, Königin Isabella bevorzugte eine Unterkunft in der Stadt. Im früheren Pulverlager zeigt heute eine Ausstellung Rüstungen und Schwerter, und direkt nebenan lädt ein Parador zum Übernachten ein oder wie bei uns auf einen Kaffee.

Malaga - Hotel Terrasse Parador

Terrasse vom Hotel Parador Gibralfaro

Direkt neben der Burg Gibralfaro liegt der Parador, ein 1948 erbautes Steinhaus mit gewölbten Kolonnaden und Holzbalkendecken. Von der Terrasse blickt man auf Altstadt, Hafen und die Bucht von Málaga. In der warmen Jahreszeit werden Speisen und Getränke draußen serviert. Der Schwerpunkt liegt auf frischem Fisch und traditionellen Gerichten aus Málaga, etwa Seeteufelsuppe und den süßen Borrachuelos. Auch Nicht-Hausgäste können im Restaurant reservieren. Die Buslinie 35 fährt ab der Alameda Principal hinauf. Der Parador nennt sich selbst „den romantischsten Ort der Stadt“. Nebenan zog 1487 König Ferdinand in die eroberte Burg, heute lockt hier oben ein Pool im Penthouse.

Malaga - Rathaus

Rathaus Málaga

Am Paseo del Parque steht das Rathaus, das die Malagueños „La Casona del Parque“ nennen. Die Architekten Fernando Guerrero Strachan und Manuel Rivera Vera gewannen 1911 den Wettbewerb, am 11. April 1919 zog die Stadtverwaltung ein. Der neobarocke Bau mit modernistischen Details steht auf Land, das dem Meer für den Parque de Málaga abgerungen wurde. Seit 2010 gilt er als Kulturgut (BIC). Sehenswert sind der Spiegelsaal und die Haupttreppe mit großen Glasfenstern voller Stadtgeschichte. Riesige Atlasfiguren tragen die Gebäudeecken. Über dem Eingang thront unter der Uhr eine Matrone als Symbol der Stadt, umgeben von Figuren für Architektur, Fischerei und Handel.

Malaga - Kathedrale Malaga

Kathedrale Málaga

Die Kathedrale de la Encarnación entstand ab 1528 an der Stelle der früheren Hauptmoschee. Gebaut wurde 254 Jahre lang, bis 1782. Der Kern ist Renaissance, dazu kommen gotische, barocke und klassizistische Elemente. Nach den Plänen von Diego de Siloé sollte sie zwei Türme erhalten, doch der Südturm blieb unvollendet. Deshalb nennen die Malagueños sie liebevoll „La Manquita“, die Einarmige. Der erhaltene Turm misst je nach Quelle 84 bis 87 Meter. Im Chor stehen kunstvolle Schnitzfiguren von Pedro de Mena. Der Legende nach floss das Baugeld stattdessen in die Unterstützung der amerikanischen Unabhängigkeit. Belegt ist vor allem Geldmangel. Heute führen Dachtouren hinauf mit Blick auf Alcazaba und Hafen.

Malaga - Klostergarten Kathedrale Malaga

Klostergarten Kathedrale Málaga

Hinter der Kathedrale, an der Calle Císter, liegt ein ruhiger Innenhof mit Orangenbäumen, der Patio de los Naranjos. Er soll der einstige Vorhof der Moschee gewesen sein, auf deren Grundriss ab 1528 die Kathedrale entstand. Nach der Eroberung 1487 wurde die Moschee zunächst zur Kirche geweiht, später fast vollständig abgerissen. Vom Vorgängerbau blieb vor allem dieser Hof. Er dient als seitlicher Zugang zur Kathedrale und ist auch für Rollstuhlfahrer erreichbar. Ein Stück Schatten mitten in der Altstadt. Anders als in Córdoba blieb in Málaga von der Moschee kaum etwas erhalten. Am Eingang der Sagrario-Kirche ist dafür ein Rest des Minaretts in den gotischen Bogen eingearbeitet.

Malaga - Plaza de la Merced

Plaza de la Merced

Die Plaza de la Merced ist einer der lebendigsten Plätze der Altstadt. Im Zentrum steht seit 1842 ein Obelisk für General Torrijos und seine 48 Gefährten, die 1831 am Strand von Málaga erschossen wurden. Ihre Gebeine ruhen unter dem Denkmal. An der Nordwestseite steht das Geburtshaus von Pablo Picasso (geboren am 25. Oktober 1881), heute ein Museum. Seit 2008 sitzt der Künstler außerdem als 1,40 Meter große Bronzestatue mit Skizzenblock auf einer Marmorbank. Ende Oktober feiert der Platz seinen Geburtstag. Laut dem Picasso-Forscher Josep Palau i Fabre wurde Picasso womöglich in der „Calle Sucia“ geboren, der „Schmutzigen Straße“. Die vornehmere Plaza de la Merced sei nur als Adresse angegeben worden.

mehr Highlights in Málaga

  • Picasso Museum
  • Kathedrale von Malaga
  • Plaza de Toros La Malagueta
  • Rathaus von Málaga
  • Römisches Theater von Malaga
  • Picasso Skulptur
  • Viertel SOHO
  • Festung Alcazaba
  • Placa de la Merced

Reiseziele in Spanien

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